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23.03.1987: Autobombe auf britischer Basis in NRW


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Am 23. März 1987 explodierte auf einer britischen Militärbasis in Mönchengladbach-Rheindalen eine Autobombe und verletzte 31 Menschen, drei davon schwer.

Autobombe auf britischer Basis, Rheinladen, NRW, 1987
Autobombe auf britischer Basis, Rheinladen, NRW, 1987, Bild: britische + deutsche Flaggen, beide gemeinfrei

Als an diesem Tag im Jahr 1987 eine Autobombe auf einer britischen Militärbasis in Mönchengladbach-Rheindalen, NRW, explodierte, wurden 31 Menschen verletzt. Der Sprengsatz enthielt 136 kg Sprengstoff. Durch die Detonation wurden 27 Deutsche und vier Briten verletzt.

Zudem wurde ein zwei Meter breiter Krater in die Straße gerissen, auch parkende Autos und einige Gebäude in der näheren Umgebung wurden beschädigt. Vier unmittelbar daneben abgestellte PKW wurden zerfetzt, etwa ein Dutzend weitere gingen in Flammen auf. Niemand kam durch den Anschlag ums Leben, allerdings gab es auch drei Schwerverletzte.

Einige der Opfer erlitten Schocks und leichte Verletzungen. Die meisten Verletzten waren deutsche Offiziere und ihre Frauen, die an Feierlichkeiten in der Basis teilnahmen. Zwei deutsche Offiziere sollten in den Ruhestand verabschiedet werden. Man transportierte sie in ein RAF-Krankenhaus in Wegberg, wenige Kilometer von Rheindahlen, in der Nähe der niederländischen Grenze.

Durch die Explosion der Autobombe stürzten teilweise die Decken in der Basis ein, Türen rissen aus ihren Rahmen. Ein Polizeisprecher sagte, die Explosion habe auch Fenster von Gebäuden zu Bruch gebracht, die mehrere hundert Meter entfernt waren. Die Detonation war in einem Umkreis von 20 km hörbar.

Zunächst schloss man die Möglichkeit nicht aus, dass sich noch weitere Bomben auf dem Gelände befinden. So sperrte die Polizei das Gebiet um die Kaserne ab und Soldaten durchkämmten das Gelände und sämtliche dort parkenden Autos.

Erhöhte Sicherheitswarnung

Zuvor hatte ein englisch sprechender Mann bei der deutschen Presseagentur angerufen und mit einem Bombenanschlag gedroht. Der Anrufer sei sehr aufgeregt gewesen und habe den zuvor verfassten Text vorgelesen. Aus diesem Grund bestand eine Sicherheitswarnung in Rheindalen, durch die höhere Opferzahlen vermieden werden konnten, wie die britische Regierung verkündete.

Kurz darauf bekannte sich die irische Untergrundorganisation IRA zu dem Anschlag. Jahre später kam es zum Prozess gegen zwei Iren. Der britische Armeestützpunkt wurde 1954 errichtet und im Jahr 2013 geschlossen. Seit 2015 wird er als Flüchtlingsunterkunft genutzt.

Quellenangaben anzeigen
bbc

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