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08.05.1933: Gandhi beginnt Hungerstreik gegen britische Unterdrücker


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Am 08. Mai 1933 begann Gandhi einen 21 Tage dauernden Hungerstreik gegen die britischen Besatzer. Der Hungerstreik stellte sich als erfolgreiche Methode des gewaltlosen Widerstands gegen die Briten heraus. Doch gibt es auch kritische Stimmen.

Gandhi Hungerstreik
Gandhi Hungerstreik, Bild: britische Flagge, Bearbeitung: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1933 begann Indiens berühmtester Widerstandskämpfer Mahatma Gandhi einen 21-tägigen Hungerstreik gegen die Unterdrückung der Inder durch die Besatzungsmacht Großbritannien.

Mohandas Karamchand Gandhi, im Volksmund bekannt als Mahatma Gandhi oder der „Vater der Nation“, begab sich zwischen 1913 und 1948 insgesamt 17 mal in einen Hungerstreik. Dies war sein Weg des gewaltlosen Widerstands, oder „Ahimsa“.

Gandhi wurde am 02. Oktober 1869 in eine wohlhabende, fromme Hindu-Familie der oberen Kaste geboren, sein Vater war Premierminister eines Fürstentums. Im Jahr 1888 studierte er in London und wurde aus diesem Grund aus seiner Kaste ausgeschlossen. Nach seiner Rückkehr nahm ihn ein Teil seiner Kaste wieder auf.

Gewaltloser Widerstand

Im Jahr 1893 ging er als Rechtsanwalt nach Südafrika, um dort lebende Inder gegen die Apartheidgesetze zu vereinen. Dort trat er erstmals für den gewaltlosen Widerstand ein, was seinen späteren Freiheitskampf gegen die britische Besatzung prägen sollte.

Er verbrachte praktisch sein ganzes Leben damit, sich gegen die britische Okkupation Indiens zu widersetzen. Große Aufmerksamkeit erlangte die „Spinnrad-Kampagne“ im Jahr 1922, in der er zum Boykott britischer Stoffimporte aufrief, weshalb er eine sechsjährige Haftstrafe zu verbüßen hatte, von der er aus gesundheitlichen Gründen nach zwei Jahren entlassen wurde. Bis heute steht das Spinnrad in Indien für Unabhängigkeit und ziert die indische Flagge.

Auch der so genannte „Salzmarsch“ im Jahr 1930 steht heute als Symbol für den gewaltlosen Widerstand. Gandhi wanderte mit einer wachsenden Gruppe von Anhängern 200 Kilometer zum Meer, um gegen die Kontrolle und die hohe Besteuerung der Meersalzgewinnung durch die Briten zu demonstrieren.

Salz wurde dadurch sehr teuer, sodass sich die meisten Inder keines mehr leisten konnten. Als die Demonstranten an den Salzwerken eintrafen, wurden jeder einzelne von britischen Soldaten mit Schlagstöcken verprügelt, wodurch Großbritannien international unter Druck geriet.

Im Jahr 1932 begann Gandhi eine neue Welle des zivilen Ungehorsams gegen die Briten. Er wurde zweimal verhaftet, der Hungerstreik stellte sich als eine sehr erfolgreiche Methode des Kampfes gegen die Briten heraus. 1947 endete schließlich die Kolonialherrschaft Großbritanniens in Indien.

Friedensnobelpreis

Mahatma Gandhi war für den Friedensnobelpreis nominiert, wurde jedoch wenige Tage vor Ablauf der Nominierungsfrist angeschossen. Im Januar 1948 erlag Gandhi den Verletzungen durch das Attentat.

Gandhi setzte sich für Menschenrechte ein, für die Versöhnung zwischen Hindus und Muslimen, kämpfte gegen die Ausbeutung der Bevölkerung durch die Briten, für ein autarkes, landwirtschaftlich geprägtes Wirtschaftssystem.

Die Unabhängigkeitsbewegung, so heißt es, führte durch gewaltfreien Widerstand, zivilen Ungehorsam und Hungerstreiks schließlich zum Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien, verbunden mit der Teilung Indiens im Jahr 1947. Doch wird diese häufig propagierte Version der Geschichte nicht uneingeschränkt geteilt.

Gandhi gilt heute als das stärkste Symbol des 20. Jahrhunderts für den gewaltlosen Widerstand und wurde mehrfach für den Friedensnobelpreis nominiert, aber nie damit ausgezeichnet. Warum? Häufig stellte man sich die Frage:

„War der Horizont des norwegischen Nobel-Komitees zu begrenzt? Waren die Ausschussmitglieder nicht in der Lage, den Freiheitskampf der nicht-europäischen Völker zu würdigen? Oder hatten die norwegischen Ausschussmitglieder vielleicht Angst, mit der Preisverleihung den Beziehungen zwischen ihrem eigenen Land und Großbritannien zu schaden?“

Warum erhielt Gandhi nicht den Friedensnobelpreis?

Gandhi wurde 1937 nominiert, 1938, 1939, 1947 und schließlich ein paar Tage vor seinem Tod im Januar 1948. Gandhi hatte viele Kritiker in der internationalen Friedensbewegung. Der Berater des Nobel-Komitees, Professor Jacob Worm-Müller, bezeichnete ihn als „nicht konsequent pazifistisch“.

Gandhi hätte „wissen müssen, dass einige seiner gewaltfreien Aktionen gegen die Briten in Gewalt und Terror ausarten würden.“ Dies sei in der Vergangenheit etwa während einer Kampagne in 1920-1921 der Fall gewesen, als Demonstranten in Chauri Chaura eine Polizeistation angriffen, viele der Polizisten töteten und die Polizeistation anschließend in Brand setzten. Worm-Müller bezeichnete ihn als „Freiheitskämpfer“, aber auch „Diktator, Idealist und Nationalist.“

Im September 1947 veröffentlichte die Times einen Artikel mit der Überschrift „Mr. Gandhi on ‚war‘ with Pakistan“ (Gandhi im Krieg mit Pakistan). Gandhi sagte demnach während eines Gebetstreffens, dass für den Fall dass Pakistan seine nachgewiesenen Fehler nicht einsehe, müsse „die indische Union gegen sie in den Krieg ziehen.“

Niemand wolle einen Krieg, sagte er im Zusammenhang mit der Teilung Britisch-Indiens durch die britischen Besatzer. Doch könne er niemandem dazu raten, Unrecht über sich ergehen zu lassen.

Die Teilung Indiens, bei der es sich laut vielen Historikern um eine klassische ethnische Säuberung handelte, führte zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der Bevölkerung, wodurch bis zu eine Million Menschen ums Leben kamen und rund 20 Millionen deportiert oder vertrieben wurden.

War Gandhi ein britischer Agent?

Markandey Ketju, einer der höchsten Richter Indiens, ließ hingegen im Jahr 2015 kein gutes Haar an Gandhi. Der Freiheitskämpfer, der Indien in die Unabhängigkeit aus der britischen Herrschaft führte, sei in Wahrheit ein Agent für die Kolonisten gewesen.

Er habe bewusst einen Keil zwischen die hinduistische und muslimische Bevölkerung des Landes getrieben und den Briten damit bei der Teilung des Landes geholfen. Der Richter traf diese Aussage vor einer Statue Gandhis auf dem Parliament Square, London. Katju schrieb zudem in seinem privaten Blog:

„Ich behaupte objektiv, dass Gandhi ein britischer Agent war, der Indien großen Schaden zugefügt hat. Durch die ständige Miteinbeziehung der Religion in die Politik unterstützte Gandhi die britische ‚Teile und Herrsche‘-Politik. Und das soll der Vater der indischen Nation sein?“

Er bezeichnete die Reden und Schriften Gandhis als „dumme, feudale Ideen, gespickt mit hinduistischen Phrasen, mit denen er die muslimische Bevölkerung Indiens dazu drängte, ihren eigenen Staat zu gründen.“

Im Jahr 2010 schrieb der in Mumbai lebende indische Autor Sujit Das, „das naive Prinzip der Gewaltlosigkeit“ habe dem aggressiven Machtstreben der Moslems in Britisch-Indien „Tür und Tor geöffnet.“ Gandhi habe ein Doppelspiel getrieben, um die „Khalifat–Bewegung“ zu fördern. Seine Gewaltlosigkeit habe „den Appetit des Aggressors angeregt und noch mehr Gewalt provoziert.“

Er beschrieb ihn als „rücksichtslos gerissenen Politiker“ mit vielen Gesichtern: „Zum Einen trat er als Christus oder Buddha auf, zum Anderen als mächtiger Politiker. Dann wieder als Heiliger, doch war er letztendlich nur ein Zauberer oder Hexenmeister.“ Gandhi habe einen Prozess unvorstellbarer Zerstörung in Indien losgetreten.

Viele betrachten ihn heute dennoch als Vorbild, seine Politik gilt als Appell an den guten Willen, als Synonym für den gewaltlosen Widerstand und für die Menschenrechte. Für eine strenge, selbstlose Lebenshaltung und den Kampf gegen Religionskonflikte.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia, nobelprize, dailymail, islammonitor


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