80.000 Palästinenser haben keinen Zugang zu Trinkwasser


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80.000 Palästinenser haben in Jerusalem seit über zwei Monaten keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser. Israelische Behörden begründen dies mit der schlechten Infrastruktur. Die Betroffenen glauben jedoch, dass sie auf diese Weise aus der Gegend verdrängt werden sollen.

Der Felsendom in Jerusalem
Foto: Klacks.net

Tausende Palästinenser im Osten Jerusalems (al-Quds) haben seit über zwei Monaten keinen Zugang mehr zu sauberem Trinkwasser des lokalen Versorgers. Laut einem Bericht von Press TV wird aktuell 80.000 palästinensischen Einwohnern in der Region der Zugang zu durch die israelische Behörden verweigert.

Palästinensische Bewohner und Menschenrechtsgruppen haben den Versorger Hagihon mehrfach dazu aufgerufen, den Menschen wieder fließendes Wasser bereitzustellen. Das Unternehmen gab an, dass die Infrastruktur in diesen Gebieten nur für 15.000 Menschen ausreiche. Menschenrechtsorganisationen haben mittlerweile eine Petition an den israelischen Obersten Gerichtshof übergeben, um gegen die Nachlässigkeit der israelischen Regierung zu protestieren.

Die betroffenen Bewohner der Region sind hingegen der Auffassung, dass die Wasserknappheit ein Teil israelischer Pläne ist, die Palästinenser auf diese Weise dazu zu bringen die Region zu verlassen. Bereits im März meldeten lokale Medien, dass 45’000 Palästinensern in genannter Region durch den Versorger das Wasser abgestellt wurde (wir berichteten).

Viele Israelis lehnen die zionistische Politik ihrer Regierung aus Glaubensgründen entschieden ab. Immer wieder gibt es Großdemonstrationen gegen Israel und das Militär, zuletzt am 02. März 2014, als mindestens 300’000 Menschen in Jerusalem auf die Straße gingen (Fotos hier).

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