Geheimdokument:
China wollte Kim Jong-Un „beseitigen“


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Britischen Medien liegt angeblich ein Geheimbericht aus China vor, laut dem eine Beseitigung und Ermordung des nordkoreanischen Führers Kim Jong-Un in Betracht gezogen wurde, um einen Krieg gegen die USA abzuwenden.

Nordkorea China Kim Jong-Un
Nordkorea China, Bild: Gegenfrage.com

Aus geheimen Dokumenten geht hervor, dass China angeblich Pläne gefasst haben soll, um den nordkoreanischen Führer Kim Jong-Un zu ermorden. Dies jedenfalls meldet die britische Zeitung Daily Express. Die chinesische Regierung arbeitete demnach aktiv an einem Plan, um Kim Jong-un zu beseitigen, um einen Krieg abzuwenden.

Ein großer Krieg hätte eine Flüchtlingswelle aus Nordkorea nach China losgetreten. Zudem hätte eine Krieg zwischen Nordkorea und den USA bedeutet, dass US-Soldaten direkt an Chinas Grenze stationiert worden wären. Peking wollte darum „eine Veränderung in der Führung in Pjöngjang erwirken, um die gegenwärtige Krise zu entschärfen“, so der Express.

Neben einem personellen Austausch in der nordkoreanischen Regierung zog man auch eine Ermordung des Staatsoberhaupts in Betracht, meldet der Daily Star. Professor Malcolm Chalmers, ein Verteidigungsexperte vom Royal United Services Institute, sagte gegenüber dem Magazin, dass China einen Regime Change in Nordkorea wünsche.

„China hat versucht, ein anderes Mitglied der Kim-Familie zu finden, um ihn zu ersetzen – das hat ihn natürlich wütend gemacht. China interessiert sich mehr für einen personellen Wechsel, als für einen Regime Change.“ China ist traditionell Nordkoreas engster Verbündeter. Doch Kims jüngste nukleare und ballistische Raketentests haben Pekings Geduld strapaziert.

Nordkorea verurteilt neue US-Sanktionen scharf

Am 21. September unterzeichnete Trump weitere „wahllose Sanktionen“ gegen Personen und Institute aus Nordkorea, meldet die nordkoreanische Zeitung Uriminzokkiri. Die USA würden ihre „privilegierte Position im gegenwärtigen, unfairen Währungs- und Wirtschaftssystem“ für ihre Zwecke missbrauchen.

„Die wahnsinnigen Schritte der USA, einseitige Sanktionen zu verhängen und Nordkorea zu ersticken, sind nicht nur eine grobe Verletzung allgemeiner Grundsätze des Völkerrechts, wie etwa die souveräne Gleichheit aller Staaten, das Recht auf Selbstbestimmung und die Achtung des Rechts auf Entwicklung. Sondern auch ein brutales Verbrechen, das das Existenzrecht friedlicher Zivilisten ununterbrochen verletzt“, so das Blatt.

Quellenangaben anzeigen
express, uriminzokkiri

8 Kommentare

  1. Haha- und mit solchen plumpen Tricks versucht die CIA einen Keil zwischen China und N-Korea zu treiben.
    Die waren auch schon mal besser.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

  2. Da bin ich nicht mal so sicher. Ich glaube schon, dass China Nordkorea gerne als Pufferzone behalten und auf keinen Fall ein US-Marionettenregime vor der Haustür haben will. Das bleibt aber nur so, solange die USA dort nicht einmarschieren. Das Gefauche von Kim Jong-Un gegen Trump ist also völlig gegen die Interessen Chinas und eigentlich sogar total im Interesse der USA.

  3. @ H. J. Weber

    Du wirst es nicht glauben; aber als sich Xi Jinping vor einiger Zeit mit Trump in dessen Privatresidenz in Florida traf und Trump zusagte, das nordkoreanische Problem zu lösen, dachte ich sofort an eine Verschwörung zur Absetzung des Kim. Denn die Chinesen haben gute Verbindungen und Drähte nach Nordkorea. Sobald der Druck groß genug ist, wird es Verschwörer gegen Kim geben.
    Das war 1944 in Deutschland nicht anders.
    Ich hatte sogar täglich mit einem Putsch in Nordkorea gerechnet. Jetzt steigt der Druck noch höher, weil das Handelsembargo noch weiter gefasst wird.
    Irgendwann werden sich deshalb ein paar Generäle aufraffen müssen um den Kerl loszuwerden.
    Denn eins ist klar: Nordkorea darf nicht zum Aufmarschgebiet für die USA werden. Das abschreckende Beispiel für China ist Osteuropa und Nordosteuropa.
    Sogar das früher immer neutral gewesene Schweden kungelt mit der Nato.

  4. Möglicherweise ist es alles nicht so heiß wie es gekocht wird. Meines Erachtens ist es durchaus möglich, dass die Raketentests Nordkoreas durch China unterstützt wurden und werden. Die USA sind durch die Entwicklungen in Ostasien (Inselstreitigkeiten, pol. Richtungswechsel der Philippinen, Situation der Regional- bis Weltmacht Japan, versuchte Wiedereingliederung Taiwans seitens China) mehr oder weniger zur Aktivität gezwungen worden. Den großen gegenseitigen Konflikt werden China und die USA nicht herbeiführen, möglicherweise werden aber die „Stellungen“ neu ausgehandelt incl. gegenseitiger Garantien (auf der einen Seite bspw. Abwendung der Bedrohungssituation für Südkorea& Japan – und auf der anderen Seite möglicherw. Zugeständnisse gegenüber Chinas Aktivitäten im Südchinesischen Meer oder ggü. Taiwan)

  5. Fast 85% Prozent seines Handels wickelt Nordkorea mit den Chinesen ab, nennt sich in Fachkreisen North Koreas Economic Lifeline. Dabei nachlesbar selbstverständlich auch das was zum Bau von Raketen & A-Bomben und Rüstungsgütern allgemein gehört. Das ist bei den Amis auch nicht anders, die für ihre Rüstungsindustrie mit Komponenten von Herstellen aus aller Welt beliefert werden, auch aus China. Ein in sehr großen Mengen benötigter Rohstoff kommt immer noch aus Russland, der Putin hält die alten Verträge ein. Auch der Iran hat seine Geräte in Sachen Atom nicht aus dem örtlichen Baumarkt bezogen.

  6. @ Jimmy

    Na, ich denke eher die USA wurden weniger von den Umständen „gezwungen“, als von den eigenen Interessen geleitet, bzw. den vermeintlichen Interessen.

    Wer hatte denn z.B. die USA gezwungen jedes Jahr militärische Großmanöver an der Grenze Südkorea zu Nordkorea durchzuführen?
    Welchen Wert hat denn überhaupt noch eine Sicherheitszusage, wie die von USA zugunsten Südkoreas,
    wenn man sich mit diesen Militärmanövern angeblich schützen will vor einem Angriff der Nordkoreaner?

  7. Richtig, da aber die Interessen bekannt sind, können sie gezwungen werden die Bemühungen zur Wahrung der Interessen zu intensivieren. China hat in der Vergangenheit die USA in dieser Region gut beschäftigt in dem es die regionale Ordnung dort herausgefordert hat. Ich denke aus US-Sicht ist es der Plan Japan und Südkorea als zum Teil auch überregional agierende Proxystaaten und als gewichtige Einflusspartner zu nutzen. Aber ebenso verfährt China möglicherweise auch mit seinen Partnerregimen oder Proxystaaten wie Nordkorea, Myanmar, Pakistan etc.. Das heißt über multiple Faktoren wird ggf. Druck auf das System bzw. Verfahren des jeweils Anderen aufgebaut.

  8. Die regionale Ordnung allerdings haben die USA nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg in diesem Raum aufgebaut.
    Es ist daher keine regionale Ordnung, sondern die Ordnung der USA.
    China ist relativ spät aufgewacht und versucht nun seinen Einflussbereich im „südchinesischen“ Meer auszuweiten.
    Bereits mit der Begrifflichkeit haben die anderen Anrainer so Ihre Probleme. Man stelle sich vor, die Ostsee und die Nordsee hießen schon von jeher Deutsches Meer.
    Das wäre schon fast ein Kriegsgrund für die Anderen.
    Die Namensgebung (Chinesisches Meer) dürfte von der britischen Kolonialmacht herkommen und die Chinesen haben halt Gefallen daran gefunden.

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