Trump will Wallstreet-Banken zerschlagen


USA/Wirtschaft

US-Präsident Trump möchte die großen Wallstreet-Banken zerschlagen. Dafür soll ein altes Gesetz aus Zeiten der Großen Depression „wiederbelebt“ werden.

Trump Wallstreet Banken
Trump Wallstreet Banken, Bild: Gegenfrage.com

US-Präsident Donald Trump sagte, er mache sich derzeit aktiv Gedanken über einen Zerschlagung der riesigen Wallstreet-Banken. Dafür möchte er den aus der Zeit der Großen Depression stammenden 1933 Glass-Steagall-Act „wiederbeleben“.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Dieses Gesetz sieht vor, private Kredite und Investment Banking streng zu trennen. „Ich sehe mir das jetzt an“, sagte Trump am Montag in einem Interview mit Bloomberg News im Oval Office. „Da sind einige Leute, die zum alten System zurückkehren wollen, richtig? Also werden wir uns das ansehen.“

Während seiner Präsidentschaftskampagne forderte Trump eine „21. Jahrhundert“-Version des 1933-Glas-Steagall-Acts. Das republikanische Lager unterstützte diesen Schritt. Das Gesetz war im Jahr 1999 von Bill Clinton im Zuge seiner Deregulierungen aufgehoben worden.

Einige US-Politiker machen die Aufhebung des Gesetzes mitverantwortlich für die Krise ab 2008. Wallstreet-Banken weisen dies jedoch zurück. Trump-Mitarbeiter, darunter Finanzminister Steven Mnuchin und National Economic Council-Direktor Gary Cohn, haben ihre Unterstützung für Trumps Pläne ausgedrückt.

Wie dies letztendlich umgesetzt werden soll, wollte jedoch niemand erklären. Sowohl Mnuchin als auch Cohn sind ehemalige Banker der Goldman Sachs Group Inc.

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newsmax

6 Comments

  1. Mit dieser Idee, den alten Act von 1933 wieder aufleben zu lassen, hätte Trump den Vogel abgeschossen. Oder eben der Geldpolitik eine sinnvolle Wendung gegeben.
    Noch besser wäre es, die Geldschöpfung (hier US-Dollar) wieder in die Hand des Staates zu geben, denn in den USA drucken Privatbanken den Dollar und haben damit auch die Oberhoheit über alles was damit zusammen hängt. Ein einmaliger Wahnsinn weltweit.
    In allen Staaten liegt die Währung in den Händen der Nationalbanken, in Deutschland ist das die Bundesbank (also keine Privatbank).

    MfG. grillbert aus Hamburg.

  2. PS. In diesem Zusammenhang sollte man sich die kriminelle Deutsche Gesetzgebung mal richtg zu Gemüte führen.
    Hier ein sinnfälliges Beispiel aus der täglichen Praxis. Alle Schweinereien aufzuführen, würde ganze Bücher füllen. Damit klärt sich auch der Zusammenhang mit dem „Verkauf“ von Grohe an amerikanische Heuschrecken.

    http://www.youtube.com/watch?v=hQEnt9QSvao

    MfG grillbert aus Hamburg.

  3. @ grillbert

    Das ist richtig was Du schreibst. allerdings bezweifle ich, dass, wenn die FED eine staatliche Bank wäre, sich etwas ändern würde. Denn die FED hat bisher immer so funktioniert, als wenn es eine staatliche Bank wäre.
    Trump ist ohnehin ein Mann des Banken Establishements, von diesem wird keine „Revolution“ des Geldwesens zu erwarten sein.
    Wenn Trump auch nur ein bisschen anders ticken würde wie alle seine Vorgänger, dann würde er endlich den Bitten der Bundesrepublik Deutschland nachkommen und den Kriegszustand zwischen den USA und der BRD beenden.
    Alle anderen Siegermächte hatten schon vor Jahrzehnten den Krieg beendet; nur die USA sperren sich weiterhin.

  4. Trump hat die US Banken in der Hand, denn er hat dort enorm hohe Schulden. Wenn er es auf die Spitze treibt, ich meine mit einer Politik gegen die Banken, wird er wohl bald einen tötlichen „Unfall“ haben.
    Bei der Gründung der FED 1913, hat Alexander Hamilton (der Haupverfasser der amerikanischen Verfassung), vor diesem Vorhaben gewarnt, ein Privatbankenkonsortium zur Nationalbank zu machen. Er hat Recht gehabt, man hat den Bock zum Gärtner gemacht.

    grillbert

  5. Korrektur
    Der Einspruch Alexander Hamiltons geschah ca. 1790 bei den Vorgesprächen zur Gründung der Vorgängerversion der FED. Umso schwerer wog sein Weitblick.

    grillbert

  6. @ grillbert

    Frage: was genau hat die Privatbank FED denn anders gemacht wie die staatlichen Notenbanken anderer Länder?

    Nach dem letzten Weltkrieg galt es Westeuropa von den eigenen angelsächsischen Zerstörungen wieder aufzubauen und mit dieser Kreditschuld einen Grundstein der finanziellen Schuld gegenüber „Amerika“ zu legen. Richtig?
    Das hätte die Reichsbank nicht anders gemacht.
    Danach kamen weitere Schulden (und zwar bei sich selbst) durch die enormen finanziellen Lasten des Kalten Krieges.
    Wie sich ein europäischer Staat ohne diese Lasten entwickeln kann, sieht man an der Schweiz.
    Ich kenne noch den Kurs DM zum SF von 1 : 1. Allerdings hielt das nicht lange an; später musste für den Franken wieder um die 20 % mehr gezahlt werden wie für die DM.
    Und heute ist die Parität Euro zum Franken in Sichtweite.

    Eigentlich hätte nach dem Zusammenbruch des Warschauer Paktes, entweder die Nato aufgelöst oder dem Beitrittsgesuch Russlands zur Nato stattgegeben werden müssen. Nichts dergleichen geschah- alle Schulden werden letztlich im Crash enden. Und zwar weltweit, auch in China und anderswo. Selbst Russland kann seine etwa 80 Mrd. Dollar betragenden jährlichen Rüstungsausgaben nicht halten (nach eigenen Angaben noch darunter). Wenn die Nato noch mehr Schulden macht um weiter zu rüsten, dann müssen China und Russland nachziehen. Und dazu braucht man eine willfährige Notenbank und diese kann staatlich sein oder privat. Entscheidend ist, dass es den Interessen der Machtgruppen, nicht unbedingt der Regierung, nützlich ist. Genau das war immer der Fall.

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