Assad: USA wollen IS nicht wirklich besiegen


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Assad sagte im Interview mit MSNBC, die USA würden überhaupt nicht versuchen, den Islamischen Staat zu besiegen. Mit dem Beginn der US-Luftangriffe habe sich der IS in Syrien extrem ausgebreitet, erst mit dem Eingreifen Russlands sei der Terrorismus zurückgegangen.

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Syriens Präsident Bashar al-Assad verurteilte die Beteiligung der USA im Krieg gegen den Islamischen Staat (IS), da sich die US-Streitkräfte ohne Erlaubnis von Damaskus im Land befinden. Zudem bezeichnete er die Einsätze der US-Streitkräfte gegen den IS als „kontraproduktiv und wirkungslos“, laut einem Interview mit MSNBC vom 13. Juli. Assad führte weiter aus, die USA versuchten überhaupt nicht ernsthaft den IS zu besiegen, da der Gruppe nur durch Russland reale Verluste eingebracht worden seien.

„Die Wahrheit ist, dass sich der Terrorismus seit dem Beginn der amerikanischen Luftangriffe weiter und weiter ausgebreitet hat. Er ging erst mit dem Eingreifen der Russen zurück“, erklärte Assad. „Wir wollten die Terroristen besiegen, während die Vereinigten Staaten diese Gruppen verwalten wollte, um die Regierung in Syrien zu stürzen.“ Er glaube zudem an einen Sieg über die regierungsfeindlichen Organisationen „in nur wenigen Monaten“, so das syrische Staatsoberhaupt. „Die russische Politik basiert nicht darauf Deals zu machen, sondern orientiert sich an Werten.“



Mit dem Ende der Amtszeit Obamas wird Assad bald mit einem neuen US-Präsidenten verhandeln müssen. Er erwarte jedoch keine besonderen Veränderungen, da die US-Regierungen mehr und mehr Chaos auf der ganzen Welt stifteten, „die zu immer schlimmeren Pyromanen“ werden. „Wir hoffen immer, dass der nächste Präsident viel weiser sein wird als der vorherige. Das hoffen wir, aber gesehen haben wir das noch nie … Was sie in ihren Wahlkämpfen ankündigen, unterscheidet sich immer von dem, was sie praktizieren, sobald sie gewählt wurden.“ Er verfolge auch nicht wirklich die Wahlkämpfe Clintons und Trumps, da ihre Worte gegenwärtig ohnehin „nur Rhetorik“ seien. „Alles wird anders, sobald sie gewählt sind.“

Über den Krieg in Syrien sagte Assad: „Wenn man von Terroristen angegriffen wird, ich meine als ein Land, müssen Sie Ihr Land verteidigen, und dies ist laut Verfassung meine Aufgabe. Ich mache meinen Job und werde so weitermachen, ganz egal was mir am Ende dafür blüht.“

Am 15. März 2011 begannen in Syrien gewaltsame Proteste gegen die Regierung. Grund dafür war ein rasanter Anstieg der Nahrungsmittelpreise, hauptsächlich verursacht durch Nahrungsmittelspekulation westlicher Großbanken. Präsident Bashar al-Assad setzte rasch einige Reformen um, wodurch die Proteste abebbten.

Doch wurden im Auftrag ausländischer Geheimdienste Personen unter die Demonstranten geschleust, welche aus der Menge auf Polizisten feuerten. So wurden Gefechte losgetreten, durch die sehr viele Zivilisten verletzt oder getötet wurden. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Situation halten die Bürger mehrheitlich zu ihrer Regierung in Damaskus. Mindestens 250.000 Menschen sind seit Beginn des Kriegs in Syrien gestorben. 

2 Kommentare

  1. Assad hat vollkommen Recht mit seiner Analyse.
    Die USA haben die Terroristen ins Land geschleust um es zu destabilisieren und Assad zu stürzen. Die scheinheilige Bekämpfung des IS war immer nur “ wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“.
    Das US-Ziel war der Sturz Assads um den Weg Richtung Iran frei zu machen. Der Russe passte nicht in das Konzept.
    Noch schlimmer wäre die Destabilisierung der Türkei gewesen und hätte damit die Versorgungswege der Terrororganisationen abgeschnitten.
    Nun sieht es so aus, als ginge es noch Jahre weiter so.

    Typisch USA ist ebenfalls, Militäraktionen in einem Land vorzunehmen, welches sie garnicht autorisiert hat.
    DIE MAßLOSE ARROGANZ DER MACHT.

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. Ein Blick in die kürzliche Vergangenheit zeigt: als die USA, England und Frankreich die „Flugverbotszone“ gegen die libysche Regierung verkündeten um den Sieg der gegen Gaddafi kämpfenden Terroristen zu erreichen, tönte es aus Tel Aviv: der Sturz von Assad in Syrien wäre wichtiger.
    Wir haben also eine gleiche Interessenlage Israels und der USA bis zu einem bestimmten Punkt.
    Ich glaube nicht, dass Russland nur wegen Syrien gegen den Islamischen Staat kämpft. Die Russen ahnen durchaus, dass ein Sieg der islamischen Terroristen in Syrien der Anfang wäre um auch Kasachstan z.B. zu destabilisieren. Der IS ging in seinen Ankündigungen sogar soweit, nicht nur den weichen moslemischen Vorgarten Russlands und Russland selbst besiegen zu wollen, sondern auch Westeuropa. In Frankreich und Belgien scheint dazu Terror nötig und findet deshalb statt.
    Die Merkel ist in ihrer Servilität soweit, dass Terror nicht nötig erscheint. Deutschland kann, wenn die Masseneinwanderung weiter anhält, auf „friedlichem“ Wege islamisiert werden.
    Putin hält zur israelischen Regierung einen guten Kontakt.
    Aber Israel wird die islamische Flut nicht stoppen können, in der es dann ertriken könnte. Wie bei Schillers „Zauberlehrling“. Genauso. Die USA wollen Russland als Hauptziel destabilisieren und das geht nur dann, wenn aus dem Rinnsaal eine Flut geworden ist. Deshalb schrieb ich oben von der Gleichheit der Interessen bis zu einem bestimmten Punkt.

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