Griechen-Pleite würde Derivate für 26 Billionen sprengen


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Die neue Regierung Griechenlands drohte zuletzt damit, sich von den Gläubigern kein Geld mehr zu leihen und pleite zu gehen. Ein „Grexit“ würde eine Kettenreaktion auslösen und letztendlich Währungsderivate in Höhe von 26 Billionen Euro sprengen.

Fiat Money
Bild: Gegenfrage.com

Dieter Nuhr stellte auf seiner Facebook-Seite kürzlich wahrscheinlich genau die richtige Frage: „Hab ich das richtig verstanden? Die griechische Regierung droht den Europäern damit, kein Geld mehr bei Ihnen zu leihen?“ Denn leihen sie sich kein Geld mehr, folgt der Staatsbankrott.

Und dies löst eine Kettenreaktion aus, die am Ende Währungsderivate in Höhe von 26 Billionen Dollar in die Luft sprengt. Jedenfalls kommt man auf diese Zahl, wenn man den Zahlen der Basler Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) glauben schenkt.

Verlasse Griechenland die Eurozone, drohe das „finanzielle Armageddon“, schreibt der Economic Collapse Blog. In der Folge werde die Eurozone auseinanderbrechen (Spanien, Italien, Portugal & Co. dürften dann wohl rasch folgen) und damit zusammenhängende Derivate für Billionen Dollars würden platzen, zitiert Natural News.

Wie viele Derivate hängen vom Fortbestehen des Euro ab? Es gehe um insgesamt 26 Billionen Dollar. Um dies in Perspektive zu bringen: Die gesamte Staatsverschuldung der USA beläuft sich auf 18 Billionen Dollar, alle Derivate der Welt auf insgesamt mehr als 700 Billionen Dollar.

Wir sprechen also beim sogenannten Grexit wahrscheinlich nicht nur über einen „kleinen Punkt im Universum“ (Zitat Welt Online).

21 Kommentare

  1. Na und, diese Billionen sind doch nur auf dem PC – ohne wirklichen wirtschaftlichen Hintergrund. Aufgeblähte Zahlenkolonnen und nichts weiteres.

    Was passiert denn, wenn diese irren Zahlenkolonnen gestrichen werden? Im Osten wird weiterhin die Sonne aufgehen, das Gras wächst weiter, die Kühe blasen ihren Ozon in die Luft….

    Dieses Bankensystem ist ein Erpressersystem, um alle zu zwingen, weiterhin im Hamsterrad zu trampeln. Und, damit dem Hamster nicht die LUft ausgeht, darf die Glotze weiterhin schön für Verblödung sorgen. Sollten die Völker wach werden, dann wird ein Krieg angezettelt, und die Hamster dürften sich gegenseitig erschießen – im Namen der Wertegesellschaft und Demokratie.

    Na, denn erschießt euch mal schön, ich wanderde lieber aus…

  2. Mit so einer genialen Verhandlungsposition frage ich mich, wie denn diese griechischen Regierungsleute so erpreßt wurden, um sich weiter erpressen zu lassen.

  3. Das ist richtig, das ist Insolvenzverschleppung.

    Da taucht natürlich die nächste Frage auf, warum versucht einer denn zu verschleppen und dadurch Zeit zu gewinnen? Richtig, um seine Schäflein ins trockene zu bringen bevor es zusammenbricht. Also was passiert derzeit im Hintergund?

    Staatspleiten, folgt meist eine neue Währung. Damit fangen alle wieder bei Null an.

    Wirklich alle?

    Nun, diejenigen, die die Zeit der Verschleppung nutzten, um in reale Werte zu gehen nicht, denn diese realen Werte kann man in jegliche neue Währung beleihen und hat für den Neustart einen immensen Vorteil.

    Um also wirklich einen gerechten Reset zu machen, müßten man auch auf eine Land- und Wertereform bestehen.

    Schönen Gruß aus Bremen

  4. also wirklich leute, lernt mal bitte was derivate sind! die 26 billionen sind nur irgendwelche bedeutungslosen nommalwerte, die nur eine berechnungsgrundlage bilden. wie hoch das tatsächliche risiko ist kann keiner sagen, aber der wert liegt wahrscheinlich um grössenordnungen darunter. vergleiche mit der weltwirtschaftsleistung sind auf jeden fall unangebracht.

  5. Der Betrag von nur 24 Billionen scheint richtig zu sein, denn aktuell laufen 638 Billionen Dollar an Finanzderivaten weltweit um.
    Das ist es übrigens, was Soros vor etwa 15 Jahren in einem seiner Bücher mit „finanzieller Massenvernichtungsmittel“ meinte.

    Wobei diese 638 Billioen der nominelle Betrag sind, also wenn man so will, der Vertragswert der Finanzkontrakte.

    Besserwisser brauchen wir nicht, denn die Welt ist voll davon.

  6. Derivate sind bekanntlich Wetten.Und Wetten haben ein eindeutiges Erkennungsmerkmal: Es gibt einen Gewinner und einen Verlierer.Geld oder Wert wird weder erzeugt noch vernichtet sondern wechselt bloß die Hände.
    Die Bänkster haben jedoch nicht mit vorhandenem Geld ,daß sie auch noch besitzen müßten gewettet ,sondern mit Summen,die sie nicht haben und im Falle des Wettverlustes auch dem Gewinner nicht zahlen können.Sie müssen pleite gehen.Deshalb „Bankenrettung“
    Wer der geheimnisvolle Gewinner all der Wetten ist,wird streng unter Verschluß gehalten.Wir müssen vermuten ,daß es die geheime „Elite“-Schwerstverbrecherbande ist,die als NWO bezeichnet wird.Bereits 2008 hat sie Billionensummen über die sog. Bankenrettung abkassiert und die Politmarionetten haben fleissig geholfen.Die Politmarionetten haben sicher keinen extrem hohen IQ ,aber genug Verstand,daß sie wissen was sie tun.
    Wie heißt es :“Sage mir mit wem Du umgehst und ich sage Dir wer Du bist !“

  7. 26 Billionen € ? Eine bedenkliche, unfassbare Summe. Aber das ist die Erklärung, warum die europäischen Länder (Steuerzahler)weiter zahlen müssen, denn diese Kreditausfallshaftungen werden fällig, wenn Griechenland seine Kredite nicht mehr bezahlt. Diese wurden aber zum weitaus überwiegenden Teil von den 5 größten amerikanischen Banken ausgestellt und diese müssten dann zahlen Dann müssen wir nicht mehr nachdenken. Unsere „Freunde“ in den USA müssen gerettet werden ! Und wenn die das den Eurokraten anschaffen, dann muss es auch gemacht werden. Wir hätten dann mit der Ukraine, Syrien, IS, Terroristen, NSA, Irak. Islamisten. Asylwerber usw. keine Probleme mehr, denn dann haben die andere Sorgen. Hoffentlich geschieht endlich einmal etwas. Besser eine falsche als keine Entscheidung !

  8. „Derivate“ sind Seifenblasen.
    Die implodieren einfach.
    Schaden für die Realwirtschaft: Null!
    Schaden für die Zocker und Betrüger: Ihr Problem!

    Dieses System ist nicht reformierbar.
    Weg damit!

  9. Dann sollen sich die Derivate halt in heiße Luft auflösen – who cares?
    Wieso sollen wir Steuerzahler dafür haftbar gemacht werden? Wer das Risiko eingeht, sollte es auch tragen müssen!

    Aber da diese EU von gewissen Leuten politisch gewollt ist, werden sie daran festhalten – egal wie dilletantisch das Ganze ausgeführt wurde!

    Lieber ein Ende mit Schrecken, als einen Schrecken ohne Ende! Betrachte ich die heutige Abstimmung im Bundestag, kann ich nur eines denken: Volkszertreter!
    Wer nach Fraktionszwang abstimmt und nicht nach seinem Gewissen, den sollte man auf keinen Fall nochmal wählen! Wer zu dumm ist, die Brisanz dieser Eurokrise zu erkennen, hat mE im BT auch nichts verloren!

    War beim ESM schon das gleiche Trauerspiel! Die Bevölkerung murrt und unternimmt nichts und unsere „repräsentative Demokratie“ versagt am laufenden Meter. Die Politiker sind nur am eigenen Wohlergehen interessiert und an ihren geo- und machtpolitischen Spielchen!

    Es ist nur noch widerlich!

  10. Wenn man bedenkt dass Banken ihre Derivate mit Eigenkapital unterlegen wird dieses nach dem Platzen dieser Blase vernichtet. Nur zu dumm dass dieses Eigenkapital aus Kundeneinlagen besteht. Daher reichen die Kundengelder nur für einen Bruchteil der ausstehenden Summen.

    Ich gehe davon aus dass alle Kundengelder wie z.B.Sparbücher, LV`s oder Pensionsversicherungen betroffen sind.

    Den Menschen muss klar sein dass die angelegten Gelder verloren sind.
    Unsere Einlagen bei der Bank und bei den Versicherungen sind ja auch nur Zahlen auf dem PC…..

  11. @ Toni

    Da nur etwa 10 % aller verfügbaren Mittel der Banken aus Kundeneinlagen bestehen, können auch nur 10 % der Finanzkontrakte aus Kundeneinlagen bestehen. Im Grunde ist es noch anders. Denn es gibt viele Privatleute, die auf den fahrenden Zug aufspringen.
    Als die US Regierung verkündete, man wolle einen niedrigeren Ölpreis um Russland zu schaden, sind sicherlich viele Privatleute aufgesprungen und haben Optionsscheine auf den fallenden Ölpreis gekauft- mit eigenen Ersparnissen.

  12. @ Kuno

    Ich halte 10% für sehr ambitioniert. Aber der springende Punkt ist dass die Kundeneinlagen ja nicht 1 zu 1 investiert werden – sondern die sind gehebelt. Sollten nur wenige Prozente der Derivate fällig werden ist alles an „Geld“ aufgebraucht und die Banken wären pleite. Ebenso denke ich nur wenige Private handeln Optionsscheine.

    Ein gutes Beispiel gibt uns hier die Deutsch Bank.

    Eigenkapital in etwa 55 Mrd Euro.
    Bilanzsumme 1600 Mrd Euro.
    Derivate Volumen 55000 Mrd Euro.

    Die tatsächliche Eigenkapitalquote liegt im Promillebereich…
    Bedenken wir noch was so alles „over the counter“ gehandelt wird gehts nochmals in andere Dimensionen.

  13. @ Toni

    Nur ein Beispiel: Ich habe meine Aktien mit Optionsscheinen abgesichert.
    Fällt der Dax nicht, verfallen die Scheine (Derivate) am Verfalltag vollständig. Gehebelt sind in etwa der zehnfache Betrag, aber verlieren kann ich immer nur den eingesetzten Optionsscheinpreis.
    Das von Dir aufgeführte Derivatevolumen der Deutschen Bank von 55 Billionen, die ich jetzt nicht nachprüfen kann, wird so ähnlich liegen, d.h. die Bank verliert maximal den Preis der Derivate und nicht den insgesamt gehebelten Betrag.
    Und dann: Die oben von mir genannten 10 % Eigenkapital der Banken sind offizielle Zahlen der Bundesbank, die allerdings etwa 12 Jahre alt sind, und nicht etwa meine Zahlen. Diese kann man auch in jedem besseren Buch des Finanzwesens nachlesen.

  14. Obiges Video ist gut und richtig und wiederholt gleichzeitig das, was die Mehrheit der Ökonomen seit mindestens 12 Jahren sagen.

    Es ist nämlich die Unwahrheit, wenn heute von Funk und Fernsehen behauptet wird, die „Wirtschaftsexperten“ seien überwiegend für den Erhalt des Euro.
    Von der Anzahl aller, auch der selbsternannten Fachleute her, mag das sogar stimmen. Gewichtet man aber nach der Qualität, so hat schon vor Einführung des Euro die überzeugende Mehrheit der Nobelpreisträger für Ökonomie dem Euro kein dauerhaftes Leben vorausgesagt.
    Und das kann heute von Merkel und Co. nicht weggeleugnet werden.

  15. Na dann , ziehen wir uns schon mal warm an.
    26 Billionen, das muß man sich mal vorstellen.
    Jedes Land der EU , jede Regierung , hat die Banken und die Finanzmafia gewähren lassen. Auch selber haben sie kräftig mitgemischt.
    Mögen sie einen Denkzettel bekommen, der ihnen die Sprache verschlägt.
    Unsere Kinder werden diese Zeche noch bezahlen, für dieses „SAUS und BRAUS “ leben, das sich die jetzige Generation skrupellos gegönnt hat.
    Diese jetzige Generation wird allerdings im Alter dafür bezahlen, mit Ausnahme der ganz Reichen, die davon hauptsächlich profitiert haben.
    Die notwendigen Gelder werden nicht mehr da sein, um alles zu finanzieren, was die Altenheime kosten.

  16. @toni
    die wirklich großen Player müssen ihre gehaltenen
    Derivate-Positionen nicht mit Eigenmitteln unterlegen. Sie
    scheinen bei Ihnen sozusagen in der Bilanz gar nicht auf.
    Diese Positionen werden durch die sogenannten SPV´s (=Schattenbanken)gehalten. Diese Spezial Purpose Vehikels sind Tochtergesellschaften, Hedge Fonds in den gechützen Staaten (Jersey, Guernsey, etc.)z.Bsp.soll die Deutsche
    Bank AG angeblich deren 80 Stück innehaben).
    mfg ninotaurus

  17. Mir stehen die Haare zu Berge, wenn Leute hier schreiben, diese 26 Billionen, die gibt es ja gar nicht, denn es ist ja alles nur im Computer. Das ist absoluter Schwachsinn und zeigt nur, dass sie es nicht verstehen, was hier läuft. Es ist richtig, dass die CDS Kreditausfallversicherungen sind und die meistens einen wesentlich höheren Wert versichern, als die Kreditsumme ausmacht. Nur, und jetzt kommt es, wenn diese Papiere fällig werden, durch die Pleite von Griechenland, dann werden die Besitzer dieser Papiere sehr wohl diese Summe verlangen von der Bank, wo sie diese CDS abgeschlossen haben. Da aber die Banken diese Summen nicht haben, würde es zu einem weltweitem Groß-Banken sterben kommen, was die Politiker dann nicht mehr in Ordnung bringen können. Davor haben die Politiker Angst, denn dann geht es auch ihnen an den Kragen. Wenn man Gesetze macht, dass solche verbrecherischen Aktivitäten gesetzt werden können, müssen sie mit allen Eventualitäten rechnen. Was wir auch nicht außer Acht lassen dürfen – sie J.F.Kennedy – wie schnell es auch mit den griechischen Politiker gehen kann.
    J.C.Junker hat heute im Radio noch gesagt, dass Griechenland auf keinen Fall aus dem EURO raus darf. Das heißt auf gut deutsch, die EU wird (im besonderen Deutschland) wieder bezahlen. Das Problem ist nur für die EU, wie sie das den Staatsbürgern beibringen soll.

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