Voraussetzung für nukleare Abrüstung:
Kim Jong-Un möchte Friedensvertrag von Donald Trump


Nordkorea/Politik/USA

Nordkoreas Führer Kim Jong-Un will nach einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump einen Friedensvertrag unterschreiben, berichten südkoreanische Medien. Dabei handelt es sich um ein lang verfolgtes Ziel der nordkoreanischen Regierung.

Kim Jong-Un Donald Trump
Kim Jong-Un Donald Trump, Bild: Gegenfrage.com

Kim wird bei einem Treffen mit Trump wahrscheinlich die Möglichkeit eines Friedensvertrags sowie die Aufnahme diplomatischer Beziehungen und nuklearer Abrüstung erwägen, sagte die Zeitung Dong-A Ilbo am Montag unter Berufung auf einen nicht identifizierten hohen Beamten in Südkoreas Präsidentenbüro.

Trump zeigte sich letzte Woche mit einem Treffen mit Kim einverstanden, obwohl wichtige Details des Gipfels noch entschieden werden müssen. Koh Yu-hwan, Nordkorea-Experte an der Dongguk Universität in Seoul, sagte, das Regime suche bereits seit Beginn des Waffenstillstands vor über 60 Jahren nach der Möglichkeit eines Friedensvertrags.

„Es gab Abkommen zwischen den USA und Nordkorea, um die Diskussion über einen Friedensvertrag zu beginnen, aber sie kamen nie zustande“, sagte Koh. „Die USA wollen einen Friedensvertrag am Ende des Denuklearisierungsprozesses, für den Norden ist dieser hingegen die Voraussetzung für eine Denuklearisierung.“

Die Unterzeichnung eines Friedensvertrags würde unter anderem auch die Präsenz des US-Militärs in Südkorea beinhalten. Das Treffen – vorläufig für Mai angedacht – wird eine enorme Arbeit für die Diplomatie erfordern, schreibt Newsmax.

Wer bedroht wen?

Nordkorea und die USA betrachten sich gegenseitig als Bedrohung. Das von den USA seit 1950 hart sanktionierte Nordkorea bot im Jahr 2015 ein Ende des Kernwaffenprogramms an. Voraussetzung dafür war jedoch ein Stopp der US-Militärübungen in der Region.

Als die USA ablehnten, führte Nordkorea einige Raketentests durch. Nach Gewaltandrohungen der US-Regierung führte Nordkorea weitere Raketentests durch. Seit dem Amtsantritt Trumps als US-Präsident beleidigen sich das amerikanische und das nordkoreanische Staatsoberhaupt mit Unterstützung der nationalen Medien gegenseitig als „Raketenmann“ oder „Psychopath„.

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newsmax



3 Comments

  1. Natürlich wird bei dem Treffen nichts dabei herauskommen.
    Kim hat an Gaddafi, Saddam und vielen anderen Ländern gesehen, was passiert, wenn sie auf Atombomben verzichten.
    Die USA haben einen großen Militärstützpunkt in in Süd-Korea.
    Wenn man den Militärstützpunkt beibehalten will, benötigt man eine Bedrohung und was ist da besser als so ein kleiner Diktator mit Atomwaffen.
    Ganz Korea (einschl. die Militärbasis) wäre für die USA verloren, wenn Nord- und Südkorea sich einig werden dürften.
    Also wird man dann/bald/letztendlich der westlichen Presse entnehmen können, dass die Forderungen N-Koreas unannehmbar sind und sie nicht auf die A-Versicherung verzichte wollen.

    Die ganze Show, dass es nun Monate dauern wird, bis der Besuch organisiert ist, wird benötigt um eine Strategie seitens der USA zu entwerfen, wie man der Welt zeigen kann, dass die USA bereit sind zum Frieden, aber der Diktator ihnen `“ ins Gesicht geschlagen hat“
    Also müssen nun erst die Hoffnungen der Menschen ganz nach oben gedreht werden, damit der Absturz besonders hoch wird.
    Wer enttäuscht wird ist oft zu aggressivem Handeln bereit, bzw. hat Verständniss dafür.
    Und dazu ist die Presse notwendig.

    Zusammenfassend:
    Ein Lehrbuch dafür, was man alles unternehmen muss, um nichts erreichen zu müssen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Abwarten und Teetrinken, Helmut!
    Wenn ich recht erinnere, warst Du es doch der vor einigen Monaten den Waffengang der USA gegen Nordkorea vorhergesehen hast.
    Ich hielt dagegen und sehe mich jetzt bestätigt.
    Auch kann ich mich nicht dazu entschließen die Krise um den kleinen Diktator mit Nordkorea in Verbindung zu bringen.
    Das Problem liegt m.E. woanders.
    Vor Jahren wurden die US Atomwaffen aus Südkorea abgezogen, aber mittlerweile droht die US Regierung damit wieder welche nach Südkorea zu verbringen.
    Wegen Nordkorea? Wohl kaum.
    Die USA befinden sich in erster Linie in geopolitischer Auseinandersetzung mit China, weniger oder überhaupt nicht mit Russland. Das predige ich hier schon länger.
    Es ist die Dummheit Obamas und jetzt die von Trump, in Russland einen Herausforderer sehen zu wollen.
    Hätte die Nato dem Beitrittsgesuch Russlands statt gegeben und hätte es keine Natomitglieder und Aufrüstung an den Grenzen Russlands gegeben und auch keinen Putsch in der Ukraine und keine Verbindung nach Georgien und keinen militärischen Stützpunkt in Kasachstan und auch keine Wirtschaftssanktionen; dann hätte Russland die jetzigen neuen Waffen überhaupt nicht entwickelt.
    Die USA hätten in Russland, wegen der historischen (tausend Jahre alten) Feindschaft der Russen zu China in Russland einen verlässlichen Verbündeten. Das ist derselbe gewaltige Irrtum wie 1939. Hitler wollte keinen Krieg gegen die Angelsachsen. Im Gegenteil, er hatte den Engländern deutsche Hilfe zur Aufrechterhaltung des britischen Imperiums angeboten. Churchill soll dazu nur arrogant gelacht haben. Nach 1945 zerbrach dieses britische Imperium aber sehr schnell. Der Kalte Krieg mit einer Reihe kritischer Situationen und wahnsinnigen Staatsschulden ist immer noch nicht abgearbeitet.
    Nach dem Tode Hitlers (vielleicht so Mitte der Fünfziger Jahre) wäre Deutschland ein starker Staat in der Mitte Europas gewesen und hätte die Sowjetunion allein in Schach halten können. Die Nato wäre insgesamt überflüssig gewesen. Der polnische Staat würde auch weiter existieren, allerdings mit deutlich engeren Grenzen.
    Denn in mindestens zwei Friedensangeboten Hitlers an London 1940 war die Wiederherstellung Polens angeboten worden.
    Wenn endlich Vernunft in Washington einkehren würde, dann würde Trump erkennen, dass es keiner Atomwaffen in Südkorea gegen China bedarf. Wenn China allein stünde, wäre es auch heute im südchinesischen Meer ruhiger.
    Aber China ist nicht allein, sondern kann sich auf Russland verlassen und Russland muss das böse Spiel leider mitmachen.

  3. Hallo Markus
    Ja- damals hat Trump auch noch Niemand zur Seite genommen und ihm erklärt, dass die USA besser aus einer „Opferrolle“ heraus agieren sollten.
    „Opfer“ in dem Sinne, dass sie sich um Verständigung bemüht haben, aber vor den Kopf gestoßen werden.
    Jetzt, wo man ihm das erklärt hat, fährt er sogar hin.
    Der erste Schachzug sich auf die Seite des „Opfers“ zu stellen.
    Wer so oft wie Russland vor den Kopf gestoßen wurde, hat keine andere Wahl, als sich andere Freunde oder Verbündete zu suchen.
    Das Imperium USA und seine Vasallen können ja wohl unmöglich als verlässlicher Vertragspartner bezeichnet werden.
    Deutsche Panzers stehen wieder an der russischen Grenze,
    und in den USA wird davon geträumt, dass es einen „führbaren“ Atomkrieg geben kann und danach zumindest die Sieger weiter leben können.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

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