Haiti: UN-Blauhelme missbrauchten Hunderte Frauen und Kinder


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Entgegen der Vorschriften haben in Haiti stationierte UN-Blauhelme in über 200 Fällen Medikamente und andere Waren gegen Sex herausgegeben. Unter den Betroffenen waren auch viele Minderjährige, wie ein neuer Bericht zeigt.

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Bild: UN-Blauhelme, Autor: PV2 Andrew W. McGalliard, Lizenz: Gemeinfrei

In Haiti sind seit 2004 ca. 7000 UN-Friedenstruppen im Einsatz. Nun wird noch in diesem Monat ein Bericht des UN-Amts für Interne Aufsichtsdienste (AIAD) erscheinen, der AP vorliegt und harte Kritik an den Blauhelmen übt.

So sollen die Einsatzkräfte Nahrung und Medizin in mindestens 231 Fällen gegen sexuelle Dienstleistungen eingetauscht haben, darunter waren dem Bericht folgend mindestens ein Drittel der Betroffenen minderjährige Mädchen unter 18 Jahren. Weiter wird vermutet, dass zahlreiche weitere Fälle nicht erfasst wurden. Leider geht aus dem Bericht nicht hervor, in welchem Zeitraum dies stattfand.

Gegen Sex angeboten wurden Nahrung, Schutz, Babypflegeartikel, Medikamente und Haushaltsgegenstände, aber auch Schuhe, Handys, Laptops, Parfüm oder Geld, so der Bericht. Die Vereinten Nationen untersagen allen Mitarbeitern ausdrücklich den „Austausch von Geld, Arbeit, Waren oder Dienstleistungen für Sex“.

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