Greenspan: Die Eurozone funktioniert nicht


Eurozone/Wirtschaft

Der frühere Fed-Chef Alan Greenspan sagte in einem Interview, das vorrangige Thema in der Eurozone sei das Fortbestehen der Gemeinschaftswährung. Die Ungleichgewichte seien einfach zu groß, weshalb die Währungsunion nicht funktioniere.

Fortbestehen der Eurozone
Fortbestehen der Eurozone, Gold-Euro, Bild: Gegenfrage.com

Die wirtschaftlichen Ungleichgewichte in der Eurozone machen ein Fortbestehen der Währungsunion zum vorrangigen Thema. Dies sagte der frühere US-Notenbankchef Alan Greenspan in einem Interview mit World Gold Council. Zwischen nördlichen und südlichen Staaten existiere eine „Kluft“.

Blühende Nationen wie Deutschland finanzieren konsequent die Defizite der südlichen Länder. Ein Prozess, der so „einfach nicht weiter gehen“ könne. „Die Europäische Zentralbank hat größere Probleme als die Federal Reserve.

Die Aktivseite der Bilanz der EZB ist größer als je zuvor. Und sie sei stetig gewachsen, seit Mario Draghi ankündigte alles zu tun was erforderlich sei, um den Euro zu erhalten.“ Er fügte hinzu: „Und ich habe große Sorgen über die Zukunft des Euro … Die Eurozone funktioniert nicht.“

Greenspan, von 1987 und 2006 der Vorsitzende der Federal Reserve, hat die Eurozone seit jeher kritisiert. Er ist bis heute ein Verfechter des Goldstandards, der bis ins 20. Jahrhundert von vielen Volkswirtschaften verwendet wurde.

„Heute gibt es eine weit verbreitete Ansicht, dass der Goldstandard des 19. Jahrhunderts nicht funktionierte. Ich denke, es ist so wie wenn Sie die falsche Schuhgröße tragen und dann sagen, dass die Schuhe unbequem sind. Nicht der Goldstandard war es, der scheiterte, sondern die Politik.“

Quellenangaben anzeigen
worldgoldcouncil, pdf S.12



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