Ostafrika: Barclays steigt in kenianisches Ölgeschäft ein


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Die britische Großbank Barclays hat einen 10 Millionen Euro-Deal mit einem kenianischen Förderunternehmen unterzeichnet steigt damit ins ostafrikanische Ölgeschäft ein. Dieser Deal markiert angeblich den „Beginn einer neuen Ära ist Ostafrika“.

Barclays Bild: Wikipedia
Barclays
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Die Barclays Bank of Kenya, eine Tochterfirma der britischen Großbank Barclays, hat einen 1,1 Milliarden Kenia-Schilling (10 Millionen Euro) -Deal mit dem kenianischen Ölunternehmen Marriott Drilling Africa Limited (MDAL) unterzeichnet. Der Deal soll der Firma den Erwerb von Equipment für die Förderung von Rohöl ermöglichen.

Kenias Barclays-Chef Jeremy Awori sagte, dass die Bank durch diese Aktion einen Fuß in die Ölindustrie setze. „Die Unterzeichnung einer Finanzierungsvereinbarung in diesem Wert spiegelt die Fähigkeit und das Engagement der Barclays Bank bei der Finanzierung führender Unternehmen mit einer klaren Strategie wider“, so Awori in einer Erklärung. Der Finanzierungsplan beläuft sich auf fünf Jahre und soll die kenianische Firma im nächsten Jahrzehnt in der Ölindustrie positionieren.

Laut MDAL-Chef Jonathan Hobday sei dies „der Beginn einer neuen Ära in Ostafrika“ und Banken stünden in der Verantwortung, Unternehmen wie Marriot bei der Förderung der Öl-Ressourcen in Kenia und anderswo in Ostafrika zu unterstützen.



Im vergangenen Jahr war das britische Energieunternehmen Tullow Oil im Norden des Landes auf Öl gestoßen, wobei es sich um den ersten Ölfund in Kenia handelte. Dass das Land über Bodenschätze verfügt, war vorher nicht bekannt. Zwar betonte Kenias Präsident Mwai Kibaki seinerzeit, dass dies „großartige Neuigkeiten“ für Kenia seien. In Hinblick auf die Situation in anderen rohstoffreichen Staaten Afrikas ist diese Vorfreude aber sicher mit Vorsicht zu genießen.

Auch in Tansania, dem Nachbarstaat Kenias, ist Barclays gemeinsam mit Clinton Global Initiative (CGI) vom ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton in großem Umfang engagiert, und zwar mit Mikrokrediten. Laut Pressemeldung von Barclays möchte man den ärmsten der Armen den Zugang zu „Finanzdienstleistungen“ ermöglichen, tatsächlich aber verarmen Kreditnehmer dadurch häufig vollständig und stecken mangels Möglichkeit der Erzielung eines Einkommens in einer ausweglosen Schuldenfalle. Die Zinsen für Mikrokredite belaufen sich laut verschiedenen Berichten auf 20 bis 70% p.a. (s. hier oder hier).

Barclays beschäftigt weltweit knapp 140’000 Mitarbeiter und ist die drittgrößte Bank in Großbritannien. 2012 gewann die Großbank den „Public Eye Award“ als übelstes Unternehmen des Jahres (Platz 2 war Tepco), weil sie 2010 in großem Umfang Nahrungsmittelpreise in die Höhe getrieben hatte, wodurch weltweit 44 Millionen Menschen in extreme Armut gestürzt wurden. Eine bekannte Folge davon war der sogenannte „Arabische Frühling“ ab Frühjahr 2011.

13 Kommentare

  1. dann kommen bestimmt bald terrorwarnungen aus ost-afrika…. ach ja stimmt ja in der ecke sind ja schon die islamistischen piraten in schlauchbooten.

  2. Jap bald kommen die Terroristen eben aus Kenia und britische Profikiller sind dann so lieb und nehmen sich ihrer an. Für den Wiederaufbau stellt Barclays dann netterweise auch noch schöne Mikrokredite.

    Was meint ihr, wird unser Segelmohr Syrien angreifen?

  3. ist ja keine große Summe würde ich nicht überbewerten. In ganz Afrika sind, in diesem Fall die Ölquellen sowie die Öltransportwege, in den Händen von Konglomeraten. Bsp Ölförderung im Tschad und Pipelinetransport nach Kamerun http://en.wikipedia.org/wiki/Chad–Cameroon_Petroleum_Development_and_Pipeline_Project
    da bleibt traditionell wenig hängen beim Land selbst.

    @Thomas: unwahrscheinlich – die Giftgas Story is vorher schon 3 mal gescheitert. Im Übrigen weiß jeder, welcher seinen Kopf benutzen kann, dass das nich sein kann.
    ein paar Argumente dagegen dass Assad Giftgas einsetzt:

    1. die „Rebellen“ haben den Krieg so gut wie verloren, nicht Syrien
    2. die „Rebellen“ haben zu wenig Waffen, nicht Syrien
    3. die Verzweiflung die aus 1+2 resultiert, ist eher ein Motiv dafür dass die syrischen „Rebellen“ Giftgas einsetzen würden
    4. die Verbündeten Syriens: Iran, China und Russland zeichnen sich in ihrer Außenpolitik der letzten 20 Jahre durch Zurückhaltung aus, unwahrscheinlich, dass eben jene Staaten welche sich mit Syrien beraten, es möglich machen würden solchen Stoffe einzusetzen
    5. Syrien weiß doch, dass da eine anglo-amerikanisch-israelisch-arabische Verschwörung läuft – man würde wohl kaum eine Aktion begehen, die Verschwörer international als Rechtfertigungsgrund nehmen könnte um dort ihren Regime Change vorzunehmen.

  4. @Thomas – Auf gar keinen Fall bevor der totale Abzug aus Afghanistan erledigt ist, den die Amis teuer bezahlen müssen. Man braucht u.a. die Route durch Russland für die Güter, da kann man jetzt nicht Syrien angreifen, dessen quasie Verbündeter der Iran ist, und Russsland verärgern.
    Interessant ist, dass die Amis nicht nur mit dem Scheckbuch wedeln dürfen, sondern auch noch jede Menge Material für die Taliban zurücklassen müssen.
    Die Verhandlungen laufen, ganz so billig wie in Vietnam kommen sie nicht davon. Sie sind gezwungen alles abzunicken, weil der Rückzug sonst viele
    Opfer bringt. Fachbegriff : Rückzugsgefecht.

    Das auch die deutsche Nato Kaspertruppe jede Menge Material zurücklassen wird, dass stand sogar schon im deutschen Lügenmedienwald. Die Taliban werden z.B. begeistert sein über die deutschen Armeefahrzeuge,warme Wolldecken und Feldbetten.

  5. Krieg gegen Syrien? Denke ich auch nicht. Gefährlich wird es normalerweise erst, wenn sie von Frieden und Demokratie anfangen. Aus diplomatischer Sicht wäre der Einsatz wenig fördernd, da Russland in Syrien einen wichtigen Flottenstützpunkt beherbergt und mit Assad eigentlich gut steht, auch wenn dieser sicher nicht der bequemste Mensch ist. Kosten dieses Krieges wären aus US-Sicht ebenfalls hoch, einen Gegenwert wie das Opium in Afghanistan oder den Erhalt des Petrodollars im Irak sehe ich hier auch keinen.

    Falls es um den Iran gehen sollte: Geostrategisch ist der Iran so oder so schon völlig eingekreist (s. Grafik hier), da spielt Syrien m.E. keine große Rolle mehr. Kann mich natürlich auch irren. Öl und Gas gibt es auch mehr als genug in anderen Ländern. Ich wüsste nach momentanem Stand nicht, aus welchem Grund man Syrien überfallen sollte. Ach ja, bevor es Fragen dazu gibt: Ob Menschen sterben oder nicht, interessiert das Weiße Haus Null komma Nix und nicht die Bohne.

    Man möchte dieses Land einfach destabilisieren, Unruhe schaffen, und je mehr dort anwesende Ex-Guantanamo-Häftlinge (und ähnliches) dabei draufgehen, desto besser aus Sicht der Amerikaner.

    Fazit: Ich glaube auch nicht an diesen Krieg. Zumindest nicht jetzt.

  6. @ Bürgender: Syrien kann eine direkte Bedrohung für Israel sein. Bei einer Verschärfung des Konflikts mit Iran, wäre es sicherlich besser ein syrisches Vasallenregime zu haben, statt einen Verbündeten eines potentiellen Kriegsgegners. Das Syrien Israel ernsthaft in Schwierigkeiten bringen kann sieht man am Bsp. des Jom-Kippur Krieges. Damals hatten Syrien und Israel einen überraschenden Zangengriff ausgeführt, der zunächst nicht verteidigt werden konnte. Korrigiere mich jemand wenn ich falsch liege, aber ich glaube es war so, dass britische und amerikanische Kampfflugzeuge Israel den Arsch gerettet haben damals.
    Da könnte mitunter der Grund liegen. Weitere Faktoren sind die nationalistische Türkei, die nichts gegen eine Territoriumserweiterung hätte, man weiß auch nicht wie der Frieden mit den Kurden verhandelt worden ist, unter Umständen sind im Falle eines Krieges die kurdischen Gebiete Syriens den Kurden versprochen worden um sich den Rücken freizuhalten und einen bedeutenden regionalen militärischen Verbündeten zu haben.

  7. Es geht mit Syrien um die Strukturen,dieses Land ist nicht unter der Kontrolle des Westen,ich denke sie werden angreifen, sie können nicht mehr zurück ,Russland und China werden nicht eingreifen sie verfolgen eine andere Taktik ,für den Westen wird es ein 2.Vietnam der ganzen Region sie werden nichts gewinnen und zum Schluss alles verlieren

  8. @bürgender und kaiser…vergesst nicht was in der Agenda steht!! Ich meine mal, auch wenn Segelohr zurückhaltend ist, wird es dort zu einer Eskaltation kommen, die danach uns alle betreffen wird. Diese Schweine schrecken doch vor nix zurück! Russland und Iran ist auf Seite Syrien und diese Scheiss Propaganda kotzt mich langsam echt an….sogar meine Freundin muss ich zusammenscheissen damit sie mir glaubt….Bis anhin Assad ist der böse….zum kotzen das Ganze…schaue mich jetzt für eine Höle um und bleibe dort bis der agnze Spuck vorüber ist….Carpe Diem

  9. Ob die Russen die Rückzugsroute aus Afghanistan sperren oder nicht, das interessiert das obumba-Regim nicht im geringsten. Die Mehrkosten trägt eh der dt. Steuerzahler und weitere ausgeplünderte US-Vasallen in der Welt. Es gibt genug.
    Doch VSA wird sich wohl im Hintergrund aufhalten und die Strippen ziehen, den in vorderster Front drängen sich ja schon gegenseitig übertrumpfend die alten Kolonialmächte F und GB. Die Unterstützung von Kaisers Merkeltanien ist auch schon gebucht, Schwesterwelle stimmt bereits alle ein im Chorgesang.
    Alle Augen sind nur noch auf Syrien gerichtet… Ablenkung? Politische Willkür? Ablenkung? Die Probleme auf dem Finanzmarkt steigen z.Zt. rasant, Euro – Zusammenbruch wahrscheinlich, Dollar weiterhin auf Talfahrt, dann auch noch diese Meldung: http://wirsindeins.org/2013/08/26/ungarn-wirft-banker-ketten-ab/
    Der Kollaps kommt immer schneller in unsere Wohnzimmer, eine weitere Front, bereit zum Einmarsch nach Ungarn? Vernichtung Ungarns nach Vorbild „DR“?

  10. @60+ – Nee, dazu hat hat das Obama Regime auch nix zu sagen. Das ist Sache der Militärs.
    Die Planungen für den Abzug laufen seit langem. Wieviel Geld das kostet ist eh unerheblich. Es ist aber so, dass die Amis in Afghanistan diverse Stützpunkte haben. Je nach Lage eines Stützpunktes wird die Transportlogistik ausgearbeitet. So auch der Transport großer Mengen über den Landweg. Nördlich, also Kabul mit Stützpunkt Bagram, das geht über den Schienenweg durch Mütterchen Russland an die baltischen Häfen. Und sollte das storniert werden, dann wird es eng.
    Auf jeden Fall müssen die Amis weitaus mehr Zugeständnisse machen an die Taliban, als wie sie es damals beim Viet Cong machen mussten.

    Zu Syrien : Geographisch und von der Topographie her nicht zu vergleichen
    mit Viet Nam oder Afghanistan. Assads Luftwaffe, Luftabwehr und Panzer etc. können bei Einsatz der Nato ratz-fatz ausgeschaltet. Also einfach eine Flugverbotszone und die Bomben rein wie gehabt. Dann, wie in Lybien auch, nicht uniformierte Nato Specials. Ich denke aber mal, dass sich Putin neulich in Sotschi klar genug ausgedrückt hat.Warum man bestrebt ist, in Syrien die Islam-Faschisten an die Macht zu bringen, das kann ich nicht nachvollziehen. Assad ist das kleinere Übel, das wird so auch mittlerweile von vielen Israelis gesehen. Demokratie a la Washington funktioniert in solchen Ländern nicht.

    Schwesterwelle sollte das mal nachlesen, wie im Kalten Krieg 1967/68 die damalige politische und militärische Lage war. Können wir ganz schnell wieder haben, nämlich wenn Russland und ggf. andere Staaten sich offiziell zu Alliierten Syriens und des Irans erklären. Die Raketen mit den Mehrfachsprengköpfen sind immer noch in den Silos. Der Letzte macht dann im Reichstagsgebäude das Licht aus. Frau Merkel kann sich dann am Besten (historisch gesehen) im Bunker selbst erschießen.

    @Rico – Du kannst das was damals war militärisch / waffentechnisch nicht
    vergleichen mit heute. Israel hat die viertgrößte Luftwaffe weltweit, was die Schlagkraft betrifft allemal, und die A-Bomben in diversen Stärken. Israel hat sich zu einer High-Tech Waffenschmiede entwickelt. Eigene Luftabwehrsysteme entwickelt etc., Syrien als Land im Alleingang zu besiegen, das wäre ein Spaziergang. Vergess mal Panzer und Fußtruppen, das ist zukünftig kaum noch in Mode. Dumm aber: Syrien ist nicht alleine. DAS Stück von der Torte ist schwer verdaulich. Ein Einsatz in Syrien kann ggf. der Auslöser sein zu einem 3. Weltkrieg, und dann sicher atomar (lokal begrenzt)

    Was ich persönlich schwer nachvollziehen kann geistig, dass ist das schon gottgläubige Vetrauen der Nato Vasallen und Israels auf ihre eigene Luftabwehr, (Raketenschild) oder die Tatsache, dass sie offensichtlich hohe eigene Verluste an Zivilisten billigend in Kauf nehmen. In diesem Sinne : GOTT MIT UNS (welcher von den bekannten dieser Bedrufsgruppe ist sekundär, freie Auswahl Leute)

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