"Schlacht bei Bladensburg":
24.08.1814: Britische Truppen erobern Washington D.C.


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Am 24. August 1814 besiegten britische Truppen in der Schlacht bei Bladensburg die US Army und eroberten daraufhin die US-Hauptstadt Washington D.C. Dort plünderten sie öffentliche Einrichtungen und zündeten Regierungsgebäude an, wie etwa das Kapitol und das Weiße Haus. Die Schlacht wird heute als größte Blamage in der Geschichte des US-Militärs bezeichnet.

Schlacht bei Bladensburg Washington D.C.
Flagge USA, Wappen Vereinigtes Königreich, Bild: Gegenfrage.com

US-Präsident James Madison erklärte Großbritannien am 18. Juni 1812 den Krieg. Grund waren Zwangsrekrutierungen US-amerikanischer Seeleute in die Royal Navy. Ebenso mehrfache Übergriffe durch britische Kriegsschiffe und Blockaden US-amerikanischer Häfen. Damit sollte der Handel mit dem von Frankreich besetzten Europa gestört werden.

Ein weiterer Punkt war eine angebliche Aufstachelung von Indianerstämmen gegen die US-Bevölkerung. Großbritannien hingegen begründete die Attacken mit mehreren vorangegangenen Versuchen der USA, Kanada zu erobern. Dabei verwüstete die US Army angeblich große Teile der angegriffenen kanadischen Gebiete.

Während des sogenannten Britisch-Amerikanischen Kriegs (oder: Zweiter Unabhängigkeitskrieg), welcher bis zum 24. Dezember 1815 andauerte, war eines der bedeutendsten Gefechte die Schlacht bei Bladensburg am 24. August 1814 im US-Bundesstaat Maryland. Die Briten erhielten Unterstützung von Tecumseh, dem Häuptling der Shawnee-Indianer.

Fünf Tage vor der Schlacht landeten 4.500 britische Soldaten bei Benedict (Maryland), rund 50 Meilen entfernt von Bladensburg, wohin sie sich ungestört zu Fuß begaben. US-Kriegsminister John Armstrong glaubte nicht an einen Angriff der Briten auf die US-Hauptstadt, weshalb er seine Streitkräfte auf die Verteidigung Baltimores konzentrierte.

Einen Tag vor der Schlacht zogen die Amerikaner hektisch 7.500 Soldaten zur Verteidigung der Hauptstadt zusammen und waren den Briten zahlenmäßig überlegen. Am 24. August trafen die Briten nach fünftägigem, gemütlichem Fußmarsch auf dem Schlachtfeld ein.

Briten setzen Congreve-Raketen ein

Die US-Truppen waren auf dem Höhenrücken bei Bladensburg, östlich von Washington, stationiert. Allerdings wurde vergessen, eine Brücke abzubauen, wodurch die Briten rasch näher rücken konnten und die US-Truppen mit äußerst ungenauen, aber für die damalige Zeit gewaltigen Congreve-Raketen beschossen.

Die Raketen beeindruckten die US Army in solch hohem Ausmaß, dass die amerikanischen Soldaten nach ersten Einschlägen ihre Waffen fallen ließen und panisch davonrannten. Aus diesem Grund wird die Schlacht auch spöttisch als „Bladensburg Run“ bezeichnet.

Zuschauer der Schlacht waren US-Präsident James Madison, Außenminister James Monroe und Kriegsminister John Armstrong, die sich der Flucht ihrer Streitkräfte anschlossen. Die Briten zogen nach der gewonnenen Schlacht in die US-Hauptstadt Washington D.C.

Größte Blamage in der Geschichte des US-Militärs

Dort plünderten sie öffentliche Einrichtungen und setzten Regierungsgebäude, wie etwa das Kapitol, das Repräsentantenhaus und auch das Finanzministerium in Brand. Danach stürmten sie das Weiße Haus. Dort fanden sie einen reich gedeckten Tisch vor, offensichtlich war dieser für Regierungsmitglieder vorgesehen, um die gewonnene Schlacht gegen die Briten zu feiern.

Die britischen Befehlshaber griffen beherzt zu und brannten das Weiße Haus anschließend nieder. Zwei Tage lang dauerten die Zerstörungen an, bis die Briten ungestört wieder abzogen. Die Schlacht bei Bladensburg gilt heute als die größte Blamage in der Geschichte des US-Militärs.

Quellenangaben anzeigen
universitylibrariesrevolutionarywaranimateduniversitylibraries, wikipedia

4 Kommentare

  1. Auch zu diesem Ereignis ist es wieder mal interessant, (in negativem Sinn) wie mager die Beschreibung bei Wikipedia deutsch im Vergleich zu der bei Wikipedia englisch ist.

    Diese Schlacht ist nur eine von 11 Gefechten in einer so genannten Kampagne. Angesichts der Anzahl der eingesetzten Kräfte auf beiden Seiten ist die Anzahl der Verluste ein Witz im Vergleich zu den späteren vergeigten Einzelaktionen der Amis in diversen Schlachten bis in die heutige Zeit. In denen wurden Soladaten verheizt, ohne dass es im Endeffekt einen militärstrategischen Erfolg gab.

    Die 60 Raketenwerfer haben den Ausgang dieser Schlacht bestimmt, die Briten waren von der Mannstärke in der Minderzahl. Das war auch nicht das einzige Gefecht in der Kriegsgeschichte bei dem eine modernere Waffenart ausschlaggebend für den Sieg war.

  2. In den napoleonischen Kriegen kampferprobte Veteranen gegen einen großen Haufen großmäuliger Demokraten.
    Das hat sich ja mehrfach wiederholt in der Geschichte dieses Staates.

  3. Keine Aufregung. Washington D.C. ist bis heute britische Kronkolonie. Ein Hinweis: sie haben keinen Gouverneur. Ist das schon mal jemandem aufgefallen?

  4. Achtung : Wahington D.C. (offiziell DISTRICT OF COLUMBIA) ist KEIN US Bundesstaat, sondern ein Verwaltungsbezirk / Regierungsbezirk der innerhalb der US Bundesstaaten Virginia und Maryland liegt.

    Wenn man nicht einmal das weiß, dann sollte man Kommentare zu den USA und persönliche V-Theorien besser unterlassen.
    Die Anzahl der echten Falschmeldungen in Blogs steigt rapide.
    PISA Studie lässt grüßen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Washington,_D.C.

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