Inseln im Südchinesischen Meer: USA drohen China mit "harten Folgen"


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China plant die Errichtung weiterer künstlicher Inseln im Südchinesischen Meer. Die Vereinigten Staaten haben jedoch mit harten Konsequenzen gedroht, sollte dies in die Tat umgesetzt werden.

Mapspratly“ by Yuje at English Wikipedia – CIA. Licensed under Public Domain via Wikimedia Commons.

China möchte weitere künstliche Inseln im Südchinesischen Meer errichten. Die Vereinigten Staaten haben jedoch „harte und schwere Folgen“ angekündigt, sollte der Plan umgesetzt werden. „Natürlich suchen wir auch nach weiteren Optionen, für den Fall dass Überzeugungsarbeit und Diplomatie nicht funktionieren“, so Daniel Russel, US Assistant Secretary Of State für Ostasien.

US-Außenminister John Kerry sagte am Wochenende während eines Besuchs in Chinas Hauptstadt Peking, dass die geplanten Bauprojekte negative Folgen für die Stabilität in der Region und die Beziehungen zu Washington nach sich ziehen könnten. Die Vereinigten Staaten wollen Flugzeuge und Marineschiffe in die Nähe der umstrittenen Inseln entsenden.

China äußerte Empörung über den Vorstoß der USA. „Wir sind sehr besorgt aufgrund der einschlägigen Bemerkungen der Amerikaner“, sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums am Mittwoch. „Die Freiheit der Schifffahrt bedeutet nicht, dass Kriegsschiffe oder Flugzeuge eines anderen Landes vorsätzlich in die Hoheitsgewässer oder den Luftraum eines anderen Landes eindringen dürfen“, sagte sie.

Peking plant den Bau von Inseln mit einer Fläche von 800 Hektar bei den Spratly-Inseln, einem Archipel bestehend aus mehr als hundert Inseln, Riffen und Atollen zwischen Vietnam und den Philippinen. Taiwan, Vietnam, Brunei, Malaysia, die Philippinen und China erheben kompletten oder teilweisen Anspruch auf die Inselgruppe. Die umstrittenen Gebieten sollen reich an Öl und Gas sein.

China beschuldigt die Vereinigten Staaten der Einmischung in regionale Angelegenheiten und des bewussten Schürens von Spannungen im Südchinesischen Meer.

Quelle:



13 Kommentare

  1. Es ist doch erfreulich, dass die Chinesen und die Russen vor den USA nicht so buckeln wie die Europäer. Was immer ein anderes Land macht, die USA haben das Bedürfnis sich einzumischen und zu drohen. Die wissen noch gar nicht, dass ihre „Weltherrschaft“ längst am bröckeln ist und die kriminelle Kriegstreiberei seinem Ende entgegensieht.

  2. Ich halte die Reaktion der USA für einen Fehler und hängt wahrscheinlich mit den sonstigen Dummheiten des Obama zusammen.
    Denn ausgerechnet vor der Haustür Chinas weiterhin den Weltpolizisten spielen zu wollen, kommt in Peking nicht gut an. Auf Dauer wird das nicht funktionieren.

  3. Was soll das? Die Chinesen können in ihrer Region doch bauen was sie wollen. Wenn diese USA so weitermachen haben wir sehr schnell den 3WK . Das könnte wol die letzte Untat der USA sein. Dann wird es richtig heiß !?

  4. „Die Chinesen können in ihrer Region doch bauen was sie wollen“. Ja, das dürfen sie auch, aber wie sie schreiben, in IHRER Region. Die internationalen Regeln geben jedem Land eine 200 Meilen Meereszone welche ihr Hoheitsgebiet ist. Die Spratly Inseln liegen aber in einem Dreieck der Hoheitsgebiete von den Philippinen, Indonesien und Brunei. Auuserdem stellen die Chinesen Ansprüche auf ganz Taiwan, sowie einige Inseln in den Japanischen und Vietnamesichen Gewässern. Nur weil es South China Sea heisst will noch lange nicht sagen dass da alles Chinesisch ist, oder ????

  5. Die USA haben gegen China und Indien keine Chance in 6-7 Jahren auch gegen Brasilien nicht.
    Die EU wird es bald nicht mehr geben.

    M

  6. Was mischen sich denn da die Amis wieder ein?? Geht sie einen Dreck an, sollen sich um ihre Problme kümmern! Die „Anreiner“ werden sich schon untereinander einigen, ganz ohne die Amis!

  7. China hat die Unabhängigkeit Taiwans vom Festland nie anerkannt.
    Insofern müssen dass die Chinesen unter sich ausmachen.
    Das geht die Welt und insbesondere die USA nichts an.

  8. Es gibt eine neue mathematische Gleichung in der Politik. GOTT ist gleich USA. Wir haben es nur noch nicht kapiert. Da gehen Menschen täglich in die Kirche oder in einen Tempel und beten, und wissen nicht, daß Gott im weißen Haus residiert.

  9. Die Amis mischen sich dort ein für 2 Gründe. Erstens sind sie Verbündete der Philippinen und Japan, und der Philippinische Präsident Aquino hat sie darum gebeten, dann gibt es dort Öl und Gas, die Spratly Inseln liegen an der Randzone der Philippinischen Öl und Gasfelder an der Westbank von Palawan. Diese Felder werden von amerikanischen Konzernen ausgebeutet. Ob die Amis nun den Chineses oder anderen unterlegen sein werden oder sind, sei dahingestellt, lasst euch aber nicht blenden, denn die Technologien in Kampf und Kriegsmaterial welche beide Seiten besitzen sind uns nur teilweise bekannt, man zeigt uns nur das was man sehen soll oder was man nicht verstecken kann.

  10. Irgendwann wird man sich zusammentun und diese amerikanischen Arschgeigen mit jüd.Glauben vollständig vernichten.

  11. Der Weltbrandstifter Nummer 1 zündelt wieder!

    In der gegend haben sie ja schon mal einen „Zwischenfall“ konstruiert, im Golf von Tonking, um einen ihrer Raubüberfälle zu rechtfertigen.
    Damals gegen das halbmittelalterliche Bauernvolk der Vietnamesen.
    Und die haben sie bekanntlich rausgeworfen.
    China ist KEIN Staat von Reisbauern und Wasserbüffelzüchtern, hat Kernwaffen und moderne konventionelle Waffen.
    Wie es wohl ausgehen wird, wenn sie sich mal ausnahmsweise einen gleichwertigen Gegner aussuchen, der NICHT schon durch einen jahrelangen Krieg geschwächt ist, wie Deutschland 1917 und 1941, wenn sie nicht mal einen Haufen Bauern mit Waffen aus dem Kriegsmuseum schlagen können?

  12. @ Florian,
    ich widerspreche Dir nur ungern, weil ich Dich mag.
    Aber eines sollte dabeim Vietnamkrieg nicht außer Acht gelassen werden: Die Sowjets, aber auch die Chinesen unterstützten die promarxistische nordvietnamesische Regierung in Richtung Süden.
    Die USA haben daher zu keinem Zeitpunkt Vietnam bekämpft, sondern die Ausbreitung des Marxismus einzudämmen versucht.
    Ich sage das hier bewusst „provozierend“ denn ich habe gestern in einem anderen Forum lang und breit dargelegt, dass Hitler zu keinem Zeitpunkt Krieg gegen Griechenland oder gar Kreta geführt hat, sondern ausschließlich gegen britischer Truppen auf griechischem Boden.
    Was da gilt, muss auch hier gelten.

  13. die beiden Hegemonialmächte versuchen beide rücksichtslos ihre Interessen durchzusetzen. Ich schließe mich da Shamael an, wenn man die tatsächliche geographische Lage betrachtet, sieht man, dass die kleineren genannten Staaten deutlich näher sind. Die Philippinen, die ja mit den USA nicht wirklich gute Erfahrungen gemacht haben nach dem spanisch-amerikanischen Krieg, scheinen sich nichtsdestotrotz in dieser Angelegenheit so von den Chinesen provoziert zu fühlen, dass man die ehemals größte US Airbase vor Kurzem wieder in Betrieb genommen hat.
    Während Vietnam, Malaysia und die Philippinen in diesem Konflikt in erster Linie ihre aus eigener Sicht Rechte wahrnehmen wollen, scheint Taiwan möglicherweise gemeinsame Interessen mit China zu haben http://www.gegenfrage.com/taiwan-philippinen-konflikt-im-suedchinesischen-meer/

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