Taliban und IS verbünden sich in Afghanistan


Afghanistan/Militär

Nach über einem Jahr der Kämpfe zwischen Taliban und IS in Afghanistan haben die beiden Gruppen einen Waffenstillstand vereinbart. Man möchte zunächst lieber gemeinsam gegen die von den USA unterstützten afghanischen Soldaten kämpfen.

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USA in Afghanistan, Taliban, Bild: Latuff

Seit über einem Jahr gibt es im Osten Afghanistans heftige Kämpfe zwischen Taliban und dem Islamischen Staat. Nun möchten sie ihre Kräfte vereinen, um gegen die von den USA unterstützten afghanischen Soldaten zu kämpfen. Laut afghanischen Regierungsmitgliedern gebe es derzeit einen „wackligen Waffenstillstand“ zwischen beiden Gruppen, seit zwei Monaten seien keine Kampfhandlungen mehr festgestellt worden, zitierte das Wall Street Journal Mohammad Zaman Waziri, der die afghanischen Truppen im Osten des Landes befehligt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Die Taliban befinden sich bereits seit zwei Jahrzehnten in Afghanistan, während der IS erst im Jahr 2014 in Erscheinung trat. In den ärmsten Gebieten bieten sie den Menschen Geld, wenn diese im Gegenzug dazu bereit sind, sich dem Kampf gegen die von den USA unterstützte Regierung anzuschließen. US-General John Nicholson glaubt, dass es sehr schwierig für die Gruppen wird, ein Friedensabkommen aufrecht zu erhalten. „Der Konflikt besteht weiterhin, auch wenn sie einen lokalen Waffenstillstand vereinbart haben.“


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Nicholson sagte laut einem anderen Bericht, dass im letzten Jahr etwa 20.000 afghanische Sicherheitskräfte bei Gefechten getötet worden seien. In diesem Jahr liege die Verlustrate etwa 20 Prozent höher, sagte er im Juli. Die Taliban haben in letzter Zeit riesige Geländegewinne verzeichnet und verfügen inzwischen über eine sehr kampfstarke militärische Elite-Einheit namens Sara Khitta. Präsident Barack Obama hatte daher zuletzt angekündigt, dass die amerikanischen Soldaten wieder enger mit den afghanischen Truppen zusammenarbeiten werden, meldet die Washington Post.

Ende 2015 bezeichneten die afghanischen Taliban den IS als „Propaganda-Projekt“, das man größer erscheinen lasse, als es tatsächlich ist. „Es ist offensichtlich, dass es sich bei der Entstehung des IS in unserem Land um ein Gemeinschaftsprojekt von der Verwaltung in Kabul und anderen ausländischen Geheimdiensten handelt … Unsere Regierung, unsere militärischen Einrichtungen und unser Sicherheitsrat unterstützen den IS. Ich schwöre bei Gott, die Kommandeure des IS leben in Kabul und besuchen unsere Botschaften und Büros“, lautete ein Statement auf Shahamat.

Laut einem Bericht der New York Times waren die Taliban zudem seit Beginn des Krieges im Jahr 2001 niemals so stark und verbreitet wie heute. Die afghanischen Sicherheitskräfte benötigen Unterstützung aus der Luft, bei Geheimdienstaktivitäten und der Logistik, weshalb auch weiterhin US-Truppen im Land bleiben werden. Auch in drei oder fünf Jahren seien die Afghanen noch nicht für einen Abzug der USA bereit und man werde „noch für lange Zeit dort bleiben“, zitierte die Washington Times einen US-General im Januar.


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Komisch: Der IS in Afghanistan behauptete zuletzt, eine Vielzahl von Waffen, ID Cards, Dokumenten und Ausrüstung bei jüngsten Gefechten erworben zu haben. Die Waffen gehörten angeblich US-Soldaten, doch wurde zur in Frage kommenden Zeit kein US-Soldat von IS-Kämpfern gefangen genommen, schreibt die Military Times. Man prüfe diese Sache derzeit, sagte Henrietta Levin, Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums.


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