Krieg gegen den Terror? Zahl der Anschläge um 6.500% gestiegen


von

Der Krieg gegen den Terror im Nahen Osten wird von den USA mit hohem Aufwand geführt. Offenbar nicht sehr erfolgreich: Seit 2002 stieg die Zahl der Anschläge im Nahen Osten um 6.500 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Analyse.

Rumsfeld, Cheney, Bush – 9/11, Bild: Ddees.com

Zwischen 2007 und 2011 wurden etwa die Hälfte aller weltweiten Terroranschläge in Irak und Afghanistan durchgeführt – jenen Ländern, die im Rahmen des sog. „War on Terror“ von den Vereinigten Staaten besetzt wurden. Laut einer Analyse aller Terroranschläge seit 2002 kommt man zum Schluss, dass der Krieg gegen den Terror eher zu einem dramatischen Anstieg der Terroranschläge geführt hat. Paul Gottinger von Reader Supported News errechnete einen Anstieg um erstaunliche 6.500 Prozent.

Die Opferzahlen erhöhten sich gleichzeitig um 4.500 Prozent. Am schlimmsten sind laut dieser Analyse jene Länder, die von den USA überfallen und besetzt wurden: „Zwischen 2007-2011 fand fast die Hälfte des weltweiten Terrors im Irak oder in Afghanistan statt – zwei Länder, die von den USA zur Zeit besetzt werden. In Ländern mit US-Militärinterventionen gibt es laut den Daten weiterhin eine hohe Zahl von Terroranschlägen. Im Jahr 2014 befanden sich 74 Prozent aller Terroropfer im Irak, Nigeria, Afghanistan, Pakistan oder Syrien. Von diesen fünf wird aktuell nur Nigeria nicht von der US-Luftwaffe bombardiert oder militärisch besetzt.“

Im Jahr 2002, also vor Beginn der US-Invasion im Irak, wurden 208 Terroranschläge im Land gezählt. Im Jahr 2005 waren es bereits 11.000. Der Nahe Osten war also weitaus stabiler, bevor die USA dort begann gegen den Terrorismus zu kämpfen. Dies bestätigte im vergangenen Monat auch der republikanische Präsidentschaftskandidat Ted Cruz in einer TV-Show: „Demokraten und Republikaner aus Washington stürzen Regierungen im Nahen Osten. Und jedes Mal profitieren die bösen Jungs, radikal-islamische Terroristen.“

Ben Swann, Journalist und ausgesprochener Kritiker der US-Außenpolitik, stimmte dieser Einschätzung zu, und skizziert einige weitere Punkte, wie der Krieg gegen den Terror den Irak destabilisiert hat: „Vor der US-Invasion 2003, wissen Sie, wie viele Selbstmordattentate es im Irak gab? Keine. In der Geschichte des Landes gab es niemals einen. Aber seit der Invasion von 2003 gab es 1.892 davon. Vor Beginn des Irak-Krieges gab es Berichten zufolge etwas mehr als 1,5 Millionen Christen im Land. Kurz nach dem Krieg flüchteten mehr als eine Million von ihnen nach Syrien. Das hat nicht gut funktioniert. Heute bleiben weniger als eine halbe Million Christen, die von Gruppen wie dem Islamischen Staat ausgerottet werden.“

Millionen sind im Irak und im gesamten Nahen Osten seit den Militärschlägen ab 2003 durch die USA ums Leben gekommen. Aktuelle Schätzungen beziffern die Anzahl der Todesopfer seit Beginn der Invasion auf mindestens 1,3 Millionen Menschen.

1 Kommentar

  1. Alles was uns als Mittel zur Terrorbekämpfung verkauft wurde, hat sich gegen die Bürger gerichtet.
    Heute kann z. B. jeder Sachbearbeiter im Sozialamt per Knopfdruck feststellen, ob der Bürger ein Auto hat oder wie viel Konten und bei welcher Bank.
    Ja- die Hartzer und meine Oma die Grundsicherung erhält, sind aber auch ein terroristisches Pack, die müssen ja auch überwacht werden.
    Da macht die Abhöraktion von Merkel aber schon mehr Sinn.
    Vielleicht käme man dann auch einmal dahinter, wer Merkels Stasiakte in den USA hat.
    Oder glaubt wirklich Jemand im Ernst, dass die Frau das alles gegen Deutschland und zu Gunsten der USA aus freien Stücken macht.
    In Deutschland werden noch Hundertjährige wegen Beihilfe zum Mordes versurteilt, nur weil sie in einem menschenverachtendem Regime damit gedient haben, die Habseligkeiten der Eingelieferten zu sortieren.
    Was erwartet da Merkel, alleine schon für die Bereitstellung von Angriffsbasen wie Ramstein?

    Viele Grüße
    H. J. Weber

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

* Die Checkbox für die Zustimmung zur Speicherung ist nach DSGVO zwingend.

Ich stimme zu.