Iran: 100 Milliarden Dollar im Ausland eingefroren


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Wie Irans Finanzministerium meldet, geht dem Land aufgrund der US-Sanktionen allmählich das Geld aus. Die Islamische Republik kann auf zusammengerechnet 100 Milliarden Dollar nicht zugreifen, die von ausländischen Banken eingefroren wurden.

Teheran, Iran – Bild: Wikipedia (en)
Autor: Amir1140, Lizenz: CC-BY-SA-3.0

Laut Angaben der iranischen Regierung haben ausländische Banken im Zuge der Sanktionen insgesamt 100 Milliarden Dollar eingefroren, auf die der Iran keinen Zugriff mehr hat. Das iranische Parlamentsmitglied Gholam Reza Mesbahi Moqaddam sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Mehr, dass man sich diplomatisch um die Freigabe des Geldes bemühe.

Zuletzt hatte Irans Finanzminister Ali Tayebnia gesagt, dass dem Land nun das Geld ausgehe und das Land mit einem Defizit in Höhe von 1’180 Billionen Rial (34 Milliarden Euro) zu kämpfen habe. Zwar bestehe noch die Möglichkeit auf die staatlichen Goldreserven sowie auf einen Entwicklungsfonds im Wert von 18,1 Milliarden Dollar zurückzugreifen. Irans Präsident Hassan Rouhani äußerte seine tiefe Besorgnis bezüglich der Sanktionen im „Öl-, Versicherungs-, Versand-, Bank- und Kreditsektor und tausend anderen Problemen.“

Die US-Sanktionen gegen den Öl- und Finanzmarkt des Iran treffen in erster Linie die zivile Bevölkerung und werden mit dem laufenden Atomenergieprogramm begründet, durch das sich Israel anscheinend bedroht fühlt. Zahlreiche Iraner verlieren ihre Jobs, so sind heute etwa 50% aller weiblichen Akademiker im Iran arbeitslos. Insbesondere der iranische Privatsektor steht unter enormem Druck, da Zahlungen an Lieferanten von Bau- und Ersatzteilen aufgrund des Ausschlusses aus dem internationalen Handel nicht mehr geleistet werden können.

Im Gegensatz zur Atommacht Israel, dem stärksten Kontrahenten des iranischen Atomprogramms, hat die Regierung in Teheran den Atomwaffensperrvertrag längst unterzeichnet.

16 Kommentare

  1. Dies zeigt wie abhängig die Staaten der ganzen Welt vom Dollar sind,viele Finanzprodukte laufen über das amerikanische System ,wer sich davon lösen will bekommt immer Probleme,indirekt macht der Westen aber schöne Geschäfte mit dem Iran,nur die kleinen Leute müssen das ausbaden,das ist halt doppelbödige Politik des Westens

  2. Hab da keine passende Rubrik gefunden. Übers Horn von Afrika ist wohl nichts in den Annalen? Oder hab ich da was übersehen? Der Suchbegriff hat jedenfalls nichts gebracht.
    Hab da was von AFP gelesen:

    An Piraten vor der Küste Somalias und am Horn von Afrika sind zwischen 2005 und 2012 bis zu 413 Millionen Dollar (306 Millionen Euro) Lösegeld geflossen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Weltbank, UNO und Interpol, die sich unter anderem auf Aussagen ehemaliger Piraten stützt. Demnach landet der Löwenanteil der von Reedereien gezahlten Millionenbeträge nicht bei den Piraten, sondern bei ihren finanzkräftigen Hintermännern. Diese nützten das Geld zum Teil für kriminelle Machenschaften wie Waffen- und Menschenhandel sowie Finanzierung von Milizen.
    Bei den Piraten verbleibe nur ein winziger Teil, nämlich weniger als 0,1 Prozent, der Lösegelder, heißt es in der Studie. Die Piratenüberfälle am Horn von Afrika hätten 2011 einen Höhepunkt erreicht und seien seitdem zurückgegangen. Die Studie führt das auf verstärkte Militäraktion vor Somalia zurück – darunter auch der EU-Einsatz Atalanta unter Beteiligung der deutschen Marine. Die Angriffe der Piraten in der Region richteten aber nach wie vor beträchtliche Schäden an.

    Frage:
    Stimmt das soweit?
    Gibts da gesicherte oder weiter reichende Informationen?

  3. @Helmut
    Google : somalia pirates

    Check die Überschriften der unzähligen Artikel dazu (13.400.000 Treffer)
    Egal was dich zu dem Thema interessiert, die Antwort ist im Internet.

    Du kannst die Suche verfeinern, in dem du hinter somalia pirates einfach nur einen einzelnen Buchstaben setzt. Beispiel : somalia pirates u

    Bei Google fällt dann der scrollbalken runter und macht dir Vorschläge.

    Wenn du genau was wissen willst, dann musst du ganze (Frage)sätze eingeben.
    Also wo bleibt das Lösegeld ????

    Google : where is the ransom money for pirates

    Für dich habe ich hier die Information über die WUNDERWAFFE, welche die
    britische Kriegsmarine gegen muselmanische Piraten anwendet. Ich denke mal, dass diese Methode auch die Saatkrähen von den Feldern verscheucht. (Tipp falls du etwas anbauen willst, solange die EU Kommissare es noch dulden)

    http://www.theguardian.com/music/2013/oct/29/britney-spears-navy-scare-somali-pirates

  4. Danke, Kaiser, für die Tips
    Wenn man den englischen Satz eingibt, dann kommts tatsächlich brandneu.
    Die Frage aber für mich bleibt, – wie schon zu Beginn:
    Kann man das so glauben?
    Ich bin bis zuletzt auf die offizielle Seite der Weltbank gestoßen, wo auch davon die Rede war.
    Aber die Studie, von der die Rede ist, konnte ich nicht anklicken.
    Man schreibt immer nur:
    The study – carried out by the World Bank, the United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) and INTERPOL –
    Kann das sein, daß man das nicht im Net findet?
    Hätte das gerne gelesen, nicht nur die Interpretationen der Medien.
    Alles, was irgendwie mit Studien erarbeitet und/oder veröfentlicht wird, verfolgt einen bestimmten Zweck.
    Den Zweck hier darin zu suchen: „Na ja, jetzt weiß die Welt halt, wohin das Geld geht..“ – das ist mit zu einfach.
    Werd das Gefühl nicht los, daß da mit Argumentationen wieder begonnen wird, die Weltmeinung zu präparieren um irgendwas auf kleinem Feuer vorzukochen.
    Oder sehe ich Gespenster?

  5. @Helmut
    Eingabe bei Google : unodc interpol studies

    Auf der Trefferseite 1 ganz oben als erstes Ergebnis (weil du ja genau danachgesucht hast) mal auf die Überschrift klicken und dann das pdf Dokument runter laden auf deinen pc und durchlesen. Ich gehe mal davon aus, das ist es was du lesen wolltest.

    Merke : Im Internet ist alles auffindbar. Ich persönlich habe nur EINMAL etwas NICHT gefunden. Da fragte hier jemand (war glaube ich der Kollege @Dieling) nach einem speziellen Video aus Fukushima. So wie er beschrieb was das Thema war, da denke ich mal, es ist eh gelöscht worden.

  6. Dake, Kaiser, hat geklappt. Aber erst nach Deinem Hinweis.
    Der casus cnactus:
    Wenn man den Begriff eingibt, den ich eingegeben habe:
    „The study – carried out by the World Bank, the United Nations Office on Drugs and Crime (UNODC) and INTERPOL“
    dann kommt man zwar an ein PDF mit Namen UNODC. Das ist aber eine Betrachtung über die UNODC, erstellt von der australischen Regierung.
    Ans richtige kommt man da nicht. Deshalb mußte ich passen.

    Aber mit dem Begriff „unodc interpol studies“ kommt man ans richtige PDF.
    Das ist übrigens keine Studie über das Horn von Afrika, wie ich es verstanden habe, sondern eine Gesamtzusammenfassung über die gesamten weltweiten Aktivitäten in der organisierten Kriminalität und Drogenbereich. Dabei wird AUCH auf das Thema Piraterie eingegangen.

    Interessant, diese Studie. Insbesonders die Zahlen, wenn man die dabei bewegten Gelder gegenüberstellt. Dabei ist mit Abstand der größte Faktor der Kokainschmuggel in die USA, dagegen ist die Piraterie am Horn von Afrika höchstens Peanuts.

    Um die Erkenntnis am Schluß gleich vorneweg zu nehmen: Man findet, daß zwar durch bilaterale Conventionen, Interpol, etc. vieles erreicht wurde, man aber noch bedeutend mehr machen müßte, weil sich die Kriminalität globalisiert hat, wie aus der Studie zu erkennen ist.
    Deswegen wird eine Art Weltpolizei angeregt, die gleichsam wie eine Institution der UNO arbeitet.
    O.k. – einerseits schlüssig, – bin aber gespannt, wie die Amis wieder draus einen Pullover für sich stricken…..

    Noch was:
    So gut bin ich im Englischen auch wieder nicht, als daß ich zwischen den Zeilen lessen könnte.
    Der von Dir genannte Bericht im guardian – ist das Ernst gemeint oder eine Persiflage?

  7. @Helmut – http://www.spiegel.de/panorama/leute/britney-spears-musik-soll-piraten-am-horn-von-afrika-abschrecken-a-930536.html

    In Hamburg hat man bereits in den 90er Jahren erfolgreich die Drogensüchtigen aus den U-Bahn Verbindungstunneln vertrieben mit Dauerberieselung klassischer Musik. Ich denke mal, dass man in Guantanamo auch Musik einsetzt. Spätestens nach 3 Wochen rund um die Uhr Beschallung
    mit diesem Titel….

    http://www.youtube.com/watch?v=6YIfAONJVFw

    gesteht auch der härteste Al Quaida Terrorist ALLES !

  8. @Helmut – Nachtrag :
    Ich denke mal der Abschreckungseffekt ist hier eher so, dass die Piraten erkennen, dass da ein KRIEGSSCHIFF ist. Spricht sich dann wohl rum bei den
    Piraten, dass man, wenn man den Song von Britney hört, bereits in Schussweite
    der leichten Bordkanonen vom System Gatling ist, und gegebenenfalls wenig später oben bei den 72 Jungfrauen im Paradies.

    http://www.royalnavy.mod.uk/Operations/Maritime-Security/Counter-Piracy

  9. Kaiser:
    Wie Menschen doch verschieden sein können:
    „In Hamburg hat man bereits in den 90er Jahren erfolgreich die Drogensüchtigen aus den U-Bahn Verbindungstunneln vertrieben mit Dauerberieselung klassischer Musik.“
    Das wäre bei mir grade umgekehrt. Da würde ich in ein weiteres Delirium kommen.
    Als ich in früheren Jahren mit meiner Frau längere Autofahrten bewältigen mußte, hat sie manchmal am Beifahrersitz geschlafen und ich bin gefahren. Damit ich sie nicht störe, habe ich mir „meine Musik“ über Kopfhörer reingezogen. Volle Pulle, manchmal. Hauptsache Klassik.
    Bei manchen Komponisten, vor allem Beethoven, habe ich gemerkt, daß mich das regelrecht aufreizt.
    Meine Frau sagte bei so einer Gelegenheit mal, – was mit mir los sei, so einen aggresiven und den Gegebenheiten nicht angepaßten Fahrstil kenne sie bei mir nicht. Ich selbst habs gar nicht bemerkt, daß ich immer schneller wurde und ausgesprochen riskant fuhr.
    Kann mir vorstellen, daß ich in den U-Bahn-Tunnels als Drogensüchtiger da noch mehr Speed bekäme.
    Habs aber noch nicht ausprobiert….

  10. so ganz falsch sind die Sanktionen gegen den Iran wohl nicht,siehe KenFM ,bitte eure Meinung zu dem Video mit Holger Stohm

  11. boykott729
    was ist denn verkehrt mit irans aussenpolitik? bedrohen oder bombardieren sie irgendwen?

    phönix
    ken fm nervt mich grade total mit seinem liebling edward snowden. wenn er damit aufhört schau ich wieder rein.

  12. @Alesi – Zu Ken FM bin ich einmal verlinkt worden (wohl von hier aus)
    Das eine Mal hat mir dann auch gelangt, ich möchte das nicht im Detail erläutern, was ich davon halte. Ebenso bin ich weiterhin erstaunt über das was kritische deutsche Websites so neuerdings alles ablassen, um -Klicks- zu generieren.

    Zu Snowden verkennt der deutsche Otto Normalo die juristische Lage.

    Snowden hat eine Straftat begangen, die sowohl in den USA als auch in Deutschland eine Straftat ist.

    Aus dem Grund wird er mit einem Internationalen Haftbefehl gesucht.

    Snowden ist nicht politisch verfolgt. Er hat ohne Not und ohne verfolgt zu werden in den USA gelebt.

    Zwischen den USA und Deutschland bestehen Abkommen über Auslieferung gesuchter Straftäter

    Das was er bisher publik machte, das ist nur neu für leute, welche sich mit dem Thema Spionage noch nie echt vertraut gemacht haben früher.

    Die Abhöraktionen der Amerikaner in D sind völlig legal, das ist alles
    vertraglich / gesetzlich geregelt. Uralte Abmachungen, man findet das bei Suche sicher (Fernmeldegesetz) und seit 9/11 wurde das alles noch erweitert und von der Reichskaspertruppe in Berlin abgenickt.

    Snowden hat in Russland befristetes Asyl. Verlässt er Russland, erlischt
    das sofort. Er könnte eine Russin heiraten und russischer Staatsbürger werden.

    Warum nun alle wollen, dass er in D Asyl bekommt, das ist mir unklar. Deutschland sind kein souveräner Staat, sondern ist weiterhin von den Alliierten (Amis) besetzt. Ob Snowden überhaupt Asyl in Deutschland haben
    wollte sofern es denn ginge, also davon habe ich noch nichts gelesen. Hat ihn schon mal jemand gefragt?? So naiv kann er doch nicht sein, dass er meint er wäre dort sicher. Sicher ist er nur in Russland oder China.

    Die Meldung über das Abhorchen des Handy von A. Merkel ist in den US Zeitungen nicht mal einen Mini-Artikel wert. Die lachen sich doch schlapp über die Oma im Hosenanzug. Und wer weiß, was die Amis über die FDJ-Erika und den Bundesgauckler so alles wissen?

    Schlimmer wäre es für Frau Merkel, wenn der Mossad ihr Handy AUSTAUSCHT.
    Dann klingelt es, sie hält das Ding ans Ohr, es knallt und sie hat keinen Kopf mehr auf dem Hals. Die Nummer hat ja schon mal funktioniert!

  13. @Bürgender – Der Hype um den Volkshelden ist ja geradezu groteskt. Wenn sich Leute die sich mit Internet auskennen NUN ERST aufwachen, dann frage ich mich, wie alt die sind. Was die NSA macht und was ihre Aufgaben sind und früher waren, das war bekannt.
    Hier so eine Artikel aus deinem NET NEWS EXPRESS (Link)

    https://netzpolitik.org/2013/geheimer-krieg-interaktive-landkarte-zu-geheimdienstlichen-aktivitaeten-der-usa-in-deutschland/

    Ich komme aus dem Grinsen gar nicht mehr heraus. Auch damals beim großen
    Volkshelden CHE GUEVARA wussten die Bejubler nicht, wer oder was dieser Bursche wirklich war.

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