Iran lädt syrische Regierung und Rebellen zu Gesprächen ein


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Die iranische Regierung hat die Konfliktparteien des syrischen Bürgerkrieges zu Gesprächen geladen mit dem Ziel, die Krise gewaltfrei und diplomatisch zu lösen und den bewaffneten Konflikt zu beenden. Friedensnobelpreisträger und Waffenlieferant Barack Obama hat keine Einladung erhalten.

Will den Konflikt in Syrien diplomatisch lösen:
Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad

Der Iran will am Sonntag ein Treffen zwischen der syrischen Regierung und den von NATO-Staaten unterstützten Rebellen veranlassen. Das Treffen habe ein Ende der Gewalt und eine diplomatische Lösung des Konflikts zum Ziel und bringe Vertreter verschiedener syrischer Ethnien, politischer Gruppen, Minderheiten, der sog. Opposition und staatlichen Vertretern zusammen, sagte der iranische Vize-Außenminister Amir-Abdollahian am Dienstag.

Klärungsbedarf gibt es reichlich: Damaskus beschuldigt „Outlaws, Saboteure und bewaffnete terroristische Gruppen“ für die Unruhen verantwortlich zu sein, die aus dem Ausland finanziert und gesteuert werden. Die vom Westen finanzierten Rebellen verlangen hingegen einen Sturz der syrischen Regierung unter Bashar al-Assad. Die Unruhen begannen im März 2011, u.a. infolge einer Nahrungsmittelkrise in mehreren arabischen Ländern.

Während der Iran händeringend nach einer friedlichen Lösung in Syrien sucht, liefern Russland, China und die USA Geld und Waffen an beide Konfliktparteien, wodurch der Krieg bis heute kein Ende findet. Wie der britische Telegraph im August berichtete, hat das Weiße Haus jegliche direkte Einmischung in den Krieg vor Januar 2013 abgelehnt.