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31.01.1957: Flugzeug kollidiert mit US-Kampfjet und stürzt in Schulhof


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Am 31. Januar 1957 prallte ein DC-7B-Flugzeug über Kalifornien mit einem US-Kampfjet zusammen. Die Maschine zerschellte im Schulhof einer Grundschule. Drei Kinder starben, 75 wurden teils schwer verletzt.

Flugzeug Unfall Schulhof 1957
Flugzeug Unfall Schulhof 1957, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1957 kollidierte eine von der Douglas Aircraft Company betriebene Douglas DC-7B mit einem Northrop F-89 Scorpion Kampfjet der United States Air Force. Beide Flugzeuge stürzten ab.

Die DC-7B zerschellte auf dem Schulhof der Pacoima Junior High School in Pacoima, einem Vorort im San Fernando Valley von Los Angeles, Kalifornien. Insgesamt sieben Menschen starben und 75 weitere wurden verletzt. Ein 12-jähriger Junge starb zwei Tage später an seinen schweren Verletzungen.

Der Unfall

Die DC-7B, die für die Auslieferung an Continental Airlines bestimmt war, startete um 10.15 Uhr Ortszeit vom Flughafen Santa Monica, um Funktionstests durchzuführen. Vier Douglas-Mitarbeiter befanden sich an Bord.

In Palmdale im Norden waren zwei Kampfjets des Typs F-89J um 10:50 Uhr zu Testflügen gestartet, einer davon für eine Überprüfung der Bordradarausrüstung. Beide Jets und die DC-7B führten ihre Einzeltests in einer Höhe von 25.000 Fuß (7,6 km) bei klarem Himmel über dem San Fernando Valley durch.

Gegen 11.18 Uhr erfolgte eine schnelle, fast frontale Kollision in der Luft. Ermittler konnten später feststellen, dass die beiden Flugzeuge höchstwahrscheinlich an einem Punkt nordöstlich der Hansen Dam Spillway zusammen stießen.

Nach der Kollision konnte sich Curtiss Adams, der Radarmann an Bord der nach Osten fliegenden zweimotorigen F-89J Scorpion, aus dem beschädigten Kampfjet retten. Trotz seiner schweren Verbrennungen schaffte er es, mit seinem Fallschirm auf einem Garagendach zu landen, wobei er sich ein Bein brach.

Der Pilot des Kampfjets, Roland E. Owen, starb, als das Flugzeug in Flammen auf den La Tuna Canyon in den Verdugo Mountains stürzte. Die DC-7B blieb für ein paar Minuten in der Luft, neigte sich dann nach links und begann einen unkontrollierbaren, spiralförmigen Hochgeschwindigkeits-Tauchgang auf die Erde.

Der Aufprall

Als das Flugzeug auseinander brach hagelten die Trümmer in das Pacoima-Viertel. Sekunden später krachte ein Teil der Wrackteile auf das Gelände der Pacoima Congregational Church, wodurch alle vier Douglas-Besatzungsmitglieder starben.

Größere Teile zerschellten auf den angrenzenden Schulhof der Pacoima Junior High School. Dort befanden sich 220 Kinder, die gerade ihre sportlichen Aktivitäten im Freien beendeten. Das Wrack zerbrach beim Aufprall in zahlreiche Teile und heftige Brände brachen aus, als sich Treibstoff und Öl des Flugzeugs entzündeten.

Tiefe Krater wurden in den Schulhof gerissen. Zwei Schüler, Ronnie Brann, 13, und Robert Zallan, 12, wurden von Trümmerteilen erschlagen. Ein dritter schwerverletzter Schüler, Evan Elsner, 12, starb zwei Tage später in einem örtlichen Krankenhaus. Schätzungsweise 75 weitere Schüler erlitten teilweise schwere Verletzungen.

Die Kollision wurde durch einen Fehler der Piloten und der Besatzungen verursacht, wie die Ermittlungen ergaben. Der Crash veranlasste das Civil Aeronautics Board (CAB), alle militärischen und zivilen Luftfahrzeug-Testflüge zu beschränken. Diese durften von nun an nur noch über Gewässern oder speziell genehmigten dünn besiedelten Gebieten durchgeführt werden.

Quellenangaben anzeigen
nytimes, asn, latimes, latimes, joangushin, wikipedia



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