US-Geheimkriege:
USA schickten heimlich Special Forces in den Jemen


Jemen/Militär/Saudi-Arabien/USA

Die USA haben unter Ausschluss der Öffentlichkeit ein Sonderkommando der US Army an die Grenze zwischen Saudi-Arabien und Jemen entsandt, schreibt die New York Times.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Green Berets Saudi-Arabien Jemen
Green Berets Saudi-Arabien Jemen, Bild: Gegenfrage.com

Seit Jahren versucht das amerikanische Militär, sich von einem brutalen Bürgerkrieg im Jemen zu distanzieren. Dort kämpfen saudische Truppen gegen die Houthis. Diese stellen zwar keinerlei Bedrohung für die Vereinigten Staaten dar, dennoch hat Washington Ende des vergangenen Jahres einige Special Forces der US Army auf den Kriegsschauplatz entsandt.

Es handle sich bei der Stationierung der Green Berets-Einheit an Saudi-Arabiens Grenze zum Jemen um eine „anhaltende Eskalation der amerikanischen Geheimkriege“, schreibt die New York Times.

Praktisch ohne öffentliche Diskussion helfen die Armeekommandos dabei, Verstecke von ballistischen Raketen und Startplätzen zu lokalisieren und zu zerstören, welche die Houthis im Jemen benutzen, um sich gegen Saudi-Arabien zu verteidigen.

Einzelheiten der Green Beret-Operation blieben bislang geheim. Die New York Times kam jedoch über Kontakte zu amerikanischen Beamten und europäischen Diplomaten an einige Informationen.

Und diese scheinen den Erklärungen des Pentagon zu widersprechen, dass die amerikanische Militärhilfe sich auf die Betankung von Flugzeugen, die Logistik und den Austausch zwischen Geheimdiensten beschränkt.

Eskalation der westlichen Hilfe

„Die amerikanischen Bodentruppen an die Grenze zu schicken, ist eine deutliche Eskalation der westlichen Hilfe, um Houthi-Kämpfer, die tief im Jemen sind, anzugreifen“, so die New York Times weiter.

Mastering

Die Green Berets wurden im Dezember an der Grenze eingesetzt, wenige Wochen nachdem eine ballistische Rakete aus dem Jemen in der Nähe von Riad , der saudischen Hauptstadt, einschlug. Das saudische Militär gab, es habe die Rakete über dem internationalen Flughafen der Stadt abgefangen – eine Behauptung, die nach einer Analyse von Fotos und Videos in Zweifel gezogen wurde.

Danach soll Prinz Mohammed bin Salman die USA darum gebeten haben, Truppen zu entsenden. Das amerikanische Kommandos trainiert nun die saudischen Bodentruppen und arbeitet eng mit amerikanischen Geheimdienstanalysten in Najran zusammen, einer Stadt im Süden Saudi-Arabiens, die wiederholt mit Raketen angegriffen wurde, um Houthi-Raketen in Jemen zu lokalisieren.

Entlang der Grenze arbeiten die Amerikaner mit Überwachungsflugzeugen, die elektronische Signale sammeln, um Houthi-Stützpunkte ausfindig zu machen.

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newyorktimes

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