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18.12.1972: Nixon beginnt „Christmas Bombings“ auf Vietnam


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Am 18. Dezember 1972 begannen die sogenannten „Christmas Bombings“ auf Nordvietnam. Nach gescheiterten Friedensgesprächen versuchte US-Präsident Nixon, die Nordvietnamesen auf diese Weise an den Verhandlungstisch zurückzuholen.

Christmas Bombings
Christmas Bombings, Bild: Gegenfrage.com, Flagge gemeinfrei

An diesem Tag im Jahr begannen die „Christmas Bombings“ (Weihnachts-Bombardierungen) im Vietnamkrieg. Nach dem Scheitern der Friedensgespräche mit Nordvietnam wenige Tage zuvor verkündete US-Präsident Richard Nixon den Beginn einer massiven Bombenkampagne, um das Problem zu lösen.

Fast zwei Wochen lang schlugen amerikanische Bomben in Nordvietnam ein. Am 13. Dezember endeten die Friedensgespräche zwischen den Vereinigten Staaten und Nordvietnam ergebnislos. Die nordvietnamesischen und amerikanischen Verhandlungsführer konnten sich nicht einigen.



Wütend befahl US-Präsident Nixon Pläne für Vergeltungsschläge auf Nordvietnam. Linebacker II war das Ergebnis. Ab dem 18. Dezember werfen amerikanische B-52 und Jagdbomber über 20.000 Tonnen Bomben auf die Städte Hanoi und Haiphong ab.

Die Vereinigten Staaten verloren 15 der riesigen B-52 und elf weitere Flugzeuge während der Angriffe. Nordvietnam gab an, dass über 1.600 Zivilisten getötet wurden. Die Bombenanschläge setzten sich bis zum 29. Dezember fort, bis die Nordvietnamesen sich bereit erklärten, die Gespräche wiederaufzunehmen.

Pariser Friedensvertrag

Wenige Wochen später wurde der Pariser Friedensvertrag unterzeichnet und der Vietnamkrieg endete. Dies beendete auch die Position der USA in einem Konflikt, der dem innenpolitischen Konsens des Kalten Kriegs in der amerikanischen Öffentlichkeit ernsthaften Schaden zufügte.

Die Auswirkungen der so genannten Chistmas Bombings sind allerdings schwer zu beurteilen. Einige Historiker argumentierten, dass die Bombenanschläge die Nordvietnamesen zurück an den Verhandlungstisch zwangen.

Andere kamen zum Ergebnis, dass die Luftangriffe wenig Wirkung zeigten, abgesehen von zusätzlichen Todesopfern und der materiellen Zerstörung, die sie verursachten. Der Chefunterhändler der USA, Henry Kissinger, soll gesagt haben: „Wir haben die Nordvietnamesen bombardiert, damit sie unsere Zugeständnisse akzeptieren.“

Der Hauptgrund für die Angriffe könnte auch gewesen sein, die südvietnamesischen Verbündeten, die dem Vertragsentwurf im Oktober 1972 höchst skeptisch gegenüber standen, davon zu überzeugen, dass die Vereinigten Staaten sie nicht im Stich lassen würden.

4 Kommentare

  1. Ein Krieg endet, sobald die USA ihre Truppen abziehen, jedenfalls aus der Sicht der USA. Es ging dort noch richtig ab bis 1975, das ist natürlich richtig.

  2. Haben die USA jemals Bodentruppen in Nordvietnam gehabt, die sie dann nach 1972 hätten dort abziehen können?
    Ich meinte diese Unmenschen haben dort nur massenweise Bomben abgeworfen – und das auch noch nach 1972.

    Der Friedensvertrag von Paris wurde 27. Januar 1973 besiegelt – das waren mehr als ein paar Wochen nach dem sgn.„Christmas Bombings“.Trotzdem wurde weiter gebombt

    Damals wurde doch der Welt vor Augen geführt, dass die Yankees sich an Verträge grundsätzlich nicht halten, denn sie haben Vietnam bis 30.4.1975 unverzagt bombardiert.

  3. @Eckhart
    Die meisten Bomben wurden auf Ziele beidseitig des 17. Breitengrades abgeworfen, welcher die Grenze zwischen Nordvietnam und Südvietnam war. Auf den Quan Tri District, nur nur 6 Quadratkilometer an Fläche, fielen pro Quadratkilometer 3000 Bomben, das ist der Höchstwert in der dazugehörigen Database.

    Es liegen in Vietnam noch so viele Blindgänger an Cluster Bombs und Minen, seit 1975 sind dadurch in Vietnam 47.000 Vietnamesen getötet worden, 57.000 verloren Gliedmaßen. (Stand März 2018)
    Die Zahlen diesbezüglich zu Laos und Kambodscha sind wohl noch höher, wir hatten das Thema in dem Kambodscha Artikel.

    Unterhalb ein Auszug aus einem 47 Seiten starken Bericht, der sich nur mit dem Thema Bomben im 2. Indochinakrieg befasst.

    “The United States Air Force dropped in Indochina, from 1964 to August 15, 1973, a total of 6,162,000 tons of bombs and other ordnance. U.S. Navy and Marine Corps aircraft expended another 1,500,000 tons in Southeast Asia. This tonnage far exceeded that expended in World War II and in the Korean War. The U.S. Air Force consumed 2,150,000 tons of munitions in World War II – 1,613,000 tons in the European Theater and 537,000 tons in the Pacific Theater – and 454,000 tons in the Korean War.”

    Gruß kw

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