Warum drucken Staaten ihr Geld nicht selbst?


Wirtschaft

Zinszahlungen umfassen im jährlichen Bundesetat bereits 38 Milliarden Euro. Banken, Versicherungen usw. dürfen sich demnach über sieben mal so viel Geld aus dem Steuertopf freuen, wie Familien mit Kindern. Und das, obwohl Banken keinerlei Gegenleistung für die Allgemeinheit erbringen. Oder fällt jemandem etwas ein?

Richtet keinen wirtschaftlichen Schaden an:
Eine Bank in einem Berliner Park

Im Zeitraum zwischen 1950 und 1974 belief sich die Staatsverschuldung nach offiziellen Zahlen relativ konstant auf etwa 20% des BIP. 1982 waren es bereits über 36%, 1989 rund 40%, 1997 knapp 60% und heute sind es schon 82%. Insgesamt hat die Bundesregierung über 2’000 Milliarden Euro Schulden bei Steuer- und (Sozial-)Abgaben-Einnahmen in Höhe von 1’148 Milliarden Euro (Zahlen von 2011, Destatis). Die Ausgaben sind mit 1’173,5 Milliarden Euro noch höher als die Einnahmen. Man kann also davon ausgehen, dass sich dieser Trend fortsetzt, wie es in der Geschichte immer der Fall war.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die Hauptkreditgeber der Bundesregierung sind Banken und Versicherungen. Seit der Einführung des Euro haben ausländische Pensionsfonds und Versicherer deutsche Staatsanleihen in großem Umfang erworben, die laut Zahlen der Bundesbank heute 56,1% der deutschen Staatsschulden ausmachen (2000: 36,3%).

Lustig: Die Bank verleiht die Einlagen des Sparers weiter (dank Mindestreserve oftmals auch ein 10- bis 100-faches davon), etwa an die Bundesregierung, für deren Zinsen der Sparer in Form von Steuern dann natürlich wiederum selbst aufkommen darf. Ist das nicht schön? Weniger lustig: Die Bundesregierung bezahlt in absoluten Zahlen mehr als 38 Milliarden Euro pro Jahr an Zinsen für in der Vergangenheit aufgenommene Schulden. Dies entspricht 13 Prozent des gesamten Bundesetats. Jeder Bundesbürger darf im Durchschnitt also jedes Jahr rund 500 Euro für die Schulden der Bundesregierung abdrücken. Gleichzeitig freut sich der Sparer über mickrige 1,25% Zinsen p.a., die er für sein Erspartes erhält, das auf dem Bankkonto „arbeitet“.

38 Milliarden Euro der Steuereinnahmen von deutschen Steuerzahlern landen pro Jahr in Form von Zinsen bei Banken, Fonds und Versicherungen. Grotesk ist dabei, dass es sich dabei um Einrichtungen ohne jeden schöpferischen Wert handelt und deren Einfluss auf die Politik durch die Macht über das Geld enorm groß ist. Mayer Amschel Rothschild sagte einst: „Gib mir die Kontrolle über das Geld einer Nation und es interessiert mich nicht, wer die Gesetze macht.“ Tja, und wo stehen wir heute?

Für den Ausbau von Straßen, der Bahn, der Schifffahrt usw. wurden nur 9,8 Milliarden Euro im Haushaltsetat eingeplant, für familienpolitische Leistungen sogar nur 5,5 Milliarden Euro. Banken & Co. erhalten also aus dem Bundesetat ca. das 7-fache von dem, was Familien an Förderungen (Elterngeld, Kindergeld usw.) erhalten.

Die „Erschaffer“ allen Geldes sind die Zentralbanken. Diese wiederum befinden sich – zumindest großteils – in privatem Besitz. Die sog. US-Notenbank Federal Reserve hat laut eigenen Angaben gar keinen Besitzer. Da dies aber kaum möglich ist, kann man davon ausgehen, dass die Gründer der „Fed“, bzw. deren Rechtsnachfolger, weiterhin die Eigentümer sind. Also große Geschäftsbanken wie Goldman Sachs, JP Morgan & Co…. Die EZB befindet sich im Eigentum der nationalen Zentralbanken, die jedoch wiederum teilweise in privatem Besitz sind. Etwa die Banca d’Italia gehört zu 94% privaten Investoren, alles italienische Banken und Versicherungen.

Vielleicht können die Leser dem Autor folgende Fragen beantworten:

Mit welcher logischen Begründung muss ein Staat überhaupt Zinsen an private Banken bezahlen, wenn doch dadurch für die Allgemeinheit nichts als Schaden entsteht? Und wenn man schon unbedingt auf ein Papiergeldsystem besteht: Warum drucken Staaten ihr Geld nicht selbst, sondern übergeben diese ehrenvolle Aufgabe an die Zentralbanken, die das Geld ihren Eigentümern (den Geschäftsbanken) günstig borgen, die es dann wiederum an den Staat zu höheren Zinsen weiterverleihen? Danke vorab.


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24 Comments

  1. Faschistische und kommunistische Staaten haben sich ihr Geld immer selbst gedruckt. Das Problem ist nicht die Kontrolle über die freie Gelddruckmöglichkeit, sondern die fehlende Wertdeckung.

    Die Frage im Titel sollte eher lauten: Warum gibt es nur Monopol-Geld, entweder eines Bankiers- oder eines oligarchischen Politregimes, und keinen freien Geldmarkt? Denn nur bei einem freiem Geldmarkt würde sich das bessere (nämlich wertgedeckte) Geld durchsetzen können.

    Die Frage, wer die Macht haben sollte, Papierzettel zu drucken und diese den Menschen als vorgeblichen Wert aufzwingen zu können, ist also irreführend. Übrigens ist sie sehr typisch für die totale Unkenntnis fast aller Menschen über Geld, Geldgeschichte und Geldsysteme.

  2. @Gerd-Lothar Reschke
    Ich bin auch ein Anhänger von EM-Privatgeld. Wir befinden uns aber in einem Papiergeldsystem. Dass es kein gutes System ist, sollte inzwischen klar sein.

    Nochmal die Frage: Warum muss die Allgemeinheit in einem System wie diesem Steuern bezahlen für das Zinseinkommen von Privatpersonen, die nichts tun, als Geld weiterzureichen? Das ergibt überhaupt keinen Sinn.

  3. Die Transaktionssteuer ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zudem ist es sinnvoll, immer mehr Schwundgelder einzuführen (Beispiel „Chiemgauer“).

  4. Die Frage müsste lauten: Warum ist es Banken erlaubt, Geld zu verleihen, dass sie gar nicht haben, sondern durch die Kreditvergabe erst erschaffen? Das kann der Staat selber theoretisch auch. Die sich daraus ergebende Inflation und Entwertung des Realkapital durch die Banken ist ja gewünscht, um sich so dieses anzueignen – zum Spottpreis.

    Gerd-Lothar Reschke’s Argument mit der Wertdeckung greift soweit also fehl, wenn die Geldpolitik reale Werte zu Gunsten fiktiver (Geldwerte) entwertet.

  5. Unglaublich ist eben daß Menschen real arbeiten gehen müssen um Zinsen auf fiktives Geld zu bezahlen, wovon sich begünstigte Privatpersonen wiederum reale Werte kaufen können. Ein unfassbarer Betrug.

  6. Ja dieser Beschiss mit wertlosem Papier sprengt wirklich alles vorstellbare.Würden die lächerlichen Gesetze wirklich nach recht wirken,müssten alle hinter Gitter.
    Diese Bankster Banditen haben eigentlich alle Macht.
    Dann ist die frage auch schnell beantwortet.
    Es gab noch nie eine Demokratie.
    Immer nur ein Faschistisches System kontrolliert von Banken.

  7. Verweis auch ehrliche Männer wie JFK war korrekt … nun sollte auch der dämlichste Idiot wissen, von welchen Gängstern und Verbrechern wir regiert und gesteuert werden.
    EXECUTIV-Order 11’110 lesen und staunen … diese wurde keine 3 Monate nach seinem „stehenden Unfall-Fahrzeug“ retourgängig gemacht.

  8. na die Staaten drucken ihr Geld nicht selber, weil sie keine Druckmaschinen haben – ist doch klar – oder ?

    @ Reschke:
    „Das Problem ist nicht die Kontrolle über die freie Gelddruckmöglich- keit, sondern die fehlende Wertdeckung.“

    Äh, wie bitte? Wer oder was deckt den $, den €, den franken….etc.? Bei soviel Nachwuchs müßte da ständig gedeckt werden, aber sorry, ist ja kein Nachwuchs, ist ja Klon – und das geht im Labor, später dann im Technikum und bei $ + € sogar großtechnisch mit eingebauter Alterung.

  9. Liebe Gleichgesinnte,
    unser Finanzsystem ist pervers, Zinsen zu nehmen ist in jeder großen Religion verboten ( die wußten eben, wo es hinführt).
    Die Hochverräter der Herrscherclique – genannt Bundesregierung – verraten und betrügen uns jeden Tag aufs neue. Gegen die Banken zu kämpfen, von denen sie sich das Zahlungsmittel (kein Geld) erbetteln, wollen sie doch nicht kämpfen. Es ist doch einfach, das eigene Volk zu beklauen, verraten und versklaven. Und dies ist schon seit Anfang des ersten WKes so gewollt.
    Es besteht nur eine Möglichkeit und zwar diesem System die Macht zu entziehen. Benützt die verdammten privaten Falschzetteln (die aufgezwungenen Zahlungsmittel) nur dort, wo es unbedingt sein muss. Bezahlt Leistung mit anderer Leistung, tauscht was nur geht, fangt an in Silberunzen oder Goldunzen zu zahlen und übergeht damit, dass diese Verbrecher immer mitverdienen !!

  10. Noch einfacher. Jeder Kredit ist NICHTIG. Denn Vertrge, so auch Kreditverträge, müssen auf Leistung und Gegenleistung beruhen. Der Kreditnehmen gibt seine Rückzahlungsleistung, er arbeitet oder gibt Sicherheiten. Die Bank aber erfindet Geld aus dem Nichts. In Form einer Bilanzverlängerung. Ein einfacher Trick. Die Bank verleiht kein Geld, sondern „erfindet“ bei jedem Kredit das Geld neu aus dem Nichts. Ergo leistet die Bank nichts als Gegenleistung. Ergo ist jeder Kreditvertrag, der als Bilanzverlängerung funktioniert ein Betrug. Betrügerische Verträge sind immer nichtig.

  11. Im Grunde machen dies die Japaner bereits. Denn die BOJ kauft seit Jahren Staatsanleihen, für die der Staat natürlich keine Zinsen zahlen muss.

    Dass die öffentliche Gesamtschuld Japans übrigens nach einer Reiche von Jahren, in denen 40- 50 % der Staatsausgaben finanziert wurden, noch immer beim 2,5fachen des BIP verharrt, kann wohl nicht sein. Den jüngsten Berichten zufolge scheint nun der japanische Staat finanziell an seinen Grenzen angelangt zu sein.

    Staatsfinanzierung ist die von Marktwirtschaftlern am meisten gefürchtete Entgleisung staatlichen Wirtschaftens. Adolf Hitlers Ökonomen führten in den dreißiger Jahren zur Finanzierung staatlicher Ausgaben Mefo-Wechsel ein. Das System funktionierte geraume Zeit ganz gut, und zwar deshalb, weil gleichzeitig Preis- und Lohnstops verfügt wurden.

    So lange Staaten nicht in Bürgerkriege oder Großkriege verwickelt werden, lässt sich die Inflation trotz massiver staatlicher Kredite einigermaßen in Grenzen halten. Doch schon “kleinere” Kriege wie der gegen Afghanistan und den Irak, Scharmützel im Vergleich zu den Weltkriegen , können die Wirtschaft der unmittelbar betroffenen Staaten, aber auch die Wirtschaft anderer Regionen, ordentlich durcheinander bringen.

  12. Keiner Antwortet erstaunlicherweise wirklich auf Deine Frage bisher.

    Hier also eine Antwort:

    Dieses Verfahren ist notwendig zur Enteignung der Menschen, um damit Unabhängigkeit zu beschränken und die Menschen als Sklaven für fremde Interessen zu nutzen. Diese Vorgehensweise belegt die fehlende Souvereignität der betroffenen Staaten, die sich damit selbst für überflüssig erklären, daher auch der konsequente Weg der EU zu ihrer Auflösung. Ich hielt das für offensichtlich, aber wenn Du schon fragst 😉

    Weil es so in den Fingern juckt, noch einen Gedanken zur Lösung des Problems:
    Wie man erkennt, taugt Obrigkeit nicht zum Wohl der Menschen. Und das gilt grundsätzlich und universell. Also haben wir die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, das bekommen wir ja gezeigt von diesen „Obrigkeiten“. Konkret bedeutet das den Verzicht auf alles, was mit dem zusammenhängt, was wir nicht wollen. Keinen Euro verwenden möglichst, keine Anträge welcher Art auch stellen, den Laden eben ignorieren. Das halte ich für notwendig und so lebe ich glücklich.

  13. @Reschke: ist Ihr letzter Satz nicht fast ein wenig überheblich, wo doch die meisten Hochschabsolventen und Economen an das ewige Wirtschaftswachstum auf einem begrenzten Planeten glauben (Periodensystem, resourcen-technisch betrachtet)? Natürlich kann man recyclen und z. B. Wälder wieder aufforsten, aber wenn ich im Kamin einheize, wächst die Kohle im Wald leider nicht gleich schnell nach. Es ist einfach bloss ein hinterhältiges Umverteilen, genau wie es Herny Ford einst beschrieb, werden die meisten verharren, wie das Kanickel vor der Klapperschlange und diejenigen, welche es begreifen, werden sich unfähig fühlen, dagegen anzukämpfen. Darum haben vermutlich nun auch die Grossen Vermögensverwalter nun angefangen, Söldnerfirmen aufzukaufen. Mal schauen wie weit so ein Söldner gegen sein eigenes Volk vorgeht, wenn er sich auch theoretisch, nicht nur einen Bruchteil vom Gold verdienen kann, sondern auch gleich alles selber , aus den kalten Händen seines gewissenlosen Auftraggebers, holen kann. Vielleicht verdient dann der eine Gängster seinen Lohn umgekehrt propotzional-

  14. Es wird immer erwähnt, wenn der Staat direkt das Geld ausgeben würde, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er dann Unsummen von Geld in Umlauf brächte. Auf diese Weise ist dann mit Inflation zu rechnen.

    Ich sehe allerdings nicht, weshalb in diesem Vorgang es dann besser sein soll, wenn der Staat, und damit wir alle, die Zinsen bezahlen sollen um damit die Inflation zu verhindern.

  15. das buch mit dem titel:satans banker
    j.k.fischerverlag 2. auflage
    beschreibt die historie bis in die neuzeit
    warum wir in einer welt leben (finanzen und …)
    so wie sie ist.

  16. Wer behauptet, daß der Euro nicht „durch Werte gedeckt“ sei, hat sicher noch nie einen Kredit bei einer Bank genommen.

    Kredite gibt es nur gegen Sicherheiten.

    Und wenn Du Zins und Tilgung nicht leistest, kündigt die Bank den Kredit und verlangt die volle Summe + Strafgebühren von Dir.
    Da Du das nötige Geld nicht hast, wird Dein Haus zwangsversteigert, Du wirst rausgeschmissen.

    Folglich ist der Euro durch Werte gedeckt, es sei denn, jemand hier möchte behaupten, daß Immobilien, Aktien und sonstige Sicherheiten, welche Du an die Bank verpfändet hast, keine „Werte“ sind.

    Geld ist umlauffähig gemachte Schuld.
    Ein Kredit bedeutet, daß Du die Summe X in Form von Zahlungsmitteln
    bekommst und Dich vertraglich dazu verpflichtest, diese Summe X plus Zins an die Bank zurückzuzahlen.

    Im Normalfall hat der Kreditnehmer kein weiteres Vermögen, er muß also arbeiten, um das Geld für Zins und Tilgung in seine Hände zu bekommen.

    Also ist jeder Geldschein und jeder Geldbetrag, der auf Girokonten
    ist, der physische Ausdruck davon, daß sich jemand dazu verpflichtet hat, für diesen Betrag zu arbeiten.

    Daran ist nichts Schlechtes.
    Die Deckung des Geldes besteht in der Leistung, welche in der Zukunft (und Gegenwart) von den Kreditnehmern erbracht wird.

    Wird der Kreditnehmer krank oder kann aus anderen Gründen die geschuldete Leistung nicht mehr erbringen (er wurde entlassen usw.),
    verwertet die Bank die Pfänder, welche zur Absicherung des Kredites
    dienen.
    In diesem Fall ist das Geld soviel wert, wie die Pfänder hergeben.

    Ein Geldsystem, das Geld in Form von umlauffähig gemachten Schuldscheinen benutzt, ist intelligent und bringt viele Vorteile.

    Man braucht kein Warengeld ( beispielsweise Goldwährung ), denn Geld ist keine Ware, sondern eine Leistungsverpflichtung, also ein Vertrag, der durch die Staatsmacht garantiert wird (der Gerichtsvollzieher zusammen mit der Polizei schreiten ein, wenn ein Schuldner nicht leistet).

    Diesen Vertrag kann man auf Papier festhalten oder auf einem Holzstück (Kerbholz) oder auf Baumrinden oder auf wertlos gemachten Eisenscheiben wie in Sparta geschehen.
    Wesentlich ist nicht der Stoff, auf dem der Vertrag dokumentiert ist, sondern die Durchsetzung des Vertrages.

    Das haben die Anhänger von Edelmetallwährungen bis heute nicht verstanden. Sie denken, daß der „Wert“ des Goldes oder Silbers den Wert des Zahlungsmittels ausmacht. Ein fataler Irrtum.

    In Sparta beispielsweise und auch in Rom in bestimmten Epochen, war Gold und Silber als Zahlungsmittel verboten. Aus guten Gründen, denn wer die Goldminen besaß und die Lizenz, Münzen zu prägen, hatte die Macht über die Gesellschaft. Ausgerechnet in Zeiten, wo Gold und Silber nur als Waren gehandelt wurden, jedoch als Geld verboten waren, ging es Rom und Sparta am besten.
    Sobald jedoch wieder Gold und Silber zur Herstellung von Zahlungsmitteln erlaubt wurde, gingen die Staaten den Bach runter.

    Ein Geldsystem, in welchem das Zahlungsmittel in Form von Papiergeld und elektronischem Geld entsteht, hat natürlich einige Schwachpunkte.
    Wo liegt der Haken ?

    Der Haken liegt darin, wer die Macht hat, die Sicherheiten für die Kredite festzulegen.
    Da gibt es die Möglichkeit des massiven Missbrauchs mit der Folge, daß zuviel Geld im Verhältnis zur Gütermenge gedruckt wird und damit das Geld entwertet wird.

    Der zweite Haken ist der Zins.
    Der Zins verfälscht den Wert des Geldes und über den Zins können die Menschen gezielt ausgeraubt werden. Man lockt sie mit niedrigen Zinsen in die Verschuldung, dann erhöht man den Zins und schwupps, werden sehr viele Kreditnehmer zahlungsunfähig und verlieren ihre Pfänder.

    Man sieht es in Spanien, wo sich schon einige Hausbesitzer umbrachten, als die Bank ihr Haus räumen wollte, weil sie ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten.

    Wenn die EZB griechische Staatsanleihen als Pfänder für die Refinanzierung der Banken akzeptiert, dann begeht sie damit ein Verbrechen an den Menschen, weil jedermann weiß, daß griechische Staatsanleihen soviel wert sind wie Klopapier.

    Das ist das Traurige an diesem Geldsystem. Kriminelle ruinieren es und kriminell sind die Notenbanker genauso wie die Politiker.
    Regierungen sind nichts anderes als kriminelle Vereinigungen.
    ( an die Goldbugs: auch Goldwährungen wurden brutal manipuliert und führten zu Kriegen und Verelendung der Menschen. Es gibt deshalb keine wirklichen Argumente für Edelmetallwährungen. Bei Licht betrachtet, kennen die Anhänger der EM-Währungen die Geschichte des Geldes nicht.
    Da würde die Lektüre von Stephen Zarlenga „Der Mythos vom Geld, die Geschichte der Macht“ weiterhelfen )

    Die Frage, weshalb der Staat Zinsen für Kredite an private Banken zahlt, ist völlig berechtigt.

    Es ist ein Verbrechen, nicht mehr und nicht weniger.
    Denn es wäre ein Leichtes, das Geldsystem so zu gestalten, daß der Staat keine Schulden bei privaten Banken machen müßte.

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