Bericht: US-Militär bleibt „noch Jahrzehnte“ in Afghanistan


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Zwar hat US-Präsident Obama einen Truppenabzug aus Afghanistan bereits mehrfach angekündigt, seine Militärbefehlshaber wollen jedoch noch nicht so recht daran glauben.

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Tausende US-Soldaten könnten möglicherweise noch für Jahrzehnte in Afghanistan bleiben, sagten US-Militärbefehlshaber laut einem Artikel der Washington Post. „Was wir gelernt haben, ist, dass man auf nichts wirklich verlassen kann“, sagte ein hoher Pentagon-Mitarbeiter gegenüber der Zeitung. „Die lokalen Sicherheitskräfte benötigen Unterstützung aus der Luft, bei Geheimdienstaktivitäten und der Logistik.

Sie werden auch in drei oder fünf Jahren noch nicht dafür bereit sein. Man wird dort für eine lange Zeit bleiben müssen.“ Die befragten Militärs zeigten sich überrascht über die anhaltenden Vorstöße der Taliban und anderer Gruppen. Nachdem einige ausländische Truppen abgezogen worden waren, begannen die Taliban sofort mit der Einnahme der entsprechenden Gebiete und kontrollieren heute die größte Fläche in Afghanistan seit Beginn der US-Invasion im Jahr 2001.

„Was auch immer in den nächsten paar Jahren passiert, Afghanistan verfügt große nicht-regierte Landflächen, die von gewalttätigen und extremistischen Organisationen genutzt werden können“, sagte Brigadier General Wilson Shoffner, ein Militärsprecher in Afghanistan. Hinzu komme eine Kriegsmüdigkeit der US-Soldaten, vor allem unter jenen, die sich seit Jahren in Kampfeinsätzen befinden. „Wir haben ein echtes Problem mit dem Kampfgeist“, sagte ein hochrangiger Militärvertreter in Kabul.

US-Präsident Barack Obama hatte den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan zunächst für 2014 angekündigt, verschob das Datum entgegen seiner Wahlversprechen jedoch auf 2017. 5.500 der heute 9.800 im Land befindlichen Soldaten sollen auch nach 2017 dort bleiben. Wann die US-Soldaten vollständig aus dem Land abgezogen werden, bleibt unklar.

4 Kommentare

  1. Die Amerikaner sind wie eine chronische Krankheit im Intimbereich, daher wie eine Geschlechtskrankheit, die man nicht mehr los wird. Sie selbst wollen das scheinbar nicht wahr haben. Aufwachen ihr Pestbeulen!

  2. @Bürgender – Kleine Zusatzinformation :
    Es gibt seit 2011 einen detaillierten Report auf einer militärischen Website nur zu diesem Thema, und dieser Report wird regelmäßig ergänzt, ist textreich und detailliert. Seit Jahren wurde gemeldet, dass letztendlich mindestens 5.500 US Soldaten dauerhaft im Land bleiben sollen um die afghanischen Streitkräfte zu trainieren. Anfang Januar 2015 begann die Operation -Resolute Support- der NATO in Afghanistan, bei der es nicht um Kampfeinsätze geht, es handelt sich um eine -non combat- Mission zur Ausbildung afghanischer Truppenteile.

    Die derzeit etwa 13.000 US Soldaten sind ohnehin nicht in voller Mannstärke als echte Kampfsoldaten in irgendwelchen Kampfeinsätzen eingesetzt logischerweise. Seit den Übereinkommen aus dem Jahre 2013 wurden Truppen reduziert. Man ist generell noch der Meinung, dass das Militär Afghanistans nicht in der Lage ist die Kontrolle zu behalten, womit wohl Kontrolle im Sinne der Amerikaner gemeint ist.
    Anzumerken ist, dass sich die ISIS in Afghanistan breit macht. Wie auch immer, zunächst wird Obama spätestens Anfang März den kommandierenden Oberbefehlshaber Gen. John F. Campbell ablösen lassen. Und wenn die US Streitkräfte noch 10 Jahre (oder noch länger) dort bleiben und da herumhampeln, so wird auch das absolut nichts bringen. Sofern sie tatsächlich alle abrücken würden, dann würde der Spaß dort unter den tausenden von Clans und sonstigen Gruppen untereinander wieder losgehen. Die schlagen sich dann wie gehabt gegenseitig die Schädel ein. Bereits jetzt sind größere Gebiete bereits wieder voll unter Kontrolle der einen oder anderen Gruppierung.
    Die westliche Welt sollte sich aus diesen Ländern voll zurückziehen und die verfeindeten Gruppen (wie auch im Jemen) sollten das unter sich ausmachen nach dem Motto: Einer wird gewinnen! Warum diese Einmischung in innere Angelegenheiten anderer Länder stattfindet ist wohl nur mit dem Profit der Rüstungsindustrie begründet, nicht zu vergessen die satte Kohle aus dem Opium Deal. Mit der Ausbeutung der extremen Bodenschätze in Afghanistan wird es nun auch nichts, es wurde zwar gebohrt, aber nicht um Brunnen zu bauen.
    Diese Länder als Bedrohung für die USA zu erwähnen, so wie es in vielen Artikeln rüber kommt, ist doch ein Witz. Der noch größere Witz ist der sinnlose Aufenthalt der deutschen flecktarn Kaspertruppe namens Bundeswehr. Wer erinnert sich noch an die Anfänge damals, als man (politisch korrekt) in keiner Talk-Show das Wort KRIEG in Bezug auf Afghanistan anwenden durfte? Damals, als diese Aktion sogar von der ehemaligen -Ami Go Home- Fraktion abgenickt wurde.

    Es bleibt wie es schon immer war: AFGHANISTAN, THE GRAVEYARD OF THE NATIONS.
    Am Hindukusch haben sich schon eine ganze Reihe hochgerüsteter Eroberer eine blutige Nase geholt.

    Nun liest man aktuell, dass unsere Kriegsministerin ihre Sturmtruppen nach Afrika entsendet. Na, da werden aber Erinnerungen wach! Geht aber diesmal nicht um Tobruk oder El Alamein, sondern um den demokratischen Schutz beim Raub der Bodenschätze in Mali. Das Land ist nicht gerade klein, Amtssprache ist französisch. Auch da geraten die NATO Söldner zwischen zwei Fronten, dort prügeln sich unter anderem die Islamisten mit den Tuareg-Rebellen. Vorteil auf unserer Seite : Vom Blitzkrieg mit schnellen Panzerverbänden haben die da unten keine Ahnung! Auch da bekommen wir in etwa 20 Jahren Ruhe ins Land. Wir schaffen das!

  3. @ Kaiser Wilhelm
    Sehr guter Kommentar.
    Es bleibt dabei, vorläufig müssen wir uns damit abfinden, dass der Ami seine schmutzigen Finger überall reinsteckt. Selbst wenn es nicht sofort zu erkennen ist. Wenn irgendwo gezündelt wird und es ist nicht sogleich zu erkennen wer das angeleiert hat, so kann man aus 120 jähriger Erfahrung sagen : Es war der Ami.
    „Die Arroganz der Macht“ von J. William Fulbright rororo , beschreibt dieser US-Senator sein Land in ungewohnt offener Weise.
    PS. Für Vielflieger hat die Gefahr eines „unerklärlichen“ Zwischenfalls enorm zugenommen, seit alle Verkehrsmaschinen mit dem…uninterruptibel autopilot… ausgerüstet wurden. Die Medien und Regierungen aller Länder versuchen, in erstaunlicher Einmütigkeit, dieses Problem zu verschweigen. Ein absolut glaubwürdiger US-Pilot (Kampfflieger, Verkehrspilot fast aller Maschinen) hat dazu dezidierte Aussagen gemacht. Übrigens kann man das Patent zu der Boing-Entwicklung im Original im Internet aufrufen.
    Dadurch wird der Absturz der deutschen Maschine in den Alpen erklärlich und anderer „unerklärlicher Abstürze“.
    Die Maschinen werden dann vom Boden aus gesteuert und der Pilot kann nicht mehr eingreifen. Eben wie bei den Drohnen.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  4. @grillbert – Das Boeing Patent ist nicht in die Maschinen der zivilen Airlines eingebaut. Erstens wären dann die Maschinen zu lange am Boden, was sich keine Airline leisten kann. Zweitens erlischt nach einem Umbau die Betriebserlaubnis der FAA und muss wieder berantragt werden. Drittens haben alle Versicherungen es abgelehnt solche Maschinen zu versichern
    weil man die Installation hacken kann. Viertens weigern sich die Pilotenund solche Maschinen zu fliegen. Außerdem ist da ein Missverständnis technischer Art. Mit dem Boeing Patent kann eine Maschine von außen auf einen bestimmten Kurs und ggf. in eine andere Flughöhe bringen, aber nicht zu einer Landung zwingen, denn dazu sind zuviele manuelle Dinge nötig die nur der Pilot ausführen kann, diese Funktionen bedient ein Autopilot nicht.
    Vom Boden aus steuern wü rde bedeuten, dass dafür weltweit entsprechende Einrichtungen errichtet werden müssten. Ich habe keine Zeit dir die fachlichen Websites rauszusuchen in denen das lang und breit berichtigt wurde, als der Schwachsinn nach dem Malaysia Absturz überall auf obskuren Websites
    verbreitet wurde. Nein, man kann ein Flugzeug nicht fernlenken wie eine Drohne inklusive Start und Landung. Die US Airforce hat dafür 7 Jahre Jahre gebraucht und nach zahlreichen Tests die Genehmigung zu erhalten. Es wurden alte Düsenjets umgerüstet
    als Zielflugzeuge beim echten Combat Training. Artikel dazu war
    hier bei Gegenfrage. Die US Navy hat es nach langen Versuchen
    vor einiger Zeit geschafft eine Drohne auf einem Träger zu landen

    Und noch was: Der Absturz in den Alpen ist doch so klar wie kaum ein anderer Absturz. Das ALLE Verkehrsmaschinen derartig ausgerüstet wurden ist eine glatte Lüge. Diese Artikel dienen dem kommerziellen Zweck (jeder Klick zählt)

    Ich weiß nicht wie bewandert du bist in Sachen Flugzeugtechnik und Avionik, aber zu dem Thema bist du offenichtlich auf den falschen gewissen Websites.Lass dich nicht pimpen von der Gegenseite! Geh auf technische Fachseiten, geh ins Pilotenforum, frag mal einen Piloten und das Bundesluftfahrtamt

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