Nordkorea stellt Bürger auf Hungerkrise ein


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Aufgrund möglicher neuer UN-Sanktionen, über die nächsten Monat abgestimmt wird, bereitet Nordkorea seine Bürger auf eine Hungersnot vor.

Nordkorea
Bronzestatuen von Kim Il Sun und Kim Jong Il auf dem Hügel Mansu in Pjöngjang, Bild: zwei.karl-schumacher-privat.de

Nordkoreas Regierung hat die Bevölkerung auf eine mögliche Hungerkrise und wirtschaftliche Not eingestellt. Ein entsprechender Artikel der staatlichen Zeitung Radong Sinmun, die als Sprachrohr Kim Jong-Uns gilt, wurde am Montag veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem, „der Weg zur Revolution ist lang und beschwerlich.“

Anlass der Warnung ist eine bevorstehende Abstimmung des UN-Sicherheitsrats über mögliche neue Sanktionen gegen das isolierte Land „aufgrund der nuklearen und militärischen Fähigkeiten“, meldet der britische Telegraph diesbezüglich. Der Begriff „Hungerkrise“ ist in Nordkorea ein sensibles Thema. In den 1990er Jahren gab es die letzte große Hungersnot, bei der bis zu 3,5 Millionen Menschen ums Leben kamen.

„Wir gehen einen beschwerlichen Marsch und müssen noch einmal die Wurzeln von Pflanzen kauen“, wird die nordkoreanische Zeitung weiter zitiert. Rodong Sinmun forderte eine „70-Tage – Kampagne der Loyalität“ und rief das nordkoreanische Volk zur „Demonstration ihrer Treue gegenüber dem Obersten Führer Kim Jong-Un“ auf. Zu diesem Zweck seien alle Bürger Pjöngjangs in der Pflicht, bei der staatlichen Nahrungsmittelausgabe monatlich ein Kilogramm Reis abzugeben.

Der Telegraph meldet weiter, dass das Land fast eine halbe Million Tonnen Nahrungsmittelhilfe aus dem Ausland angefordert hat. Bislang seien jedoch erst 17.600 Tonnen angekommen.

3 Kommentare

  1. Traurig, traurig,
    da kann das dicke Kind die eigene Bevölkerung nicht vor Hunger schützen. Welche Art von Ideologie ist schützendswert wenn Menschen hungern müssen ?
    Wir hatten damals viel Glück !

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