Euro und Wiedervereinigung
08.12.1989: Berlin stimmt Abschaffung der D-Mark zu


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Am 08. Dezember 1989 stimmte die Kohl-Regierung während des EU-Gipfels in Straßburg im Gegenzug für die deutsche Wiedervereinigung der europäischen Währungsunion zu.

Euro Wiedervereinigung 1989
Euro Wiedervereinigung 1989, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1989 stimmte die Bundesregierung unter Helmut Kohl beim EU-Gipfel in Brüssel der Abschaffung der D-Mark zu. Für Frankreichs Mitterand-Regierung war die Währungsunion eine Bedingung für die Wiedervereinigung von BRD und DDR.

Diese Information stammt aus einer Mitschrift eines Gesprächs zwischen François Mitterand und dem damaligen deutschen Außenminister Hans-Dietrich Genscher, die bis 2010 unter Verschluss gehalten wurde. Auf dem EU-Gipfel in Straßburg, den Helmut Kohl später als seinen schwierigsten Gipfel bezeichnete, einigten sich die Regierungen auf die Einführung einer Gemeinschaftswährung.

Die Meinung der anderen europäischen Regierungen gegenüber der deutschen Position variierten stark. Großbritannien, Italien und Frankreich versuchten ein Wiedererstarken Deutschlands nach Möglichkeit zu verhindern. Insbesondere befürchtete man ein späteres Infragestellen der völkerrechtlich zweifelhaften Grenze zu Polen. Spanien und Irland hingegen sprachen sich ohne Bedingungen für die Wiedervereinigung aus.

Entmachtung der Bundesbank

Die Währungsunion und die Wiedervereinigung wurden von anwesenden Regierungsmitgliedern als direkt verknüpft bezeichnet. Bundesbankchef Karl-Otto Pöhl etwa gab an, dass die Wiedervereinigung ohne die von Frankreich geforderte Entmachtung der Bundesbank niemals stattgefunden hätte. Wolfgang Schäuble und Theo Waigel hingegen bestritten, dass es einen derartigen Deal gegeben habe.

Im Jahr 1998 gab Helmut Kohl Dokumente frei, aus denen hervorging, dass Frankreich tatsächlich auf das schnelle Ende der Deutschen Mark gedrängt hatte. „Insbesondere für Mitterrand ist die europäische Einbindung der deutschen Währung ein entscheidender Faktor, der Wiedervereinigung zuzustimmen“, so ein Auszug.

Aus den Dokumenten geht auch hervor, dass Kohl im Gespräch mit dem damaligen US-Außenminister zugab, die Entscheidung zur Einführung des Euro „gegen deutsche Interessen getroffen“ zu haben.

Helmut Kohl sagte im Jahr 2002, dass er den Euro entgegen dem Willen der Bevölkerung „wie ein Diktator“ eingeführt habe. Eine Umfrage am 14. März 2002 hatte eine Ablehnung von 70 Prozent der Stimmen ergeben.

Weiter führte Kohl aus, dass das Euro-Projekt einen weiteren Krieg auf dem Kontinent verhindert habe. Im Jahr 1997 sagte Kohl, der EU-Gipfel in Straßburg im Jahr 1989 seien „die dunkelsten Stunden“ seines Lebens gewesen.

Quellenangaben anzeigen
spiegelarchiv, bundesregierung, spiegelarchiv

49 Kommentare

  1. Eines der selteneren geistigen Lichtblicke bei Gysi.
    Wahrscheinlich bei der Mehrheit der internationalen Ökonomen, die damals davor warnten, abgeschrieben.

  2. Gysi ist und war ein ehrlicher Makler der Politik. Er ist so intelligent, dass er nicht abschreiben muss. Auch bei den „Linken“ ist er mit Wagenknecht eine Ausnahmeerscheinung.
    Das bedeutet noch lange nicht, dass ich die Linke wählen würde.
    MfG grillbert aus Hamburg.

  3. „Das bedeutet noch lange nicht, dass ich die Linke wählen würde.“

    Trifft auch für mich zu. Die Partei, die sich mit meinen wesentlichen Anschauungen deckt, die muss erst noch geboren werden. Es bewirkte aber bei mir, dass ich mir dieses Buch von der Frau Wagenknecht gekauft habe. Stehen interessante Aspekte drin.

    Überhaupt ist es schon beachtlich, wieviele Parallelitäten es bei den Ansichten einer Frau Wagenknecht (nicht generell der Linken, da gibts schon Unterschiede) es im Vergleich zur AfD gibt. Manchmal hat man den Eindruck, die Frau ist in der falschen Partei.

  4. Zur Abwechslung könntet Ihr mal was von ausgewiesenen Marktwirtschaftlern lesen. Z.B. von Ayn Rand, Hajek etc.
    Diese weisen nach, dass die uns seit Jahrzehnten regierenden Planwirtschaftler zunächst einmal zur freien Marktwirtschaft übergehen sollten, bevor über ein „Marktversagen“ palavert wird, welches in Wirklichkeit ein Politikversagen ist.

    Nach meiner (und liberaler Wirtschaftsauffassung) hätte bereits die erste Finanzkrise 2008/2009 angenommen und ausgeschwitzt werden müssen. Stattdessen wurde die Krise verschlimmert und kulminierte 2014 und kulminiert jetzt.
    Wobei der Schuldenberg jedesmal höher wurde.

    Die Rezepte der politischen Betrüger ala Gysi oder Lafontaine sind immer die gleichen: den Vermögenden das Geld wegnehmen und noch mehr Schulden anhäufen!
    Ich kann mich noch ganz genau an eine Diskussionsrunde mit Lafontaine im Fernsehen erinnern, da war er noch Finanzminister. Er kritisierte die „zu hohen Zinsen“ der Bundesbank und lobte die „niedrigen Zinsen“ der FED in den USA. Das ist das typische Verhalten von Leuten, die keine persönliche Verantwortung für Staatsschulden spüren!
    Allein der Umstand, dass eine Zentralbank die Refinanzierung der Banken erledigt und nicht der Markt,
    ist pure Planwirtschaft. Über Zinsen entscheiden nämlich in einer Marktwirtschaft ausschließlich Kreditnehmer und Kreditgeber, d.h. Schuldner und Banken. Und nicht etwa Politiker.
    Wobei die Banken ihrersweits Schuldner sind, denn diese geben die Guthaben der Sparer aus.
    Nun gibt es in dieser merkwürdigen „Marktwirtschaft“ allerdings das Giralgeld. Das bedeutet, die Bank nimmt 1000,00 Euro als Spareinlage herein und verleiht nicht nur diese 1.000,00 Euro, sondern weitere 1.000,00 Euro.
    Und genau das nennt man das „Giralgeld“.
    Die Sicherheit dieser zusätzlichen Kredite ist sehr niedrig und scheitert dann, wenn der zweite Schuldner (dessen Geld es eigentlich nicht gibt) nicht mehr zahlen kann.
    Dann fliegt das ganze Kartenhaus zusammen. Zusätzlich refinanzieren sich die Banken bei der Bundesbank, welche wiederum der EZB nachgeordnet ist.
    Und dieser Zinssatz ist es dann, den die Betrüger ala Gysi, Lafontaine etc. möglichst niedrig von der Bundesbank verlangen! Das Ganze ist bereits eine gewaltige Verschiebung der früher einmal existiert habenden Marktwirtschaft. Die erste Maßnahme, die ein liberaler Diktator ergreifen müsste, wäre, die absolute Unabhängigkeit der Zentralbank sicher zu stellen.
    Jeder Politiker, der sich anmaßt über Zinsen und Zentralbank zu schwätzen, sollte vor Gericht gestellt werden. Auch die Menge der Neuverschuldung müsste stark reduziert werden. Für eine Übergangszeit wird sich aber eine Zentralbank nicht vermeiden lassen.
    Danach aber sollte diese nicht ganz zerschlagen, aber das Recht zur Geldschöpfung und Geldvermehrung muss der Zentralbank genommen werden. Nur so liese sich eine inflationsfreie Ökonomie verwirklichen.
    @helmut-1 : hast Du wirklich verstanden was die liberalen Denkansätze der AfD, welche auch bei der Trump-Regierung ablesbar sind, bedeuten?
    Bei der AfD sehe ich nämlich auch viel Neoliberalismus und diesen differenziere ich von dem Wirtschaftsliberalismus den ich meine.
    So hat der Wirtschaftsliberalismus seine Grenzen wenn es um die Gesundheit geht. Ich bin nämlich kein Freund der Privatisierung der Krankenhäuser und des Gesundheitssystems insgesamt.
    Aktionäre und Börsen sollten nicht über Konzerne entscheiden, die viele Krankenhäuser betreiben. So wie das jetzt der Fall ist! Das ist ein Irrweg. Es gibt heute noch einige Krankenhäuser die in städtischer oder kirchlicher Hand sind. Oder den israelitischen Gemeinden in Deutschland unterstehen. Diese gibt es nicht nur in Frankfurt, sondern in fast allen großen Städten.
    Und das ist auch gut so! Die großen Konzerne sehen immer nur die Rationalisierung. Am bekanntesten sind die Asklepius Klinikenm und die Rhöhnkliniken.
    Alle börsennotiert. Wir sind dann jenseits der Zukunft (abseits der Zukunft) angelangt, wenn diese Konzerne anfangen Pharmakonzerne zu kaufen, oder umgekehrt.
    Dann entwickeln sich immer mehr Kraken im Gesundheitswesen und das halte ich für eine kranke Entwicklung.

  5. Stimmt ja so manches, und auch so manches ist nachvollziehbar, was Du sagst. Wo ich anderer Meinung bin, das ist die Sache mit den Begriffen „privat“ und „krank“. Ist natürlich eine immense Abweichung vom Grundthema, – darüber könnte man auch nächtelang diskutieren.

    Generell bin ich aber der Meinung, dass man von der Kostenseite (und vom System der Berechnung her) eine 4-Teilung vornehmen müsste:

    1) Krank – chronisch, unheilbar, etc. (z.B. aufgrund genetisch schlechter Karten, Arbeitsverhältnisse, dauernde Behinderung, etc.)

    2) Übliche und sinnvolle präventive Untersuchungen wie z.B. Schwangerschaftsvorsorge, Kleinkinduntersuchungen zur Früherkennung, Krebsvorsorge, etc.

    3) Unfälle resp. daraus resultierende Behandlungskosten einschl. Reha

    4) Das, was Otto Normalo als „krank“ versteht. Geht zum Arzt, weil er „gelben Urlaub“ braucht. Oder qualmt wie ein Schlot, säuft sich die Hucke voll, saugt sich in die Birne Kokain und was sonst noch rein, fett wie eine Mastgans, ernährungsmäßig voll auf fast-food und Cola ausgerichtet, und dazu noch dumm wie Bohnenstroh.

    Letzteres zeigt sich dann beim Arzt, wenn er dort vorstellig wird und meint, dass es da oder dort zwickt. Anamnese gleich null, wenn der Arzt wissen will, wann das jeweils auftritt. Was macht der Mediziner, der ja lt. Gesundheitsministerium die Leute im 10 min- Takt durchpeitschen muss? Verschreibt irgendwelche Tabletten, die als Folgeursache erst so richtig Krankheiten produzieren.

    Alles ist natürlich nur dazu gedacht, dass der Delinquent nach Möglichkeit das 70. Lebensjahr nicht erreicht, – damit die Rentenkassen nicht ausgeplündert werden.

    Von der Kostenumlegung her meine ich, dass man 1) und 2) solidarisch errechnen sollte, also ein für alle gleich zu errechnender Beitrag, unabhängig vom Einkommen.

    3) kann man über eine Unfallversicherung abdecken, die einer Art Haftpflicht beim Auto gleichkommt. Niemand will einen Unfall haben, aber wenns dann mal wirklich passiert, dann ist er abgesichert. Ist der Delinquent vorsichtig und passt auf, was er so treibt, macht die Augen auf, wenn er die Straße überquert, etc., dann soll er auch über ein Bonus-Malus-System eine Rückvergütung erhalten.

    4) Das soll rein privat und nach der Summe (progressiv) der Vorstelligkeiten beim Mediziner abgerechnet werden. Jeder ist seines Glückes Schmied, – und wenn einer eben total bescheuert ist, dann soll er auch dafür bezahlen oder verrecken, wenn ers nicht mehr bezahlen kann.

    Ich bin beileibe kein Gesundheitsapostel, aber noch soweit meiner Sinne mächtig, dass ich mir überlege, was ich meinem Körper zumute. Mehr als 3 Jahrzehnte keinen Weißkittel mehr benötigt, das sagt sowieso alles. Und die paar Verifizierungen, die jährlichen Laboruntersuchungen, etc. – das habe ich alles cash erledigt.

    Ich und eine solidarische KV? Gott behüte mich davor. Zum Glück geht das in RO noch. Warum schieße ich mich darauf so extrem ein?

    Einfach: Weil das ganze Dilemma, warum die Krankenhäuser ins Defizit kommen, warum man immer wieder andere Privatisierungsmodelle sucht, wodurch geringere Kosten anfallen, – das ist zum großen Teil dadurch entstanden, weil sich der Mensch (der Patient, der Mediziner, die Krankenschwestern, und die Verwaltung, insbesonders das zuständige Ministerium) unvernünftig und kontraproduktiv verhalten. Diese Krankenhauskeime sind ja nur eines der vielen Stumpfsinn-Beispiele.

    Warum man jemanden bei 3) der z.B. Berufskraftfahrer ist, bei der Verlängerung seines Führerscheins die dafür geforderten ärztlichen Untersuchungen aus seiner eigenen Tasche bezahlen lässt, – das ist mir schleierhaft. Schließlich ist das zur Sicherheit von uns allen, und derjenige verdient sein tägliches Brot damit, wofür er auch Steuern und SV-Beiträge bezahlt.

    Sowas ist doch kein Hobby, wie z.B. der Bootsführerschein, wenn man eine Yacht im Hafen liegen hat. Das ist Broterwerb, sowie Sicherheitsprävention für die Bevölkerung. Egal, ob LKW-Fahrer oder Bus-Fahrer.

    Bei mir lohnt sichs nicht, extra einen Fahrer einzustellen, soviel fällt bei mir nicht an. Die paar Fahrten erledige ich selbst pro Monat. Nächste Woche fahre ich u.a. deshalb wieder nach Deutschland, um das mit der Verlängerung zu erledigen. Kann man übrigens auch beim TÜV machen, diese ärztlichen Untersuchungen, ist viel billiger, wusste ich nicht.

    Das geht dann wieder ein paar Jahre. Wenns das nächste Mal wieder fällig ist, werde ich meinen Leuten sagen, – ich habe keinen Bock darauf, wieder 150 € zu bezahlen, wir hören halt auf mit dem Betrieb, geht stempeln.

  6. „Warum man jemanden bei 3) der z.B. Berufskraftfahrer ist,“

    Fehler: Müsste 2) heißen.

    Nachträgliche Korrektur nicht möglich, deshalb ein neuer Kommentar.

  7. Nun mein lieber KUNO, mit Deiner Analyse zur Finanzwirtschaft hast Du Dich total vergaloppiert.
    Zitat : „Das bedeutet, die Bank nimmt 1000€ als Spareinlage herein und verleiht……“
    Das ist total falsch. Ich dachte diese Märchengeschichte wäre wenigstens bei den Kommentatoren dieser Seite längst überwunden.
    Keine Spareinlage wird je als Kredit herausgegeben. Mit diesem Geld wird hauptsächlich gezockt.
    Die Gelder für Kredite werden grundsätzlich aus dem NICHTS geschöpft. Das Geld gab es vor der Kreditvergabe noch garnicht, Deshalb nennt man unser Geldsystem auch SCHULDGELDSYSTEM. Das bedeutet alles Geld, dass im Umlauf ist, stammt aus Krediten.
    Giralgeld ist wieder ein anderes Thema. In erster Linie ist Giralgeld nur im Compuer vorhanden und ist aus rechtlicher Sicht kein Zahlungsmittel. Aber das ist eine lange Story.
    MfG grillbert aus Hamburg.

  8. @grillbert
    Du willst mir beibringen was Giralgeld (oder Buchgeld) ist?

    Das, was ich oben so erklärt habe dass es ein Jeder versteht,
    findet sich in drei Büchern: 1. Prof. Werner Sinn (Titel jetzt vergessen). 2. Dirk Müller: „Machtbeben“ und Dr. Markus Krall: „Der Draghi Crash“.
    Aber dieses Allgemeinwissen der Finanzwirtschaft lässt sich auch bei anderen seriösen Fachleuten nachlesen.
    Entschuldige bitte, aber wenn Du behauptest die 1000,00 Euro die der Sparer zur Bank bringt, würden von der Bank verzockt, dann hast Du keine Ahnung.
    Das wäre schlicht und ergreifend verboten!

  9. Außerdem habe ich grundsätzliche Einwände gegen den Begriff des „Zockens“.
    Ich z.B. sichere meine Aktienpositionen mit PUT- Scheinen oder ETF ab, weil das vernünftig ist.
    Die Börse war noch nie eine Einbahnstraße und deshalb gehen, wenn meine Dividendentitel verlieren diese Scheine nach oben. Es ist eine Wette, das ist richtig.
    Große Unternehmen zocken auch nicht, sondern sichern z.B. bei internationalen Großaufträgen sich gegen steigende Ölpreise dadurch ab, das diese auf sinkende Ölpreise setzen. Die Gewinnmargen sind meist so knapp kalkuliert, dass ein dauerhaft steigender Ölpreis oder der von Molybdän (das ist in jeder Lithium-Batterie enthalten) die gesamte Kalkulation über den Haufen werfen kann.
    Zockerei wird von einigen schwarzen Schafen betrieben, das ist wahr. Aber es gibt im Straßenverkehr viele schwarze Schafe und Rowdies, sollte deshalb der Straßenverkehr verboten werden?

    Die schlimmsten Zocker sind die Politiker!
    Markus Krall erläutert sehr schon, das Zustandekommen der Verbriefungen von notleidenden Immobilien in den USA vor Jahren (heute nicht anders). Auch da war es der Staat und die Börsenaufsicht welche das Zocken nicht nur möglich machten sondern heraufbeschwörten.

  10. grillbert und Kuno:

    Was Spareinlagen und Banken betrifft, da kann ich nicht mithalten. Tut mir leid. Da habe ich weder fachliche Kenntnisse noch sonstige Parameter zur objektiven Beurteilung. Das bewerte ich nur aus meinem Bauch heraus, und gerade dieser Bauch, der ist einfach gestrickt.

    Alles, was bei mir aufs Konto kommt, wird sofort, – oft am selben Tag, abgehoben und kommt in den Safe. Sämtliche Zahlungen, egal, was es auch ist, da schicke ich jemanden direkt zum Bezahlen an die entsprechende Stelle. Strom, Gas, Wasser, Miete, Finanzamt, usw.

    Eines ist allerdings etwas anders in Rumänien: Wenn ich – egal von welcher Bank, aus welchem Bankverbund heraus, eine Zahlung bis spätestens 11 Uhr vormittag erreicht habe, dann kann ich diese Summe – egal in welcher Höhe, noch am selben Tag nach 16 Uhr von mrinrm Konto abheben. Als ich den Filialleiter einer ING-Bank, der als Rumäne übrigens perfekt deutsch spricht, mal fragte, womit denn das zusammenhängen würde, wenn man in Deutschland bei Überweisungen oft zwei Tage und mehr warten müsse, – da meinte er nur, – na ja, die Deutschen haben doch Geld, da kommts nicht so drauf an….

    Klingt hinterwäldlerisch, – aber in RO ist es so, dass man für jede Bewegung auf dem Konto eine Gebühr bezahlt. Überweisungen, Abhebungen, Transfers, – egal. Dazu kommt noch seit Neuestem eine Kontoführungsgebühr. Zusätzlich bezahlt wird die Plastikkarte fürs Konto, mit der man im Supermarkt oder an der Tankstelle bezahlen kann, – mit ca. 1,10 € pro Monat, aber auch das ist Geld. Ich hab gar keine, – so rückständig bin ich.

    Ich hab keine Kredite laufen, mach keine Wechselgeschäfte, stelle keine Schecks aus, überweise nur in Ausnahmefällen. Bestelle ich Ware aus einer anderen Stadt von einem Lieferanten, der mich nicht kennt, dann mache ich das per Nachnahme. Derjenige, der die Ware bringt, lässt sie von mir überprüfen und bekommt dann cash das Geld dafür.

    Soviel zur Bank. Nun zur Börse. Das ist ein persönliches Hobby, so ähnlich, als wenn jemand zum Spielkasino geht, weil er meint, die richtigen Zahlenkombinationen herausgefunden zu haben. Oder mit 6 aus 45 und dabei monatlich 100 € verspielt.

    Ich bin dafür zu bescheuert. Ich geh da auf Nummer sicher. Zu erwarten, dass man in 5 Jahren mit der Börse reich wird, – das kann vielleicht in Ausnahmefällen möglich sein, – aber das ist für mich keine Basis. Ich bin ein einfacher und armer Mann. Und das will ich auch bleiben. Was ich gemacht habe, ist lediglich das: Ich hab Grund und Boden für damals 3 Pfennig/m² gekauft und nun, nach 30 Jahren, will ich das für mindestens 10 € pro m² als Bauland verkaufen. Fachleute aber sagen mir, dass da wesentlich mehr drin sein muss. Wir werden ja sehen, was am Schluss dabei rauskommt.

    Rechnerisch (wenn man sich erdreistet, den Euro mit der DM als doppelten Wert zu beziffern, und die damals bezahlten 3 Pfennig mit 1,5 EuroCt. gleichsetzt) wäre das eine Wertsteigerung (man nennt es auch Gewinn) von mehr als ca. 66.000 % in 30 Jahren. Wenn Du meinst, das geht bei der Börse leichter und schneller, dann – viel Glück. Hab bitte Verständnis, wenn ich Dir nicht erzähle, um wieviele ha es sich bei mir handelt…..

    Aber vielleicht verstehst Du, wenn ich über diejenigen lächle, die da meinen, sich mit den Aktien eine goldene Nase verdienen zu können. Da wird der Begriff – „mittelfristig“ immer ins Spiel gebracht. Geld machen (ich verwende nicht das Wort „verdienen“, weil ich unter ehrlicher Arbeit was anderes verstehe), das geht nur über langfristige Anlagen. Wenn man weiß, wie.

    Kannst Du Dir vorstellen, dass ich im Alter von 67 Jahren noch nicht mal einen Rentenantrag gestellt habe? Werde das aber nun im kommenden Winter tun, – sonst mache ich mich bei meinen Nachbarn unglaubwürdig….

  11. Hallo Helmut,

    67, also Baujahr 1951? Da kannst Du mir die Hand reichen.
    Zur Börse: diese ist keine Erfindung böser Kapitalisten, sondern die demokratischste Einrichtung überhaupt.
    Selbst wenn ein Straßenkehrer nur für wenige hundert Euro
    Aktien seiner Wahl besitzt, sagen wir von der Deutschen Telekom, so hat er doch mehr auf der Hand, als die „Eigentümer des Volkseigentums“ in Rumänien, oder der DDR je hatten. Denen wurde gesagt: ihr arbeitet in einem Volkseigenen Betrieb“ und ihr seit die Eigentümer!
    In Wahrheit hatten die nichts besessen, außer leerer Worte und Verheißungen!
    Ganz anders unser Straßenkehrer. Der hat immerhin ein paar Aktien und er darf jedes Jahr zur Hauptversammlung fahren und den Vorsitzenden Zuhören. Dann kann er aufstehen und zum Pult laufen und dort die gesamte Veranstaltung durcheinander bringen. Er hat als Aktionär grundsätzlich ein Rederecht.
    Zum Vergleich: laufe doch mal einer zum Bundestag, zeige seinen Ausweis vor, der ihn als Personal ausweist, und dann versuche er zum Pult zu gelangen!
    Aussichtslos! Er kommt noch nicht mal an der Pforte vorbei.

  12. @ Kuno.
    Ich glaube Dir, dass Du da einiges gelesn hast, aber ich bezweifel, dass du es verstanden hast. Ich werfe Dir nicht vor, dass Du zockst, dazu müsstest Du zigfacher Millionär sein oder besser Bankvorstand. Wenn es schief geht kannst Du Dich dann mittels Steuergeldern retten lassen. Bei der Art wie Du spekulierst, rettet Dich gegebenenfalls keiner (wenn Du dich verspekulierst hast).
    Ich stehe nach wie vor zu dem was ich (oben) geschrieben habe.
    @ Helmut 1
    Dein Weg ist sehr sympathisch und leicht verständlich. Du hattest die richtige Nase. Ich hatte sie auch mal. 1959 stand in Dortmund (am Burgtor) bei einem Autohändler ein Mercedes 300 SL (mit Flügeltüren) zum Verkauf. Der neuwertige Wagen sollte 2000 DM kosten. Mir war sofort klar, dass der Wagen in 20-30 Jahren das 1000 fache wert sein wird. Da ich noch Lehrling war, bat ich meinen Vater, für mich 2000 DM von der Bank aufzunehmen. Ich versprach den Betrag in 2-3 Jahren zurückzuzahlen. Der Wagen sollte derweil in einer Garage gelagert werden. Mein Vater nannte das eine Furzidee. Damit haben wir 300 000 – 1 000 000 DM verschenkt (ohne Arbeit).
    Hier ein Aufriss der Finanzexperten :
    http://www.youtube.com/watch?v=Ilc9Q3obcmo&NR=1
    MfG grillbert aus Hamburg.

  13. Kuno:
    Interessant, das mit der Telekomaktie. Hat mich ja naturgemäß nie interessiert, – aber ich hab da mal irgendwo gelesen, dass sich Manfred Krug, der damals als Werbeträger groß in Erscheinung getreten ist, später dafür öffentlich geschämt hat, für diese Aktie resp. die Telekom Werbung gemacht zu haben.

    grillbert:
    Beim Wort „Merzedes“ werden auch bei mir schmerzliche Erinnerungen wach. Mein erstes Auto war ein gebrauchter Daimler:

    https://en.wikipedia.org/wiki/Mercedes-Benz_W110

    Ein Benziner Automatik. Die hatten damals noch 1 mm Blech bei der Karosserie. Als das Ding mal angefangen hat, beim Automatik-Getriebe Mucken zu machen, hab ich ihn verkauft. Damals wusste ich noch nichts von Rumänien. Da gibts (falsch: gabs) Mechaniker, die das Getriebe komplett zerlegten, die defekten oder gebrochenen Teile neu fertigen und das Ding dann wieder zusammenbauen (mit einem anderen Daimler – Automatik Anfang der 90er Jahre in Rumänien exerziert, – das Getriebe ist danach besser gelaufen als vorher).

    Ärgert mich heute noch, dass ich den Wagen damals verkauft habe. Aber damals waren wir in Miete, hatte keinen Grund und Boden, wo ich das Ding aufbewahren hätte können.

    Noch was zum Geld etc.:

    Das Video ist äußerst interessant. Der letzte Ausspruch des jüngeren Sprechers, dass diese komplette Einführung des virtuellen Geldes/Zahlungsverkehres bereits die „Realisierung zur totalitären Gesellschaft“ ist (min. 14.30), deckt sich ja mit dem Ausspruch Rothschilds im 18. Jhdt.:

    “Gib mir die Macht über die Währung eines Landes und es interessiert mich nicht mehr, wer dessen Gesetze macht”
    (Mayer Amsel Rothschild, 1744 – 1812)

  14. Worüber ich mir nicht im Klaren bin, – das ist das Edelmetall. Hab mich da mal mit diesem Thema beschäftigt und bin eigentlich zur Überzeugung gekommen, dass man bei Gold als Geldanlage wohl kaum was in den Sand setzt. Natürlich sind die extremen Spitzen um die 80er Jahre eine Ausnahmeerscheinung, die sich ja wieder selbst reguliert hat.

    Ich bin natürlich alles andere als ein Finanzanalytiker, – aber dieser link gibt schon einigen Aufschluss:

    https://www.goldsilbershop.de/historische-entwicklung-goldpreis-silberpreis.html

  15. @ helmut 1
    Dass beim Video die Aussage des Arabers am wichtigsten ist, erkennen die Wenigsten.
    Wer hat denn „Merzedes“ mit „z“ geschrieben? Passiert mir auch manchmal! Da kommt das zum tragen, was Du bereits bemängelt hast, man kann es nach nochmaligem Durchlesen leider nicht mehr ändern.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  16. @helmut-1

    Dass Thema hatten wir schon mal.
    Meine Meinung weicht da ab und das hat mit meiner mehr als vierzig jährigen Börsenerfahrung und der Lektüre hunderter Finanzbücher zu tun.
    Auf den Punkt gebracht: Gold ist hochspekulativ wenn man es physisch kauft. Denn die Noten banken werden, wenn es Sinn macht, dasselbe tun wie 1933 Deutschland und die USA: den privaten Goldbesitz verbieten.
    Das kommt dann einer teilweisen Enteignung gleich, weil der zwangsweise Ankaufspreis von den Regierungen festgelegt wird.
    Aber wer ruhig schlafen will und mehr als nur den schnöden Goldpreisanstieg will, der muss Goldminenaktien kaufen. Wenn der Goldpreis um 30 % ansteigt, dann steigen die Minenaktien um 150 % und mehr.
    Warum ist auch sonnenklar: Aktien werden immer mit einem Vielfachen des Jahresgewinns bewertet. Dieser ist je nach Branche unterschiedlich.
    Wenn der Goldpreis also um 30 % steigt, dann steigt grob gerechnet der Gewinn der Minengesellschaft ebenfalls um 30 %. Alles Klar, Helmut? Genau das taten die Minenwerte in der Vergangenheit. Die weltweit größte Minenaktie ist Barrick Gold (bei mir seit Jahren im Bestand). Schau Dir bitte den Chart an. Wo lag der Aktienkurs 2011/14 und wo der Goldpreis?
    Gold kann überhaupt nicht verboten werden und Aktien sollten nicht verboten werden. Insofern ein gutes, aber von Wellen abhängiges Investment. Die Staaten kaufen und verkaufen immer Gold. Nur bei Privaten erfolgt das Goldverbot, eigentlich auch klar. Bleib in Rumänien gesund!

  17. Stellt sich die große Frage, woher die Schreibweise „Merzedes“ kommt. Irgendwie habe ich das in Erinnerung, dass man in Österreich in den 60er Jahren so geschrieben hat, – aber ich bin mir nicht sicher. Trotzdem gibts auch heute noch diese Schreibweise im Internet:

    https://suchen.mobile.de/auto/gebrauchtwagen-merzedes-benz.html

    https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-merzedes-benz-klasse/k0

    https://kleinanzeige.focus.de/autos/merzedes-kaufen.html

    http://www.autowahl.com/thema/mercedes-be

    Wobei es ja anscheinend noch einen Vornamen „Merzedes“ gibt:

    https://kinder-schlaflieder.de/epages/3c45b23e-8ad2-4fdf-b186-52919d05c0a5.mobile/de_CH/?ObjectPath=/Shops/3c45b23e-8ad2-4fdf-b186-52919d05c0a5/Products/%22CD%20GN%20M%20Merzedes%22

  18. Kuno:

    Jetzt muss ich dazusagen, (eigentlich hab ichs ja schon gesagt), dass ich kein Finanzjongleur bin, sondern noch einer von der altgebackenen Sorte.

    Jetzt spielen wir mal einen Vorgang durch, theoretisch wenigstens:

    Da will jemand jeden seiner Kinder – sagen wir mal 100.000 € – in dem Sinn überlassen, dass sie sowas wie ein Erbe bekommen. Natürlich so, dass die Butter nicht in der Hand des Staates auf die Hälfte abschmilzt.

    Da könnte man auf die Idee kommen, man kauft für diese Summe Goldbarren (kann man in RO problemlos und ganz offiziell mit Stempel), transportiert diese in das jeweilige Aufenthaltsland der Kinder, mietet ein Bankschließfach im Saferaum der Bank, bezahlt dafür die monatliche Miete und verwahrt den Schlüssel bei einem befreundeten Anwalt.

    Dieser würde dann die Kinder beim Ableben des Erblassers zusammenrufen und jedem den Schlüssel aushändigen. Es gibt kein Testament, das, was danach noch übrigbleibt, das sind Peanuts, die man gerne versteuern kann, – weil sie mit Sicherheit unter 100.000 € fallen (ich glaube, das ist die Grenze, wo es beim Erben so richtig beim Staat anfängt). Immobilien sind sowieso keine mehr da, die wurden schon lange alle mit speziellen Klauseln beim Nießbrauch übereignet.

    Die lieben Kindlein sind dann die Besitzer der Goldbarren, – und , – je nach Bedarf, – z.B. beim Kauf einer Eigentumswohnung oder sonst was, werden die Dinger herausgeholt und verhökert.

    Frage: ist da eine Unbekannte in meiner mathematischen Rechnung? Sagen wir mal so,- über den legalen Transfer dieser Goldbarren vom einen ins andere EU-Land muss man sich halt schlau machen. Nachdem da aber Zollfreiheit herrscht (angeblich), dürfte das ja auch kein größeres Problem sein.

    Bleibt nur die Frage, welche Unterlagen man beim legalen Verkauf der „Goldstücke“ vorlegen muss, um den rechtmäßigen Besitz nachzuweisen.

    Meine Überlegung: Bargeld hin oder her, Aktien hin oder her, – diese Dinger bewahren einen gewissen Wert, der wohl kaum unter den Gestehungspreis fällt. Dazu sind sie nirgends registriert, also frei verfügbares Kapital.

  19. Bei der Beurteilung des Wahrheitsgehaltes eines Schriftsatzes oder Buches kommt es darauf an, zu erforschen, wer das geschrieben hat. Wie weit der Schreiber wirklich unabhängig den Banken gegenüber ist, denn die Banken lancieren gerne alte Märchengeschichten zur Aufrechterhaltung ihrer scheinheiligen Geschäftspraktiken. Das geht bis in die Universitäten und deren Unterrichtspraktiken. Es werden also Leute ausgebildet, deren Weltbild dermaßen verdreht ist, dass sie später im Berufsleben meinen, dass das was sie machen ihr gutes Recht ist. Dazu ein besonders krasser Fall :
    http://www.youtube.com/watch?v=hQEnt9QSvao
    Zum Goldhandel habe ich eigene Erfahrungen. 1972 war der private Besitz und An und Verkauf von Gold (Barren) in England und Holland verboten, in Deutschland nicht. Als ich in Holland bei einer Bank Gold kaufen wollte, schaute man mich an wie einen Aussätzigen. (Ich wollte das Gold an einen Zahnarzt in England verkaufen und war höchst überrascht, dass es auch dort verboten war).
    Wer Gold bei einer Bank kauft, wird registriert. Wer es in ein Bankschließfach legt, ist automatisch registriert. Bei einem Staatsbankrott ist es automatisch weg, denn es wird beschlagnahmt. Wer sich also für alle Fälle absichern will, hat dann bereits zwei Fehler gemacht.
    Wer physisches Gold kauft (selbst bei einer Bank), läuft Gefahr, dass es gefälscht ist. Goldbarren werden besonders in Asien gefälscht. Es sind dann Wolframbarren mit dünnem Goldüberzug. Das kann ein Privatmensch nicht erkennen. Wolfram (Tungsten) hat das gleiche spezifische Gewicht wie Gold. Das kann man schon im Internet so bestellen. Die einzige zerstörungsfreie Messmethode ist ein sehr teueres Untraschallmessgerät.
    PS. Wer sich ausschließlich auf Aktien verlässt, kann auch eine Bauchlandung machen, besonders wenn er seine Investitionen nicht streut.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  20. Hallo Helmut-1,

    die große Unbekannte bei dem Spiel mit dem Bankschließfach ist die Regierung. Denn das Finanzamt ist berechtigt bei Vorliegen eines Verdachts der Steuerhinterziehung die Öffnung des Schließfaches zu verlangen.
    Und zwar überraschend, denn sonst holt der „Steuerbetrüger“
    das Gold oder die Juwelen vorher da raus und vergräbt es im eigenen Garten.
    Aber ob diese Wertsachen wirklich frei verfügbar dann sein werden, wenn man das braucht, das weiß heute keiner.
    Man kann aber in die Geschichte schauen und da war das Goldverbot 1933 in USA und in Deutschland.
    Der Staat, Pardon ich meine nur die Regierung (der Staat sind wir nämlich selbst) trachtet immer danach die Schlupflöcher des „Packs“ oder des „Personals“ (daher auch unser „Personalausweis“) ausfindig zu machen und zu verstopfen. Da muss man immer mit dem Schlimmsten rechnen. Außerdem: wenn ich 2 – 3 x soviel verdienen kann mit Minenaktien, dann kann ich auch die Steuern zahlen.

  21. @ grillbert

    „Wer physisches Gold kauft (selbst bei einer Bank), läuft Gefahr, dass es gefälscht ist. Goldbarren werden besonders in Asien gefälscht. Es sind dann Wolframbarren mit dünnem Goldüberzug. Das kann ein Privatmensch nicht erkennen.“

    Deshalb tragen Goldbarren eine Prägenummer, z.B. die von Degussa.

  22. Da es jede Nummer nur einmal gibt, lässt sich eine Fälschung durch einen einfachen Anruf schnell ermitteln.
    Stückelung (Gewicht) und Prägedatum müssen stimmen.

    Restrisiko besteht immer. Wenn Du Dich in einer Klinik operieren lässt, muss immer die Einwilligungserklärung unterschrieben werden und da steht klipp und klar, dass die Folgen einer misslungenen Operation nicht zu Lasten der Klinik gehen, soweit diese ordentlich durchgeführt wurde.
    Dieses Risiko beträgt, je nach Art der Operation,
    um die 1,5 %.

  23. @Kuno
    Du bist der Einzige der keine Probleme mit den Fälschungen der Goldbarren sieht. Das ist wahrlich infantil und lächerlich-
    grillbert

  24. Da kenne ich aber viele „Infantile“, die zu den Banken laufen und Goldmünzen oder Goldbarren kaufen, ich selbst zähle nicht dazu.
    Aber nicht wegen des „Fälschungsrisikos“, sondern aus anderen Überlegungen. Bei mir nachlesbar.
    Danke für die Beleidigung.

  25. Lassen wir doch das Geplänkel auf der Seite, das bringt doch nichts. Zumindest hilft es mir bei meiner Suche nach Antwort nicht weiter.

    Nochmal zu dem, was bis jetzt klargestellt wurde:

    Man kann also offiziell Goldbarren kaufen, – egal, ob in D oder in RO. Da kriegt man wahrscheinlich ein Zertifikat neben den Kaufbelegen. Die Gefahr einer Fälschung resp. Wolframsubstanz schätze ich bei offiziellem Kauf bei der Nationalbank als gering ein, da man dort ja eine amtliche Urkunde bekommt.

    Jetzt sage ich vielleicht was Blödes: Wenn einer da 10 Goldbarren kauft und danach einen in der Mitte auseinandersägt, dann weiß er einerseits, was Sache ist, und andererseits verliert der Goldbarren dadurch nicht an Wert, – das Gold bleibt gewichtsmäßig dasselbe. Überhaupt schätze ich das Risiko eines Betrugs im Material bei amtlicher Herkunft eher als gering ein, im Gegensatz zu irgendwelchen Käufen auf dem schwarzen Markt.

    Mich interessiert, ob das irgendwo amtlich registriert wird, dass z.B. in Deutschland der Herr XY irgendwelche Degussa-gestempelten Goldbarren gekauft hat. Dazu interessiert mich, ob das nur jemand machen kann/darf, der in Deutschland gemeldet ist oder auch ein Ausländer resp. ein Nicht-Gemeldeter.

    Jetzt weiter:
    Dann kommt das Zeug in ein Bankschließfach. Muss man auch dort angeben, was drin ist? Diese Regelung wäre mir neu.

    Jetzt unterstellen wir mal, dass Deutschland bankrott geht. Dann wird der Besitz von physischem Gold vielleicht verboten. Wer will das dann rauskriegen, wo sowas vorhanden ist? Werden dann die Schließfächer geöffnet und das evt. dabei gefundene Gold konfisziert?

    Erscheint mir alles irgendwie unwirklich. So ein Goldverbot ist – wie die Jahre gezeigt haben, auch nur von begrenzter Dauer.

    Das, was mir als evtl. Wahrscheinlichkeit erscheint, ist die Möglichkeit, dass dann jemand, der so einen Goldbarren aus dem Bankschließfach holt und dann verscheuern will, pennibel genau darlegen muss, wie er in diesen Besitz gekommen ist und wo er den her hat. Könnte dann sein, dass anschließend – aufgrund dieser Darlegungen – dann eine Erbschaftssteuer oder Schenkungssteuer anfällt, auch dann, wenns nach vielen Jahren ist.

    Aber irgendwie wehre ich mich gegen die Idee von Kuno, einfach als Aktienbesitzer einer Goldmine oder sowas ähnlichem per Akklamation zu bekunden, dass man dort den Betrag von xy € in Form von Gold gebunkert oder gekauft oder als Anteilseigner in Besitz hat. Das vergleiche ich damit, wenn ich beim Urologen bin und meine Unterhose herunterlasse.

  26. Das Internet ist voll von Berichten über gefälschte Goldbarren. Aber NEIN Kuno stellt es in Abrede. Das zumindest ist lächerlich.
    Wenn ein Endverbraucher bei einer Bank einen kleinen Goldbarren kauft, nimmt er an, dass alles in Ordnung ist. Er kommt garnicht auf die Idee, dass er eine Fälschung in seinem Privatresor liegen hat und dieses Stück liegt dann dort über Jahre. Das ist eine Katastrophe, aber nicht für Kuno.
    Hier ein Bericht der FAZ aus jüngster Zeit :
    „Spektakulärer Fall von gefälschten Goldbarren in Niedersachsen-FAZ“
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  27. Das unterstreicht doch nur das, was ich auch gesagt habe:

    Wenn ich über irgendwelche dubiosen Quellen Goldbarren kaufe, dann unterliege ich dem Fälschungsrisiko. Kaufe ich das offiziell von der Landesbank oder der Nationalbank, dann sind die Dinger überprüft worden.

    Beipiele, wo eine kleine Sparkasse über den Tisch gezogen wurde, als sie von einem Privatmann Gold angekauft hat, – das ist für mich nicht relevant. Mir geht es um den abgesicherten Kauf, und das ist – wie ich mich nun schlau gemacht habe – möglich.

    https://www.scheideanstalt.de/gefaelschte-edelmetallbarren/

    Und noch was: Wenn ich für eine Summe von z.B. über 100.T.€ von irgendwo Goldbarren kaufe, dann sind mir auch diese 300 oder 400 €, was so eine Ultraschalluntersuchung kostet, nicht zuviel.

  28. @Helmut-1
    Du bist gedanklich auf dem richtigen Weg.
    Wer als Endverbraucher bei einer Bank einen Goldbarren kauft, beurteilt den Kauf nach Treue und Glauben. Ein Endverbraucher kommt garnicht auf die Idee, dass er eine Fälschung gekauft hat. Damit nimmt das Elend seinen Lauf.
    1. Er muss Mehrwertsteuer entrichten. Das schmälert die Gewinnerwartung.
    2. Die Bank stellt sich dumm und gibt ihm ein Zertifikat.
    3. Der Käufer wird namentlich registriert.
    4. Der Goldbarren landet im Schließfach und ist der Bank jederzeit zugänglich, denn die Bank hat auch einen Schlüssel für das Schließfach.
    5. Der Kunde kann nicht wissen wie oft die Bank sein Schließfach kontrolliert, in einer Art Inventur. Zuviel Vertrauen ist immer schädlich.
    6. Erbschaftssteuer/Schenkungssteuer. Ich hatte einen Freund (Schiffselektriker), der viel auf ausgeflaggten Schiffen fuhr. Er baute sich in der Nähe von Stade ein Einfamilienhaus. Nach vielen Jahren starb er in Japan. Seine Mutter und sein Bruder waren Erben. Die Behörden verlangten nun von den Erben einen Nachweis über die Herkunft des Geldes mit dem das Haus gebaut worden war. Frage : Warum nicht gleich als das Haus gebaut wurde? Die Steuernachzahlung und Strafe war so hoch, dass man das Haus verkaufen musste.
    7. Der Kauf von Goldbarren (in kleinen Stückelungen) lohnt nur ohne Mehrwertsteuer. Dazu muss der Käufer Spezialist sein. Eine Prägung der Degussa ist keine Sicherheit. Sie lässt sich leichter fälschen als ein Geldschein. Außerdem ist die Degussa nicht der einzige Anbieter von Goldbarren.
    8. Bei meinem Aufenthalt in Dubai 1971/72 wurde mir angeboten mit in den Goldschmuggel nach Indien einzusteigen. Der damalige Scheich war schon immer sehr reich, eben durch den Goldschmuggel. Das Gold war sogar bei LLoyds in London versichert. Man konnte seinen Einsatz also nicht verlieren. Wenn die Boote vor der indischen Küste aufgebracht wurden musste man lediglich auf den Gewinn verzichten. Ich habe es nicht gemacht, weil es mir zu unübersichtlich war.
    9. Ich glaube, dass JEDER bei einer deutschen Bank Gold kaufen kann, denn es ist ein Handelsgeschäft (wie bei Aldi). Die Bank verdient daran. Selbstverständlich muss auch ein Ausländer (wie ein Deutscher) seine ID vorlegen und wird registriert.
    Bei einem Staatsbankrott wird man den Ausländer nicht enteignen können, denn er wird nicht so dämlich sein, da Gold in einem deutschen Bankschließfach zu lagern.
    MfG grillbert aus Hamburg.

  29. Danke, das war übersichtlich und ausführlich. Eine Frage habe ich noch (bitte nicht lachen):

    Mwst. muss ich in jedem Land bezahlen, wenn ich sowas von der Bank kaufe. Wenn das eine beträchtliche Summe ist, die ich dann hinlege, wie geht das? Kann ich von der Bank – evtl. auch gegen Übernahme der Kosten – eine Ultraschalluntersuchung verlangen? Habe ich das Recht resp. die Möglichkeit dazu?

    Andere Frage: Weißt Du zufällig, wie das mit den Grenzen aussieht (die 10.T.€ sind mir geläufig, aber wie siehts bei Waren aus, die 10.T.€ übersteigen, wie z.B. Goldbarren), – muss man das angeben?

  30. @Helut-1
    Das stimmt nicht ganz was Du um 12.35 Uhr geschrieben hast. Auch eine Sparkasse ist verpflichtet einen Ankauf auf Fälschung zu prüfen, sonst erfüllt ihr Zertifikat den Tatbestand des Betrugs.
    Auch bei Landesbanken/Nationalbanken sind Fälschungen gehandelt worden, mit Absicht oder aus Schlampigkeit, wer will das sagen?
    Die USA haben vor Jahren vom Chinesen Gold gekauft und später festgestellt, dass es Wolfram war und den ganzen Mist zurückgeschickt. Diese Berichte kann ich im deutschsprachigen Internet nicht so schnell finden. Wahrscheinlich sind sie gelöscht.
    Fakt ist, beim Kauf von Goldbarren kann man ohne gute Informationen sehr schnell in eine Falle tappen.
    MfG grillbert aus Hamburg.

  31. @Helmt-1
    Zu deinen Fragen von 13.42 Uhr.
    Mit Sicherheit werden Goldbarren beim Grenzübertritt genau wie Bargeld behandelt.
    Übernahme der Ultraschallkosten wird von Bank zu Bank verschieden sein und eher eine Verhandlungssache.
    Aber hier ein guter Tipp : Wenn Du einen größeren Einkauf planst, empfehle ich Dir die Kontaktaufnahme (in RO) mit der Botschaft/Landesvertretung der UAE (Unitet Arab Emirates) dort bekommst Du den besten Preis und man kann Dir die möglichen Modalitäten zwischen UAE und RO mitteilen und Du kannst sicher sein, dass das Material geprüft ist (mit Zertifikat). Du hast außerdem keine Arbeit, denn das Gold kommt dann per Flieger.
    Meine Erfahrung mit Dubai : Auf dem Goldbasar kann man alles kaufen. Goldschmuck wird lediglich gewogen und zum Tageskurs verkauft. Die Arbeit braucht man nicht bezahlen. Wie die das machen ist mir rätselhaft. Wahrscheinlich steckt im Gold eine große Handelsspanne und die Arbeit wird von Pakistanis/Indern mit Billiglohn gemacht.
    Ich selbst habe nie mit Gold gehandelt oder geschmuggelt. Aber Pornofilme aus Dämemark 1971/72 war auch sehr einträglich.
    MfG grillbert aus Hamburg.

  32. Danke! Jetzt habe ich wenigstens mal eine ungefähre Vorstellung über dieses goldige Thema.

    Pornofilme aus Dänemark waren immer einträglich, gerade Anfang der 70er Jahre. Noch einträglicher war es, Spirituosen damals nach Skandinavien zu bringen.

    Dazu eine Story:
    Als wir damals (ich glaube, es war 1970) mit der Badewanne

    https://www.google.com/search?q=Ford+Taunus+Bj.+1968&rlz=1C1CHBF_enRO776RO776&tbm=isch&source=iu&ictx=1&fir=6QAEI925cBZBjM%253A%252CMWLaSZBPQ0k5LM%252C_&usg=AI4_-kTOmrBwrtwTLAsMDeEFdGMZPjhKrg&sa=X&ved=2ahUKEwilu8yNjp3fAhUKXRoKHYW5BhwQ9QEwBHoECAUQDA#imgrc=ZZrYop4aib6rnM:

    zum Nordkap gefahren sind, mein Freund und ich, da benutzten wir die Fähre von Cuxhafen nach Bergen. War eine schöne Sache, auch mit dem Pauschalmenue an Bord (für 20 oder 25 DM futtern, was das Zeug hält, – ohne Mengenbegrenzung, und als 20-Jähriger hat man noch Appetit). Beim Rausfahren aus der Fähre kam die norwegische Zollkontrolle ins Spiel.

    Wir hatten für diese 9.000 km (über Finnland zurück wieder nach Wien) insgesamt 23 Tage geplant. Für diese 23 Tage hatten wir 23 x 1kg-Dosen mit unterschiedlichem Menue, noch einige andere Sachen und genau 23 Flaschen Geistiges (Konak, Whisky, Wodka, etc.) . Dann wurde es ernst.

    Klar machten die Grenzer den Kofferraum auf, nachdem sie unsere Pässe kontrolliert hatten. Dann sahen sie die Campingausrüstung, die Dosen, aber auch die Spirituosen. Man konnte sich gut in Englisch mit den Leuten unterhalten. Wir erklärten ihnen, was diese Spirituosen im Kofferraum bedeuten, dass es unsere Ration genau für 23 Tage ist. 23 Dosen Essen und 23 Flaschen Spirituosen. Es wäre unsere „normale“ Ration, wir sind Österreicher, bei uns ist das sowas wie ein Lebensmittel. Wir haben keine einzige Flasche zum Verkaufen, das ist alles Eigenbedarf. Wir brauchen das einfach zum Leben.

    Ich weiß nicht, was die Kerle gedacht haben, – sie besprachen sich untereinander in norwegisch, schüttelten manchmal den Kopf, sahen uns von der Seite an, – aber wir blieben todernst. Schließlich machte der eine eine undefinierbare Handbewegung, und deutete uns, dass wir weiterfahren sollten.

    Wenn mich was interessiert hätte, dann wäre das nur der Inhalt dessen gewesen, was die Kerle untereinander gesprochen hatten. Oder was sie letztlich über uns gedacht hatten.

    Fest steht, wir hatten uns von Anfang darüber verständigt, wo wir von unseren Flaschen Gebrauch machen wollten, – und haben schon auf der Karte den A. von Finnland fixiert. Das war ein kleines Dorf im Norden, kaum zu erkennen auf der Landkarte. Dort fuhr man über einen erdigen und holprigen Weg, bis man zu einem Fluss kam. Das Dorf bestand aus 6 Häusern, lag aber auf der anderen Seite des Flusses.

    Irgendwie hatten wir dann Glück mit einem Fischer, der uns auf seiner Zille auf die andere Seite brachte, – natürlich ohne irgendwelche Sprachkenntnisse. Und doch hatten wir es geschafft, – mit Händen und Füßen hatten wir uns verständigt. Der Wechselkurs war 1 : 1. Das hieß eine Flasche gegen ein Fell oder ein Geweih. War eine schöne Sache, – wenn die vielen Mücken nicht gewesen wären…..

  33. Hallo Helmut-1,

    Du kannst jederzeit in Frankfurt a.M. bei Orpheum im Gesamtbetrag (pro Kauf) von bis 10.000,00 Euro anonym Gold kaufen.
    http://www.ophirum-frankfurt.de/

    So kostet ein in durchsichtige Plastik eingeschweißter Goldbarren von 250 g Gewicht mit Prägenummer, Gewichtsaufdruck und Quittung der Firma Orpheum rund 8.850 Euro. Ein Personalausweis muss nicht vorgelegt werden.
    Nur- ob Du damit ohne Zollaufschlag nach Rumänien kommst, weiß ich nicht.
    Du kannst Gold auch in Frankfurt bestellen und Dir liefern lassen.
    Nur: ich verstehe nicht wozu?
    Der Gewinn mit Gold wird immer gering sein, schon wegen der Spanne zwischen An- und Verkauf.
    Kaufe Aktien von Barrick Gold. Die Hebelwirkung hatte ich letztens erklärt. Die Steuer wird in Rumänien auch niedrig sein. Wenn ich 183 Tage mindestens in Spanien lebe, dann zähle ich steuerrechtlich als Spanier. Das dürfte in Rumänien so ähnlich sein.
    Der Vorschlag von Grillbert, auf einem Basar in Dubai das Gold zu kaufen und nicht etwa in Frankfurt oder München oder in der Schweiz ist im Hinblick auf die sinnlose Diskussion in Sachen Fälschungen ein Lacher!
    Die wiegen das Gold von Hand ab, wie in Deutschland vor 70 Jahren das Mehl? Registriernummer, Prägestempel?

    Gold wird in Dollar gehandelt und kostet daher überall auf der Welt ähnlich viel, weil der Dollar überall den ähnlichen Preis hat. Übrigens hat der Dollar noch nie seinen Wert verändert gegenüber anderen Währungen, sondern alle anderen Währungen werten gegen den Dollar auf oder ab.
    Genauso wie der Goldpreis seinen Wert seit 2000 Jahren nicht verändert hat. Sondern es sind die Währungen und Münzen, die seit 2000 Jahren an Wert verloren gegen Gold.
    Aber daraus zu schlußfolgern, dass Gold immer gut sei ist falsch, wenn man den Zeitfaktor dabei vergisst.

  34. Wer eine Neuware mit Rechnung aus Deutschland exportiert bezahlt keine Mehrwertsteuer. Gegebenenfalls bei Präsentation der Ware und Vorlage der Rechnung (incl.Mwst), wird der Mwst-Betrag umgehend an der Grenze ausgezahlt.
    Wenn man den Versand zB. von Hamburg unter Zollverschluss ins Ausland vornimmt, bekommt der Händler eine Freistellung von der Mwst.

    Helmut-1 Hast Du mich auch so verstanden, dass Du das Gold in Dubai auf dem Goldbasar kaufen sollst ? Und das obwohl dort noch mit mittelalterlichen Waagen gemessen wird ?
    Der Goldwert ist seit 2000 Jahren unverändert ! Mehr kann man sich wohl nicht blamieren ! Mir reichts !
    MfG grillbert aus Hamburg.

  35. Gold ist in Deutschland immer noch MwSt befreit, also auch bei Orpheum in Frankfurt.

    Der Goldpreis kann sich überhaupt nicht gegen Geld geändert haben!
    Es ist einfach nicht möglich!
    Aber dazu muss man logisch denken können.

    Demnächst behauptet hier noch einer, wie weiland der Papst in Rom, die Sonne drehe sich um die Erde, nur weil der Depp jeden Abend die Sonne „untergehen“ sieht.

  36. Dasselbe gilt, wie ich schon vor Jahren hier schrieb, für den Dollar.
    Solange der Dollar die Weltleitwährung ist, solange kann er seinen Wert im Verhältnis zu anderen Währungen nicht verändern!
    Das habe ich schon vor 30 Jahren bei Andre Kostolany gelesen und es ist überaus logisch, wenn man logisch denken kann.
    Der Dollar hat nie seinen Wert verändert, sondern alle anderen Währungen werten entweder auf oder ab.
    Ich bin des weiteren der Ansicht, dass die Endzeit des US Dollars als Weltleitwährung noch lange nicht gezählt sind.
    Laut Dirk Müller übersteigen die Schulden Chinas in US Dollar nämlich die Guthaben der Zentralbank von China in US Dollar deutlich.
    Diesen Punkt habe ich nicht nach recherchiert; ich verlasse mich einfach darauf, dass dies Müller schon richtig gemacht hat. Wenn man den jetzigen Sie Trumps gegen Westeuropa in Sachen Gasimport einkalkuliert und eine Verdreifachung der Gas- und Ölpreise für möglich hält, (es muss nämlich nur zwischen den Saudis und dem Iran knallen) dann sieht es mit den US Finanzen im Vergleich zu Europa und China gar nicht mal so schlecht aus.

  37. @ Grillbert: verständlich. put-optionen oder ausgerechnet die Telekomaktie (@Helmut
    Die M. Krug, Anmerkung kam von mir ) als Absicherung bzw. Vernunft zu bezeichnen ist, schon sehr gewagt. Wenn dann noch Reichsbürgerdinge wie „versuch mal mit Personalausweis in den Bundestag“ usw. dazukommt, frag ich mich schon wann du die gelesenen Bücher mal versuchst zu verstehen, statt nur zu lesen. Wer hat denn wohl Hausrecht im Bundes- oder meinetwegen Reichstag, überhaupt bekannt ?
    Dann noch zu behaupten, Gold unterläge keiner Mehrwertsteuer ,als Industriekaufmann spare ich mir da mal meinen Kommentar, könnte tatsächlich sonst noch wirtschaftsliberal wirken.
    Würde gerne mal Herrn Gysis seltenen Lichtblick erleben, wenn er dieses kunoeske Weltbild kommentiert.
    Erinnert mich irgendwie aktuell schwer an Merz aus Niedereimer, der die Renten mit Aktien absichern wollte. Nur war wenigstens ihm klar dass er mit der Nummer für Blackrock nicht durchkommt. Er wollte wohl nur noch mal den neoliberalen Stinkefinger zeigen, als absehbar war die 2. Klatsche gegen eine Frau zu kassieren. Aber das frage ich ihn den zumindest bei Gelegenheit dann persönlich, ob ich richtig lag.
    Gruss aus dem aktuell verschneiten Sauerland, (1. Schnee heuer, Winter ist genauso Mangelware mittlerweile wie Insekten, letzteres könnte was mit den perfekt aussehenden roundup-Tannen zu tun haben, die jetzt wieder so schön ausgasen im beheizten Wohnzimmer. Aber das wäre ein neues Thema, hier ging es ja um den Euro.

  38. @ Mitleser
    Da ich auch im Sauerland geboren wurde, ist es mir besonders sympathisch, dass Sie die Kritik an manchen Äußerungen vorgenommen haben, die ich nicht mehr ausüben darf.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  39. @ Grillbert, Kuno
    Eigentlich verbietet es mir meine Erziehung aus Respekt, ältere Menschen so deutlich anzugehen, möchte mich Kuno gegenüber für meine etwas aufbrausende Art daher hiermit entschuldigen.
    Eigentlich schätze und profitiere ich von diversen gelegentlichen Abschweifungen und Ausführungen vieler deutlich älterer Kommentatoren hier. Gibt es mir doch die Möglichkeit in dieser Ecke dieser kleinen alternativen Medienseite von gemachten Lebenserfahrungen und Ansichten persönlich Rückschlüse für mich zu ziehen, und mich selbst zu hinterfragendas funktioniert aber nur solange wenn nicht zu fast jedem Thema
    teils in sich widersprüchliche ellenlange Romane und Monologe auftauchen. Es wäre schade wenn Gegenfrage samt Kommentarbereich wie auf Facebook nicht nur stagniert, sondern wie Facebook selbst im Brackwasser der Beliebigkeit droht unterzugehen. Soweit wünsche ich zum Jahresende allgemein in die Runde ruhige Tage der Reflexion von 2018, aufdass das Portal 2019 für Bürgender noch halbwegs tragbar ist und erhalten bleibt. Werde mich zukünftig etwas ausklinken und mich aufs mitlesen beschränken (versuchen).

  40. Ich bin in der Tat verstimmt und zwar aus zwei Gründen:
    1. meine Replik auf die haltlose Behauptung, beim Goldkauf zu Anlagezwecken werde in Deutschland MwSt. berechnet, wurde vom Bürgenden gestrichen.
    2. Was ein Industriekaufmann beim möglichen Einkauf von Gold zu gewerblichen Zwecken erfährt, entzieht sich meiner Kenntnis und war auch zu keinem Zeitpunkt Gegenstand der Erörterungen hier.

  41. Da ich zu 1. nichts sagen kann und deswegen deine Ausführungen zu 2. durch die angenommene Zensur möglicherweise dann unvollständig oder verzerrt dargestellt gestellt wurde , kann ich dazu ebenfalls nichts sagen. Mir ging’s lediglich darum mich für meine respektlose Art zu antworten zu entschuldigen, was ich tat. Ich werde auch kein Öl kein mehr ins Feuer gießen.
    Inhaltlich war das Thema die Abschaffung der D-Mark, alles weitere, dafür wurde die Plauderecke eingerichtet.
    Sollte tatsächlich seitens der Seitenbetreiber von Gegenfrage Zensur ausgeübt werden, hätte sich dass hier in den Kommentarbereich zu schauen für mich allerdings komplett erledigt. Dann beschränkt ich mich auf Facebook/Gegenfrage, da weiss man wenigstens um die Manipulation.

  42. @Kuno
    Ich hab nur nen Einzeiler gelöscht, in dem irgendwer aufgefordert wurde die Klappe zu halten, eine Replik kam hier nicht an.

  43. Ich hatte lediglich eine humorvoll gehaltene Aufforderung gesendet, entweder die Klappe zu halten oder Herrn Google um göttliche Eingebung zu bitten.
    Das war alles. @grillbert hatte mich hingegen „infantil“ genannt. Wo bleibt da das Hausrecht?

  44. PS. Zu der Anschuldigung, ich hätte Kuno beleidigt. Hier die vorangegangene Beleidigung von Kuno gegen mich.
    Es ging um meine Aussage, bei Goldkauf ist natürlich auch MWST zu entrichten.
    14 Dez. 2018 schrieb Kuno „Aber dazu muss man logisch denken können“.
    Das habe ich erst jetzt gelesen, da ich die kunoschen Ergüsse schon lange nicht mehr lese.

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