Bericht: Israel hat mindestens 80 Atomsprengköpfe


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Laut einem neuen Bericht hat Israel mindestens 80 Atomsprengköpfe und genügend Material, um 115 weitere zu produzieren. Nach den Ereignissen in Syrien werden Rufe nach einem Massenvernichtungswaffen-freien Nahen Osten laut, was zunehmend Druck auf die Atommacht ausübt.

Israel Dolphin Atom-U-Boot
Bildquelle: Wikipedia, Urheber shlomiliss

Israel hat zwar nie den Besitz von Atomwaffen bestätigt oder dementiert, doch verfügt das Land einem neuen Bericht von US-Experten zufolge über mindestens 80 Sprengköpfe und zudem über genügend spaltbares Material, um den Bestand zu verdoppeln oder verdreifachen. Der Bericht wurde im Bulletin of the Atomic Scientists veröffentlicht.

Es gebe ausreichend Material, um den Bestand um weitere 115 bis 190 Atomsprengköpfe zu erhöhen, so die Wissenschaftler Robert S. Norris und Hans M. Kristensen in dem Bericht. „Es gibt Gerüchte, dass Israel einige U-Boote mit nuklear bestückbaren Marschflugkörpern ausstattet“, wie es kürzlich vom Stockholm International Peace Research Institute festgestellt wurde und worüber hier seit Jahren berichtet wird. Die U-Boote der Dolphin-Klasse stammen aus deutscher Produktion und wurden zu großen Teilen über deutsche Steuereinnahmen finanziert.

Laut US-Geheimdiensten hat Israel bereits in den 1960er-Jahren unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit nukleare und chemische Massenvernichtungswaffen entwickelt und hergestellt. Das Land hat bis heute weder die Chemiewaffenkonvention ratifiziert noch den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet. Nach den jüngsten Ereignissen in Syrien werden zunehmend Rufe nach einem „Massenvernichtungswaffen-freien Nahen Osten“ laut, was von Russland und Syrien befürwortet und von den USA und Israel bislang abgelehnt wird.

14 Kommentare

  1. Alles ist relativ,
    drei Haare auf dem Kopf sind relativ wenig,
    drei Haare in der Suppe sind relativ viel.
    Ob Israel nun 80 oder 200 Atomsprengköpfe besitzt ist 88.
    Die Nachbarn können damit so oder so nicht konkurrieren. Israel hat sein Ende schon biblisch beschrieben und in den letzten Jahren praktisch vorgelebt. Man hat mit Stuxnet und Kollegen dem Iran eine überhelfen wollen. Es hat nicht funktioniert. Jeder palestinenser Junge mit einem aus SA gesponserten Laptop wird in den Eingeweiden eines selbst eingezäunten Staatengebildes rumwildern. Keine Ampel wird funktionieren und kein Wasserkraftwerk arbeiten. Die Prophezeiung des Orakels von Delphie wird sich nach mehr als 2000 Jahren wieder einmal bestätigen “ Du ziehst in den Kampf und wirst ein großes Reich zerstören“
    Überleben kann man nur mit den Nachbarn, der letzte der wusste wurde ermordet, Ende der voerst letzten Kreuzfahrerrepublik.

  2. @Beate – Erneut Dank. Weiter verbreiten ist einer meiner Nebenjobs ehrenamtlich. Meine -Verteiler Kontakte- verbreiten dann weiter. Viel mehr
    kann ich in meiner Lage auch nicht dazu beitragen. Wissen ist Macht – Information ist mächtiger! (Sagt mein Kontaktmann bei der NSA, der Ali Bin Abhorchen auch immer)
    Gruß kw

  3. Was ich interessant und ziemlich bemerkenswert finde, ist die Tatsache, daß nach dem Zustimmen der Syrer zur Chemiewaffenkonvention die Israelis ie einzigsten im Nahen Osten außer Ägypten sind, die dann Chemiewaffen besitzen.
    Nach Wikipedia siehts so aus:
    Myanmar, Israel, Syrien, Ägypten, Nordkorea, Angola und Südsudan haben die Konvention bisher weder unterzeichnet noch ratifiziert.

    Das heißt, wenn die Ägypter dann auch noch irgendwann ratifizieren, dann bleibt Israel als einziger Staat dort mit einem zusätzlichen Trumpf im Ärmel.

    Sollte es tatsächlic so sein, daß die iraner „nur“ Atomkraftwerke bauen und nichts anderes, dann hat auch nur Israel die A-Bombe.

    Alles zusammengenommen heißt, die Israelis können jedem dort auf den Kopf schei..en, weil niemand paroli bieten kann.

    Und kein Mensch kommt auf die Idee, schon gar nicht die Amis, ihre Verbündeten doch moralisch auf die Notwendigkeit aufmerksam zu machen, daß sie doch auch der Chemiwaffenkonvention beizutreten haben.

    Oder sehe ich da was zu eng?

  4. Was sagt der Klub zu diesem Bericht von Yahoo? (21.9.2013, von AFP abgeschrieben):

    Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges sind die USA offenbar nur knapp einer selbstverschuldeten Atombomben-Katastrophe entgangen: Beinahe wäre 1961 eine Wasserstoffbombe von der 260-fachen Stärke der Hiroshima-Bombe nach einer schweren Flugzeugpanne über North Carolina explodiert, berichtete der britische „Guardian“ unter Berufung auf ein kürzlich freigegebenes Geheimdokument der US-Regierung. Erst im letzten Moment habe ein Sicherheitsschalter die Explosion verhindert.

    Am 23. Januar 1961 brach den Angaben zufolge ein B-52-Langstreckenbomber der US-Airforce mit zwei Atombomben an Bord bei einem Routineflug über der Stadt Goldsboro in der Luft auseinander, die Bomben lösten sich und gingen auf die Erde nieder – ohne zu explodieren. In einer acht Jahre später vorgenommenen Untersuchung kommt der für die US-Regierung arbeitende Ingenieur Parker F. Jones allerdings zu dem Schluss, dass bei einer der beiden Bomben drei der vier Sicherheitsmechanismen versagt hatten, die eine ungewollte Explosion verhindern sollten. Nur ein einfacher Sicherheitsschalter verhinderte in letzter Minute die drohende Katastrophe.

    „Die Bombe MK39 Mod 2 verfügte nicht über die geeigneten Sicherheitsmechanismen für einen luftgestützten Einsatz“, folgerte Jones in seinem vertraulichen Bericht, den er mit trockenem Humor mit „Wiedersehen in Goldsboro oder: Wie ich lernte, der H-Bombe zu misstrauen“ überschrieb – in Anlehnung an Stanley Kubriks Kultfilm „Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben“.

    Die US-Regierung hatte schon in der Vergangenheit den Zwischenfall eingeräumt – doch erst der Geheimbericht von 1969 bestätigt der britischen Zeitung zufolge, wie ernst die Lage tatsächlich war. Demnach brachte der Zwischenfall das Leben von Millionen Menschen in Gefahr, Großstädte von Washington bis New York wären betroffen gewesen.

    Das Dokument wurde von dem US-Enthüllungsjournalisten Eric Schlosser bei Recherchen zu einem neuen Buch über den atomaren Rüstungswettlauf ausgegraben, um es zu bekommen, berief er sich auf das Gesetz zur Informationsfreiheit. Er warf der US-Regierung vor, der Öffentlichkeit die Gefahren durch unzulängliche Sicherheitsvorkehrungen verschwiegen zu haben, um ihre Atompolitik nicht zu gefährden: „Uns wurde gesagt, es sei unmöglich, dass diese Waffen versehentlich detonieren – und doch haben wir hier eine, bei der es beinahe passiert wäre“, sagte er dem „Guardian“.

    Nach Schlossers Recherchen verzeichnete die US-Regierung zwischen 1950 und 1968 mindestens 700 „bedeutende“ Unfälle und Zwischenfälle, in die rund 1250 Atomwaffen verwickelt waren.
    – Ende-

    Ist das was dran?

  5. @Helmut – Gehe mal getrost davon aus, dass Goldsboro nicht der einzige
    Zwischenfall war, und die Unfälle sich nicht nur auf das Gebiet der USA beziehen. Davon findest du im Internet zig alte Berichte. Ich erinnere mich an einige Fälle. Es wurde jedoch immer gemeldet, dass gar keine Gefahr bestand. Soweit mir in Erinnerung geblieben ist, war das strategische Bomberkommando (SAC) mit den atomar bestückten B52 zweitweilig permanent in der Luft.

    Hier mal nur ein Bericht :

    http://www.spiegel.de/international/world/a-nuclear-needle-in-a-haystack-the-cold-war-s-missing-atom-bombs-a-590513.html

    Falls dich das Thema interessiert, hier für dich von mir mal wieder der entsprechende Suchbegriff bei Google : airplane lost bomb

    Da werden sie geholfen (ist aber alles in englischer Sprache)

    PS : Bei euch drüben alles soweit im grünen Bereich? Melde dich mal.
    Gruß kw

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