"Grexit": Griechen plündern Bankkonten


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Laut Daten der griechischen Zentralbank haben die Bankkunden des Landes seit Ende Dezember ihre Konten um etwa 25 Milliarden Euro erleichtert. Ein US-Magazin erinnert an die Situation in Zypern vor etwa zwei Jahren und prognostiziert ein mögliches Vorgehen gegen Bargeld.

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Die griechische Flagge, Bild: Wikipedia

Aus Angst vor einem „Grexit“ – einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone, heben griechische Sparer ihre Guthaben von ihren Bankkonten ab.

CNBC meldet einen Run auf die Banken „inmitten eines dramatischen Showdowns in Brüssel“ zwischen der neuen griechischen Regierung und europäischen Gläubigern. Laut Daten von Griechenlands Zentralbank und der EZB wurden seit Ende Dezember rund 25 Milliarden Euro aus dem griechischen Finanzsektor abgezogen, davon rund 900 Millionen Euro am Tag der Gespräche in Brüssel. Erreichen die Abflüsse 1 Milliarde Euro pro Tag, können Kapitalverkehrskontrollen verhängt werden, wie die griechische Tageszeitung Estia meldet.

Wie ABC News berichtet, könnte im Falle weiterer Kapitalabflüsse durch Bankkunden durch den Gesetzgeber gegen Bargeld generell vorgegangen werden. Das Magazin erinnert an die Vorgänge in Zypern vor rund zwei Jahren, als die bankrotte Regierung einfach Guthaben von den Konten ihrer Bürger abbuchte. Die Bankkunden selbst konnten hingegen nur maximal 300 Euro pro Tag abheben, Überweisungen ins Ausland wurden streng kontrolliert. Es dauerte etwa zwei Jahre, bis alle Einschränkungen aufgehoben wurden.