Duterte nennt UN-Menschenrechtler „hohlköpfigen Hurensohn“


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Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat erneut eine große Persönlichkeit beleidigt, diesmal den UN-Menschenrechtskommissar als „Hurensohn mit einem leeren, großen Kopf“.

Duterte Zeid Ra'ad Al Hussein Hohlkopf
Duterte Zeid Ra’ad Al Hussein Hohlkopf, Bild: Gegenfrage.com

„Schau, du hast einen großen Kopf, aber er ist leer. Es gibt keine graue Substanz zwischen deinen Ohren. Er ist hohl. Er ist leer. Er nutzt nicht einmal als Nährboden für deine Haare, weil deine Haare an dieser Stelle verschwunden sind“, sagte Duterte am Dienstag in einer Rede.

Damit bezog er sich auf UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra’ad Al Hussein. Dieser hatte Duterte letzten Monat angeraten, sich in psychiatrische Behandlung zu geben, nachdem dieser UN-Berichterstatterin Agnes Callamard verbal attackiert hatte .

„Hey Hurensohn, ich soll zu einem Psychiater gehen?“, so Duterte während der Rede. „Der Psychiater hat mir gesagt: Es geht dir gut, Bürgermeister. Du liebst es einfach zu fluchen“ , sagte er weiter und bezog sich dabei auf seinen früheren Posten in Manila. Duterte erwähnte, dass man ihm geraten hatte, Zeids Bemerkung nicht zu kommentieren, aber er sagte, er werde „Rache üben“.

Die Bemerkungen folgen einer Untersuchung der Vereinten Nationen in Zusammenhang mit Dutertes umstrittenem Drogenkrieg. Callamard leitet die Untersuchung. Duterte drohte ihr dafür „Schläge“ an und wies philippinische Behörden an, jegliche Zusammenarbeit mit den Vereinten Nationen zu verweigern.

Anti-Drogen-Operationen

Laut Zahlen der Polizei kamen auf den Philippinen seit Juli 2016 rund 4.100 Verdächtige in Anti-Drogen-Operationen ums Leben. Allerdings behaupten Menschenrechtsgruppen, dass die Zahl dreimal höher liegen dürfte und machen die Behörden dafür verantwortlich. Im Jahr 2016 sagte Duterte, er sei „glücklich, Drogenabhängige zu schlachten“, so wie Adolf Hitler einst die Juden.

Duterte beleidigte in der Vergangenheit bereits mehrere hochrangige Persönlichkeiten. Sehr bekannt war seine Rede gegen den früheren US-Präsidenten Barack Obama, den als „Sohn einer Hure, der zur Hölle fahren soll“ beschimpfte.

Desweiteren drohte er damit, „die Vereinten Nationen niederzubrennen“ und bezeichnete den früheren UN-Generalsekretär Ban an Ki-Moon als „Teufel“.

Quellenangaben anzeigen
hurriyetdaily, rtvetr



2 Kommentare

  1. Als die Amerikaner um das Jahr 1900 herum die Philippinen von Spanien eroberten – das einzige Land, das sie jemals als ihre Kolonie bezeichneten – haben sie lt. Ward Churchill (On the Justice of Roosting Chickens) dabei 1,5 Mio. Filipinos abgeschlachtet. Schießbefehl für die US-Army auf männliche Filipinos ab 10 Jahren auf der Insel Luzon. Wiedergutmachung wie von den Deutschen? Nun ja, die Amis brauchen wohl eine Re-education. Will sagen, laßt die Filipinos mit Besserwisserei in Ruhe.

  2. @ 0177translator

    Diesen Fall USA – versus Philippinen kannte ich nicht und habe das googeln müssen. Die deutsche Wikipedia meldet dazu, dass bis zu einer Million Philippinos dabei umkamen.
    Die meisten allerdings nicht während der Kämpfe, sondern infolge der Hungerblockade.
    Wieso wusste ich nichts davon?
    Ich glaube, weil die Medien davon nichts berichtet haben.
    Aber die gleichen linken Medien reden den Nachfahren der Hereros in Afrika ein, das diese Wiedergutmachung für ein angebliches Massaker der deutschen Kolonialtruppen in Afrika fordern sollen.
    Der Hass auf alles Deutsche ist dabei die Triebfeder und bestimmt nicht der Gerechtigkeitssinn.
    Wenn dem so gewesen sein sollte, wie die Linken heute behaupten, warum haben dann Hereros tapfer Deusch-Südwest gegen die Eroberung durch britische Truppen 1915 verteidigt?
    Das hätten die nicht getan wenn die deutsche Schutztruppe ein Massaker begangen hätte.

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