CNBC-Umfrage: Gold weiterhin "sicherer Hafen" Nr. 1


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Gold ist unter den CNBC-Lesern wohl weiterhin der sicherste Hafen. Jedenfalls im Vergleich mit Schweizer Franken und Japanischem Yen. Alle wichtigen Devisen und Anlageklassen sind seit Jahresbeginn gegenüber Gold gefallen.

Goldmünzen Bild: Gegenfrage.com
Goldmünzen

Nachdem der Schweizer Franken gegenüber den Euro nach der Entkoppelung von der Gemeinschaftswährung fast 30 Prozent zugelegt hat, stellt sich für viele Anleger wieder die Frage, welche Devise als „sicherer Hafen“ ins Depot gehört. CNBC startete eine Umfrage dazu.

Auswählen kann man zwischen Schweizer Franken, Japanischem Yen und Gold als „sicherer Hafen“. Überwältigende 82 Prozent stimmten für Gold, 12 Prozent für den Schweizer Franken und nur 6 Prozent für den Japanischen Yen. 6715 Leser stimmten ab, Stand 20. Januar 2015 um 10:50 Uhr. Eine ähnliche Umfrage mit mehr Auswahlmöglichkeiten wird es im Februar auf Gegenfrage.com geben. Hier geht’s zur Umfrage von CNBC: Klick.

Alle wichtigen Währungen fielen seit Jahresbeginn bis vergangenen Freitag gegenüber Gold, allen voran der Rubel (-18,5 Prozent), gefolgt vom Euro (-9,5 Prozent). Auch der DAX und der Dow Jones Index sackten ab. Einzig Silber hielt sich bislang weitgehend stabil. Weitere interessante Preisentwicklungen diverser Assets gegenüber Gold gibt es hier.

12 Kommentare

  1. Tut mir leid, aber ich halte Gold für eines der unsichersten Investitionen in Europa und wahrscheinlich weltweit.
    Gold wird sicherlich steigen im Zuge der theoretischen Inflation.
    Deshalb setze auch ich auf Gold, aber auf Aktien der Goldminen!
    Wer physisches Gold kauft, kann sein Geld gleich zum Finanzminister bringen.
    In den USA und in Deutschland wurde der private Goldbesitz 1933 verboten.
    Warum sollte dies, analog zu heute Syrien, nicht auch in der EU geschehen?
    Man kann weder mit dem Flugzeug das Gold in Indien oder China in Geldscheine bringen, noch möchte jemand mit dem Auto nach Indien reisen.
    Man kann auch keine Späne vom Gold abhobeln und damit einkaufen gehen!

  2. @Kuno
    Als Investition ja, da mögen Sie recht haben.
    Aber physisches Gold ist eine der besten langfristigen Anlagen. Geht man mal vom Kollaps eines nicht gedeckten Papiergeldes wie dem Dollar aus. Mit den darauf folgenden Konsequenzen für die Weltwirtschaft, bringen einem Investitionen in Aktien oder ein Bankguthaben und Papiergeld, etc. überhaupt nichts mehr.
    Da können Gold und Silber durchaus beliebt werden bei Geschäften, denn Gold und Silber haben immer einen Schmelzwert. Da können Sie auch vom Barren was abhobeln oder Gold in Grammbarren horten.
    In Deutschland gibt es (noch) das anonyme Tafelgeschäft. Wenn Goldbesitz wiedermal unpatriotisch wird als Staatliche Enteignungsmaßnahme, wer ist dann so blöd und gibt sein Gold/Silber freiwillig ab? Gold ist dazu da derartige Phasen zu überdauern.

  3. Ja Gold is die enzige währung die nie untergeht gold ist wichtig doch leider besitzen nur die mächtigen Gold.

  4. @Kuno:

    Das sehe ich etwas anders. Schau dir al beim World Gold Council die Nachfrage nach physichem Gold in Barren und Münzen, sowie die Einkäufe der Zentralbanken insbesondere China und Russlands an. Da ist Gold alles andere als unsicher. Vorteil auch noch, nach einem Jahr sind Gewinne steuerfrei.
    Anbieter zum Kaufen gibt es viele mittlerweile
    Degussa, Proaurum, Ophirum, Commerzbank GoldOnline, Philoro, etc.
    Ich glaube das Thema wird richtig interessant in den nächsten Jahren, gold ist noch lange nicht abgeschrieben!

  5. @ Kyuss

    Aktien sind kein Papiergeld, sondern ein verbriefter Anteil an einem Unternehmen. Als das deutsche Reich 1945 unterging, folgte 1948 die Währungsreform (in der DDR erst 1949). Im zuge dieser Währungsreform verloren die deutschen durchschnittlich im Verhältnis 6:1, d.h. Bankguthaben wurden 10:1 umgetauscht, d.h. für 10 RM gab es 1 DM.
    Lebensversicherungen etwa 6:1. Bei Immobilien wurde, da man der Witwe, die ohnehin nicht bezahlen konnte nichts wegnehmen wollte und konnte, der Lastenausgleich eingeführt. Wenn ich recht erinnere mit einem Zeitfenster von 25 Jahren. D.h. die Witwe oder die Kinder hatten 25 Jahre Zeit, die Umstellungskosten zu zahlen. Da aber der Wert der Immobilien anstieg, blieben Immobilienbesitzer letztlich ungeschoren.
    Und Aktienbesitzer? Sofern es nicht eine Firma war, die beschlagnahmt oder zerschlagen wurde (IG Farben z.B.) war die Steuer gering, denn maßgeblich war der Nennwert der Aktie. Aber im Zuge des Wiederaufbaues stiegen die Aktien um ein Mehrfaches. Beim Verkauf der Aktie ist es egal, welche Währung gerade gilt. Und: Mit Gold zum Bäcker gehen? Das werden dann sicher überbezahlte Brötchen werden!

  6. @Kuno
    Vielleicht mag der Bäcker ja lieber Aktien haben? Möglicherweise hat man sogar Glück und der DAX wird zum Pennystock, dann passt das mit etwa den Brötchen.

  7. Was bringt mir eine Aktie in einer Phase der Hyperinflation, wenn der Nennwert nur noch ein Zehntel an Kaufkraft ausmacht? Was bringt mir eine Aktie, wenn die Börsen crashen und der Kurs der Aktien ins Bodenlose fallen? In einer Depression, wenn die Wirtschaftsleistung sinkt, die Kaufkraft und die Bereitschaft der Leute zum Konsum, verbunden mit sinkender Investitionsbereitschaft der Wirtschaft? Das Spektrum der Szenarien, die das Verlustrisiko einer Aktie beinhalten, ist groß und vielfältig. Kriege, Naturkatastrophen, feindliche Übernahmen/Vererbung und daraus folgend Zerstückelungen von Unternehmen sind nur einige weitere, die unwahrscheinlicheren möchte ich gar nicht erst aufzählen. Aber schön, solange alles gutgeht und der Wert steigt.

    Gold hingegen ist ein seltenes Gut, das nur mittels eines Teilchenbeschleunigers künstlich vermehrt werden kann. Das ist völlig unrentabel und so wahrscheinlich wie ein Asteroid, der auf die Erde aufschlägt und große Mengen Gold enthält, was die Gesamtmenge an Gold erheblich erhöhen würde. Um eine Unze Gold zu generieren, muss eine erhebliche Menge an Arbeitskraft aufgewendet werden, die sich in dem Barren oder der Münze dann wieder findet. Das ist etwas, was kein aktienvernichtendes Szenario negieren kann. Simple Fakten, keine Meinungsmache und abstruse Wahrscheinlichkeiten.

  8. @ Colin Cardon

    Ich dachte, das Thema sei nun abgehakt!
    Aber zur Sache: Ein Blick in die Aktiengeschichte der letzten 100 Jahre zeigt, dass Aktien im wesentlichen ihren Wert (das ist nicht der Nennwert!)
    immer behalten haben. Denn bei steigenden Preisen verdienen die Unternehmen mehr Geld.
    Das, was wir jetzt haben (in Japan schon seit 1989) ist nicht Inflation, sondern Deflation, also fallende Preise.
    Deswegen hatten wir auch den Preiscrash des Goldes von fast 1.900 Dollar auf jetzt 1.200 Dollar, mit weiter fallender Tendenz.
    Deshalb musste der Privatbesitz von Gold auch noch nicht verboten werden.
    Der finale Crash ist eben noch nicht da.

  9. @ Bürgender,

    Habe ich nicht schon alles erzählt?
    Solange der Kapitalismus existiert, werden Aktengesellschaften (AG) Kapital benötigen. Mit diesem Kapitalwunsch könnten die AG auch zu einer Bank laufen und um Kredite bitten. Aber diese kosten Geld (Zinsen) und werden in der Regel an Bedingungen geknüpft. Der Sparer, der Aktien kauft und so zum Aktionär wird, stellt keine Bedingungen. Er verlangt auch keine Zinsen. Erwirtschaftet die AG einen Gewinn, so kann dieser Gewinn teilweise an die Eigentümer, dazu zählt jetzt unser Aktionär, ausgeschüttet werden. Muss er aber nicht. Der Ausfall der Dividende kann auch ein freudiges Ereignis sein, weil nämlich durch das Kurzhalten der Eigentümer der Gewinn im Unternehmen verbleibt und so den „inneren Wert“ erhöht. Allerdings ist die Leidensfähigkeit der Aktionäre meistens begrenzt: Fällt die Dividendengutschrift aus, neigen einige Aktionäre zum Verkauf. Genau darin liegt die Chance zum Geldverdienen. Wenn der eine Aktionär mehr versteht wie der andere, dann kann er im Vorteil sein.
    Noch einfacher (mir selber schon passiert): Die Zeitungen berichten positiv über ein Unternehmen (Internet war noch nicht erfunden).
    Ein Geldanleger spielt schon länger mit dem Gedanken, Aktien zu kaufen und kauft genau diese „empfohlenen“ Aktien. Das ist schon der erste und meist verhängnisvolle Fehler. Denn die empfohlene Aktie befand sich gerade auf Ihrem Gipfel. Der Mann (die Frau) kauft und freut sich vielleicht noch 14 Tage über weiter steigende Kurse. Dann fällt die Aktie, weil die, die diese Aktie schon lange im Depot hatten, nun, bei diesem guten Preis verkaufen. Der Preis fällt also. Der frischgebackene Aktionär ist erschreckt, aber der Verlust ist noch gering und so wartet er auf bessere Zeiten. Es kommen aber schlechtere Zeiten, sei es, weil gerade Mai ist (der übliche Zeitpunkt zum Ausstieg), sei es, das die Notenbank die Zinsen erhöht, oder weil alle Aktien aktuell als „überbewertet“ gelten. Deshalb fällt der Kurs auch „seiner“ Aktie weiter, seine Frau zetert: Was hast Du ur gemacht? Wir wollten in den Urlaub fahren und jetzt wird sicher nichts mehr daraus! Was macht unser Mann? Er wartet noch ein oder zwei Wochen ab und dann verkauft er.
    In dieser Zeit hat die Aktie vielleicht 25 % Verlust gemacht und er schwört: ich fasse nie wieder Aktien an!
    Die informierten Aktionäre auf der anderen Seite, die zu Höchstpreisen ausgestiegen waren, steigen aber bei 25 % langsam wieder ein, weil das ein starkes Kaufsignal ist.
    Jetzt schreien sicherlich einige Leser: So ein Käse, was dieser Kuno da schreibt! Das machen doch die großen Aktienfonds und die Banken unter sich aus! Otto Normalaktionär wird da nur abgezockt!
    Meine Antwort: Nein, niemand wird abgezockt. Auch ein milliardenschwerer Fonds hat immer nur zwei Möglichkeiten: Kaufen oder Verkaufen. Oder halten. Was will ich damit sagen? Das steht ganz oben: der Aktionär ist Eigentümer. Besser wie im Sozialismus. In der existiert habenden DDR wurde den Habenichtsen eingeredet: Ihr seit die Eigentümer der Firmen, das ist alles Volkseigen. Aber niemand hat etwas gehört. Man sah nie eine Dividende. Das war und ist im Kapitalismus nicht nur besser, sondern demokratischer. Und was ist mit den Stimmrechten? Die meisten Aktionäre sind faul, ich auch. Deshalb schenke ich meiner Bank mein mir gesetzlich zustehendes Stimmrecht, in der Hoffnung, dass die damit besser umgehen können. Aber es gibt auch Aktionäre, die zu jeder HV (Hauptversammlung) fahren und dort Einwände vor tausenden Zuhörern und vor dem Mikrofon vortragen. Das ist nicht meine Sache, ich habe Angst vor Mikrofonen. Ist das Verschenken des Stimmrechts schlecht? Nein!
    Denn die Banken, die in der Regel auch die „Hausbank“ dieser AG sind, sind nicht am Untergang, sondern am Gedeihen der Firma interessiert. Genauso wie die Mitarbeiter. Ein Bekannter von mir arbeitet bei der Allianz Versicherung in München. Seit 20 Jahren erhält er am Jahresende, wenn er denn will, Aktien zum Vorzugspreis. Meistens so um 15 – 20 % billiger, wie der aktuelle Börsenkurs. Wenn ich dem erzähle, da gibt es Leute, statt die sich an ihrer eigenen Firma beteiligen, oder einer anderen ihnen sympathischen Firma, stattdessen kaufen die unverzinstes Gold und legen das in ein Schließfach! Also nein, der Mann kennt die Gesetze. Er weiß damit auch, dass der deutsche Staat die Banken zur Überprüfung der Schließfächer auf Verlangen schon vor langer Zeit verpflichtete. Bleibt der Safe Zuhause oder der Toilettenspülkasten. Aber dieses Versteck kennen die Einbrecher auch schon. Da wird immer zuerst nachgeschaut.
    Man kann es drehen wie man will: es gibt keine Alternative, oder um mit Tante Merkel zu sprechen: alternativlos. Alternativlos bis zum finalen Crash. Diesem, so leid es mir hier tut, kann sicher keiner mit Wohnsitz in der EU entziehen. Man kann, vielleicht, relativ besser abschneiden wie andere. Es wird keine Schlupflöcher geben! Ist das Bargeld erst abgeschafft, wie soll dann das Gold (sofern nicht schon als erstes verboten) verkauft werden. Nur gegen Gutschrift auf der Bank in…sagen wir mal Verrechnungseinheiten. Und dann fragt das Finanzamt sofort, wo dieses Gold herstammt und schätzt den Einkaufspreis besonders niedrig um besonders viel „Gewinn“ abgreifen zu können. Gewinn? Gold ist ein Inflationsschutz bis zum Verbot. Aber bis dahin schon. Aber derzeit sinken die Preise eher. Die Zinsen sind niedrig, werden aber weniger vergeben. Aktien reagieren auch stark auf politische Ereignisse. Wenn der Antichrist mit dem Friedensnobelpreis noch stärker in der Ukraine zündelt und vielleicht die heutige georgische Regierung verjagen will, genau wie in der Ukraine, dann können die Aktien sinken. Mit dem Unternehmen hat das vielleicht nichts zu tun. Warum sollen die Geschäfte von Barrick Gold oder Anglo American dann schlechter laufen? Eher noch besser. Gold ist gut, aber bitte in berechenbarer Aktieneinheit!

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