In Gold gerechnet: Rubel erholt sich, Euro schmiert ab


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In Gold gerechnet hat der Rubel sich in diesem Monat kräftig erholt und ist fast wieder auf dem Niveau vom Jahresbeginn. Sehr stark an Wert verloren haben Euro und Rohöl, DAX und Silber konnten hingegen kräftig zulegen.

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Vorweg: Die Basis der Berechnungen in diesem Artikel ist Gold, nicht wie sonst üblich Euro oder Dollar. Da Gold den Menschen seit Jahrtausenden als Zahlungsmittel dient und über sehr lange Perioden enorm kaufkraftstabil war, ist es aus Sicht des Autors viel interessanter und aussagekräftiger, Assets und Währungen in Gold zu bemessen, als in von Millionären im Wert bestimmten Recheneinheiten.

Betrachtet man die Entwicklung der wichtigsten Währungen der Welt, blieb der Rubel trotz der Wirtschaftssanktionen gegen Russland weitgehend stabil und verlor auf Jahressicht nur -1,4 Prozent. Ganz anders der Euro: Die Gemeinschaftswährung verlor seit Jahresbeginn satte -9,8 Prozent und ist damit die schwächste der wichtigen Währungen. Im gleichen Zeitraum legte der Dollar um 1 Prozent zu, der chinesische Yuan um 1,5 Prozent und der Schweizer Franken sogar um 3,7 Prozent.



Der DAX stieg seit Jahresbeginn um kräftige 11 Prozent, allein im März um 4,9 Prozent. Beim Dow Jones ging es etwas ruhiger zu, dieser legte seit Jahresbeginn um 1,9 Prozent zu. Als Verlierer geht Öl aus diesem Vergleich hervor, satte -23,7 Prozent verlor Brent seit Jahresbeginn gegenüber Gold, allein -8,4 Prozent im März.

Silber hat sich gegenüber Gold ebenfalls verteuert und konnte seit Jahresbeginn um 5,3 Prozent zulegen. Bemerkenswert ist, dass Silber heute fast den selben Preis wie bei der Einführung des Euro am 01. Januar 2002 hat, mit 0,44 Gramm je Unze hat sich Silber seither nur um 3 Prozent verteuert und ist damit die einzige Anlage, die überhaupt seither verteuert hat.

Zum Vergleich: Der Dollar hat seither -71,1 Prozent an Wert verloren, der Euro -64,9 Prozent und selbst der stabile Schweizer Franken hat -50,4 Prozent eingebüßt. Etwas besser als die genannten Währungen stehen über diesen Zeitraum die Aktienindize da: Seit 2002 verlor der Dow Jones Index -48,2 Prozent, der DAX -17,8 Prozent.

18 Kommentare

  1. Tut mir leid, da sehe ich ein Defizit an Logik.
    Ich kann ja soweit folgen, dass man ab einem willkürlichen Zeitpunkt die Entwicklung von Währungen und Waren in Gold bemessen kann, vielleicht sogar sollte.
    Aber da seit 2007 der Goldpreis gegenüber dem Dollar, der damals bei rund 800 Dollar/ Unze stand, im Rahmen einer Blase bis auf runde 1.800 Dollar/ Unze stieg und dann in einem Salamicrash nach unten ging, auf heute unter 1.200 Dollar, kann man m.E. eine solche volatile und zu Blasen neigende Einheit wie Gold nicht unbesehen als Basis nehmen.
    Zumal es so etwas wie einen Dollarpreis nicht gibt. Solange der Dollar die Weltleitwährung ist, verändert der Dollar seinen Wert überhaupt nicht. Weil er das nicht kann. Nur alle anderen Währungen und Waren (auch Gold ist letztlich eine Ware) schwanken gegenüber dem Dollar!
    Und zwar, solange der Dollar die Leitwährung ist. Der Goldpreis an der COMEX wird nicht umsonst immer in Dollar angegeben. Sollte der Yuan irgendwann die Leitwährung sein, was ich aber nicht glaube, dann würde der Goldpreis in Yuan notiert. Und warum glaube ich nicht an den Yuan?
    Weil Nordamerika, der EU Raum und Japan nach meiner Auffassung vor einer Währungsreform stehen. Als Ergebnis wird dann, das kann man heute noch nicht googeln, eine neue Einheitswährung obiger Staaten stehen. Wobei die Zentralbank dann die alte FED sein wird. Damit würden die chinesischen Blütenträume fürs erste ausgeträumt sein.

  2. Sehr geehrter Herr Kuno,
    ihre Einlassungen sind substanzlos. Sie wollen doch nicht jetzt noch den Dollar als Bezugsgröße definieren, wenn selbst der FOCUS dieses Geldsystem als betrugsmäßiges Schneeball-System beschrieben hat?
    Die Druckorgien haben bereits solche astronomischen Mengen an Scheingeld aufgeworfen, daß der Charakter dieser Währungen, für die der Dollar stellvertretend ist, klar hervortritt: es sind Illusionen.
    Demgegenüber hat China Sachwerte geschaffen und die Zeit genutzt, um sich Industrien und Technologien zu verschaffen.
    Die VSA sind doch mittlerweile bei der Produktion ihrer immer weniger funktionierenden Rüstungsgüter (F-22, F-35,…) auf chinesische Bauelemente angewiesen!
    Und augenblicklich entzaubern sich die Illusionen immer mehr – und im Westen werden die Bürger bald die Bühne stürmen, um sich mal die schlechten Zauberkünstler etwas genauer anzusehen.

  3. @ die Wahrheit
    1. die Reihenfolge Ihres Einwurfes sollte so sein: Gegenargument und dann die Schlußfolgerung „Substanzlos“.
    Wobei letzteres besser den Mitlesenden vorbehalten bleiben sollte.
    2. Wer ist schon der „Focus“. Ich habe in meinem Beitrag weiter unten kein Wort für den Dollar gesagt. Nicht ein einziges. Dass das gesamte Papiergeld vor dem Zusammenbruch steht und dringend reformiert werden muss, ist hier allgemeiner Stand der Kenntnis und muss nicht wiederholt werden.
    3. China liegt meines Wissens auf dem Erdball und unterliegt den normalen kapitalistischen ökonomischen Gesetzen; daraus folgt, dass das hohe Wachstum Chinas mit rasch steigenden Vermögenszuwächsen, mit einer extremen Verschuldung einherging! Es gibt Aufsätze, Bücher, allgemein eben Lektüre, auch im Internet darüber, dass die nächste gewaltige Blase in China platzen könnte. Chinas Gemeinden und gerade auch die Mehrheit der Firmen sind extrem überschuldet. Welche Werte also sind in China andere entstanden als in den USA oder in Europa?
    4. Der Dollar ist aktuell die Weltleitwährung. Egal ob das Ihnen oder mir oder sonst wem passt. Es ist einfach Fakt!
    (im Beitrag hatte ich deshalb differenzierend geschrieben „solange der Dollar…“)
    Und weil das so ist, ist der Dollar die Bezugsgröße. Alles andere kreist um den Dollar und deshalb ist die oft gehörte Formulierung …der Dollar wertet auf oder er wertet ab…“ grundfalsch. Der Dollar hat in den letzten Jahrzehnten zu keinem Zeitpunkt auf- oder abgewertet! Das ist Fakt!
    Sondern alle anderen Währungen, z.B. früher die DM und heute der Renminbi werten gegenüber dem Dollar auf, andere Währungen ab. Der Dollar ist aber die Bezugsgröße und deshalb in seinem „Wert“ unveränderlich, nicht zu verwechseln mit der Kaufkraft. Das muss ich hier anmerken, weil als nächstes kommt dann das „Gegenargument“: ja, aber der Dollar hat tausend Prozent in den letzten Jahrzehnten an Wert verloren! Nein, hat er nicht. Es hat sich lediglich der Preis von Waren allgemeiner Art gegenüber dem Dollar verändert, d.h. diese haben aufgewertet.
    Das ist keine Spitzfindigkeit von mir, sondern allgemeiner Kenntnisstand des Geldwesens. Anders geht es nicht; Bezugsgrößen können sich nicht ändern.
    Tut mir leid!

  4. interessant vielen dank!!

    @kuno – es ist doch ganz normal das man verschiedene anlagen gegenüberstellt. was ist genau dein problem? selten so nen quatsch gelesen mit dem dollar als feste größe.. es ist einfach die aus welchen gründen auch immer am häufigsten gehandelte währung, mehr nicht

  5. Nein, Hamster!
    So ist es nicht. Wenn Du etwas nicht verstehst, dann ist das deshalb nicht falsch. Ob der Dollar die am meisten gehandelte Währung ist, ist uninteressant.
    Eine Leitwährung oder ein Währungsanker ist etwas völlig anderes.
    Ich empfehle zum Thema Bankwesen, Geldwesen, Finanzwirtschaft mindestens ein gutes Buch zu lesen. Am besten eines, wo ein bisheriger Bundesbankpräsident der Autor ist.

  6. doch so ist es! erklär mir doch mal, warum der dollar, der unglaublich an kaufkraft verliert, seinen wert behalten soll und alle anderen waren nicht. was ist das für ein unsinn. das ist ein zettel, der dollar (von taler) heisst, mehr nicht.

    auch wenn du immer wenn dir die argumente ausgehen auf schlaue bücher von schlauen leuten verweist, halte ich dich trotzdem für sehr halbwissend zu fast jedem thema (bin stiller mitleser).

    schönen abend

  7. Die Behauptung, der Dollar verändere schon aufgrund seiner Bedeutung als Weltleitwährung nicht seinen Wert, ist nicht logisch. Bereits der Hinweis auf die in den letzten Jahren von der Fed mehrfach vorgenommenen (und inzwischen nicht mehr genau in der Höhe benannten) Geldmengenausweitungen („Quantitave Easing“-Programme) müsste genügen, um zu begreifen, dass der Wert des Dollar nicht konstant geblieben sein kann. Wenn die Menge steigt, sinkt der Wert.

  8. @ Hamster + Rob

    Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
    Ich habe zu keinem Zeitpunkt behauptet, dass der Dollar nicht an Kaufkraft verlöre! Wo bitte steht das bei mir?
    Aber ich habe gasagt (und befinde mich da im Einklang mit der Finanzwelt), dass der Dollar, SOLANGE ER WELTLEITWÄHRUNG IST,
    im Verhältnis zu anderen Währungen seinen Wert nicht verändert, aber alle anderen Währungen ändern ihren Wert zum Dollar. Und was soll bitte schön, der Einwand mit der Ausweitung der Geldmenge? Wenn die USA die Geldmenge extrem ausweiten und Japan aber nicht (in Wahrheit passierte natürlich das Gegenteil), dann kaufen die Geldhändler für ihre Dollar mehr Yen, weil der dann unter Aufwertungsdruck stünde.
    Rein plakativ wäre dem sogar so. Aber wenn andere Einflüsse vorhanden sind, Eskalation des Inselstreits mit China z.B.,
    dann kann es sein, dass der Yen seinen Wert zum Dollar nicht verändert, oder nur kurzfristig, oder sogar abwertet.
    Anderes Beispiel: ein großer Goldfund in Australien passiert, leicht abbaubar, Kosten niedrig. Bedeutet das dann eine Ausweitung der Goldmenge? Ja natürlich! Sinkt dann der Preis?
    Ja, natürlich, denn Gold ist eine Ware, wie andere Waren auch.
    Das Bild ändert sich erst, wenn die Währungen überwiegend zum Goldanker, oder Goldstandard zurückkehren würden.
    Dann würde ein Goldfund in Australien, wenn er bedeutend wäre, keine Auswirkungen auf den Anker als solchen haben.

  9. @ Kuno woher die Gewissheit, das Europa, Japan und die USA eine Einheitswährung installieren, können? England, Frankreich, Italien und Deutschland sind gerade vor ca. zwei Wochen Gründungsmitglied, in der von China ins Leben gerufenen AIIB, geworden. Darüber hinaus ist China der größte Gläubiger der USA, auch wenn China selbst ein Schuldenproblem hat. Das meiste Geld sind nur noch Zahlen in Computern und ob dem noch genügend reale Werte gegenüber stehen ist wohl eher zu bezweifeln. Da der Wert des Geldes nur noch durch Schulden gedeckt wird. Nebenbei, Geld selbst sollte gar keinen eigenen Wert haben.

  10. @Kuno: Wenn der Euro in Relation zum Dollar fällt, steigt der Dollar in Relation zum Euro. Ist eine Frage der Sichtweise. Man kann natürlich den Dollar aufgrund seiner historisch-politischen Bedeutung als sog. Weltleitwährung als Maßstab bezeichnen. Aber auch hier gilt das von mir oben beschriebene: ist immer eine Frage des Standpunktes. Abgesehen davon erlaube ich mir anzumerken, dass das Beharren auf dem dollarbasierten Referenzrahmen mehr als fragwürdig ist, ist dieser Rahmen schließlich politisch motiviert (nicht physikalisch begrenzt, siehe Goldstandard) und aufgrund der bereits erwähnten Einflüsse (QE) kaum als objektiver Vergleichsmaßstab tauglich. Es wäre ja so, als wenn der Stärkste einer Gruppe sein Gummiband als Maßstab den schwächeren Mitgliedern aufzwingen und behaupten würde, die anderen Gummibänder werden nur kürzer, aber das eigene nicht länger.

  11. @ Rob

    Eine Frage der Sichtweise? Na gut: Wenn ein Schiff vor Anker liegt, dann vollführt das Schiff immer auch, je nach Dünung und Wind, Bewegungen. Aber der Anker selbst, sofern er nicht losgerissen wurde, ändert sich nicht.
    Der Dollar ist der Währungsanker. Punkt. Natürlich politisch motiviert nach dem letzten Weltkrieg. Gar keine Frage.

  12. @ Björn

    Nein, keine Gewissheit. Woher auch? Das war reine Spekulation und sollte so auch rüber gekommen sein. Die Aufgabe der neu gegründeten Asiatischen Entwicklungsbank bezieht sich, wie schon der Name sagt, auf die Entwicklung des asiatischen Teil unseres Kontinents. Den IWF gibt es schon länger. Aber hat dieser die Gleichschaltung der Währungen im EU Raum verhindert? Der zweite Sinn der AIIB liegt darin, dem IWF, der für die ganze Welt gilt, allmählich den Rang abzulaufen.
    @ Rob
    Genauso ist es. Der Stärkste zwingt derzeit den Schwächeren seinen Maßstab auf. Das kommt nicht von mir, das habe nicht ich so beschlossen, sondern die Staaten die der Weltbank und dem IWF in Bretton Woods beigetreten sind. Dazu muss man sich die Welt zum Zeitpunkt des Kriegsendes anschauen und deren reale Machtverhältnisse. Mit mir hat das nichts zu tun.

  13. Ich hab mit diesen Währungsspielchen ein kleines, aber doch wichtiges Problem: ich verstehe nichts davon.
    Aber ich habe einen kleinen Vorteil: ich weiß es wenigstens.
    Klar ist mir bekannt, dass China der größte Gläubiger des grünen Scheines ist,das sich „Dollar“ nennt. Klar könnten die auch diese Scheinchen tonnenweise auf den Markt werfen, mehr, als die FED drucken kann.

    Die Frage bleibt, welche Auswirkungen das dann hätte. Ich bin kein Volkswirtschaftler, habe von Welthandel und derlei Dingen keine Ahnung.

    Aber ich fühle, dass wir alle irgendwie mit der Konstellation Euro-Dollar-Yen auf einem Pulverfaß sitzen. Wenns explodiert, dann wird wohl kaum jemand präzise vorhersagen können, wer als erstes und vor allem, wer wieviel von der Druckwelle abkriegt.

    Ich hab mich seit den 80er Jahren damit begnügt, weitestgehend auf irgendwelche Vorsorge- oder Anlageaktionen wie Rentenpapiere, Aktien, Prämiensparen, Goldkäufe usw. zu verzichten und hab fast alles in Grundstücke angelegt. Ich bin nur ein einfacher Mensch vom Bau. Verstehe nichts von Geldanlage und Finanzjongliererei. Aber ich hab bemerkt, dass ich – im Gegensatz zu vielen Bekannten – nichts verloren habe.

  14. @ helmut-1

    Die Antwort ist einfach: Wenn China die grünen Scheine massenhaft verkaufen würde, dann sänke der Wert insoweit, dass die Währung, die China für diesen Verkauf erhält, aufwertet.
    Rein optisch gesehen würde der Dollar „abwerten“.
    Damit sänke der Wert der chinesischen Guthaben und deshalb findet ein Ausverkauf en masse nicht statt.

  15. Ja Putin weiß zu überraschen,das hat er oft gezeigt, und seht mal in 5 Jahren geht es Ja Putin weiß zu überraschen,das hat er oft gezeigt, und seht mal in 5 Jahren geht es uns richtig übel, während Russland aufblühen „könnte“… wenn die mal eine vernünftige Agrarwirtschaft hin bekommen und weiter industrialisieren, könnten die Russen absolut souverän und autark Politik machen und nebenbei den Mars besiedeln, ich will das Deutschland und Russland sie vereinen… wir wären die absolute Giga Macht dann können China und USrael gucken wo sie bleiben, ja sogar UFOS würden nen bogen um uns ASEN machenuns richtig übel, während Russland aufblühen „könnte“… wenn die mal eine vernünftige Agrarwirtschaft hin bekommen und weiter industrialisieren, könnten die Russen absolut souverän und autark Politik machen und nebenbei den Mars besiedeln, ich will das Deutschland und Russland sie vereinen… wir wären die absolute Giga Macht dann können China und USrael gucken wo sie bleiben, ja sogar UFOS würden nen bogen um uns ASEN machen!

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