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11.10.2002: Jimmy Carter erhält den Friedensnobelpreis


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Am 11. Oktober 2002 erhielt der frühere US-Präsident Jimmy Carter den Friedensnobelpreis. Diese Preisverleihung kann man allerdings äußerst kritisch betrachten.

Jimmy Carter Friedensnobelpreis
Jimmy Carter Friedensnobelpreis, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 2002 erhielt der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter den Friedensnobelpreis „für seine jahrzehntelangen unermüdlichen Bemühungen, friedliche Lösungen für internationale Konflikte zu finden, die Demokratie und Menschenrechte sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu fördern.“

Carter, ein Farmer aus Georgia, diente zwischen 1977 und 1981 in einer Amtszeit als US-Präsident. Eine seiner wichtigsten Errungenschaften als Präsident war die Vermittlung der Friedensgespräche zwischen Israel und Ägypten im Jahr 1978.

Nachdem seiner Zeit als Präsident gründeten Carter und seine Frau Rosalynn 1982 das Carter Center in Atlanta, das sich für Menschenrechte einsetzt. Seit 1984 arbeiten sie mit Habitat for Humanity zusammen, um Häuser zu bauen und über Obdachlosigkeit aufzuklären.

Zu seinen Erfolgen zählen die Bekämpfung zahlreicher Krankheiten und eine Stärkung des Wirtschaftswachstums in Entwicklungsländern zu verbessern. Darüber hinaus diente er bei zahlreichen politischen Wahlen auf der ganzen Welt als Beobachter.

Kalter Krieg

Carter gilt als einer der wenigen Präsidenten in der Geschichte der Vereinigten Staaten, die keinen Krieg führten. Allerdings beauftragte er die CIA bereits im Vorfeld des sowjetischen Afghanistankriegs mit der Bewaffnung der Mujaheddin, aus denen später die Taliban hervorgingen.

Den Russen bescherte er ihr eigenes „Sovietnam“. Die kurze sowjetische Intervention in Afghanistan verwandelte US-Präsident Jimmy Carter in einen totalen Stellvertreterkrieg, der fast ein Jahrzehnt dauern sollte und Millionen Menschen das Leben kostete.

Zudem gab er die Finanzmittel für die Entwicklung der Neutronenbombe frei. Diese war dafür vorgesehen, sowjetische Soldaten qualvoll sterben zu lassen. Eine Atomwaffe, die einen weniger großen Sachschaden verursacht, aber gigantische nukleare Strahlung verteilt.

Washington betrachtete die Neutronenbombe als „humaner“ als andere Atomwaffen, da sie wenige oder gar keine Überlebenden innerhalb des betroffenen Radius hinterlassen würde. Durch den Einsatz einer Atom- oder Wasserstoffbombe gebe es wesentlich mehr Verletzte und Kranke.

Carter dritter US-Präsident mit Friedensnobelpreis

Die ersten Nobelpreise des schwedischen Industriellen Alfred Nobel (1833-1896) wurden 1901 in Schweden auf den Gebieten Physik, Chemie, Medizin, Literatur und Frieden vergeben. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wurde 1969 zum ersten Mal verliehen.

Carter war der dritte US-Präsident, der den mit einer Million Dollar dotierten Preis nach Theodore Roosevelt (1906) und Woodrow Wilson (1919) erhielt.



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