Russlands Ölproduktion auf höchstem Stand seit 30 Jahren


Russland/Wirtschaft

Laut neuen Daten hat Russland seine Ölproduktion im vergangenen Geschäftsjahr auf das höchste Niveau seit 30 Jahren gesteigert, wie Bloomberg meldet.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Russland Ölproduktion 2017
Russland Ölproduktion 2017, Bild: Gegenfrage.com

Laut aktuellen Zahlen hat die russische Ölproduktion das höchste Niveau der vergangenen 30 Jahre erreicht und befindet sich derzeit bei durchschnittlich 10,9 Millionen Barrel pro Tag. Und dies trotz der Vereinbarung mit der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) im vergangenen Jahr, die Produktion zu drosseln und die Preise anzukurbeln.

Die von Bloomberg veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die russische Produktion insbesondere unter der Führung von Präsident Wladimir Putin stark angestiegen ist und sich 1999 von 6,1 Millionen Barrel pro Tag fast verdoppelt hat. Allerdings ist es möglich, dass die Produktion im Zuge der OPEC-Vereinbarung demnächst zurückgehen wird.

Die Brent-Preise kletterten im letzten Jahr um 18 Prozent, die weltweiten Lagerbestände sind tatsächlich gesunken. Nach dem Beschluss vom November, den Pakt bis Ende 2018 zu verlängern, sagte Saudi-Arabiens Energieminister Khalid Al-Falih, man habe sich mit Russland „vollständig abgestimmt“.

Russland belegt den Spitzenplatz

Russlands Ölproduktion belegt weltweit den 1. Platz, gefolgt von Saudi-Arabien mit knapp über 10 Millionen Barrel pro Tag. Platz 3, 4 und 5 belegen aktuell die USA, der Irak und der Iran.

Trotz der durch westliche Sanktionen verursachten Rezession in Russland wuchs die Ölproduktion stetig an. Während des Preiseinbruchs im Jahr 2015 fuhr Russland die Produktion sogar um knapp zehn Prozent hoch, wodurch der Rückgang der Öleinnahmen ausgeglichen werden konnte.

Quellenangaben anzeigen
bloomberg, oilprice, wikipedia

Tags:

4 Comments

  1. Russland baut weltweit (sogar in Kuba, dem Hinterhof der USA) weiter seine Handelsbeziehungen aus.
    Russland war immer ein vertragstreuer Partner.
    Die Sanktionen, für die sich Merkelchen einsetzt, sind für Russland ein Segen, denn nun werden die Agrarprodukte im eigenen Land angebaut, wo es reichlich Platz und Arbeiter gibt.
    Russland ist heute (dank der Sanktionen) Weltmeister im Weizenanbau und vertraut dabei auf nicht genmanipulierte Sorten.
    Ich denke, Putin wird Merkelchen, wenn sie pensioniert ist, einen Orden verleihen, denn sie hat maßgebend dazu beigetragen, dass die Russen sich nicht nur auf den Verkauf von Energie verlassen, sondern Putin konnte sein Volk dazu bringen, die notwendigen Agrarprodukte selbst herzustellen.
    Bis dahin kann Merkelchen den deutschen und den europäischen Bauern ja immer wieder erklären, warum die Sanktionen gegen Russland wichtig sind.
    Schröder sorgt in Russland dafür, das es mit dem Öl und Gas gut läuft und Merkelchen wird schon eine Stuhl für das Auslandgeschäft mit landwirtschaftlichen Gütern in Moskau vorgewärmt bekommen.
    Aber erst müssen die Sanktionen noch verschärft werden, damit die Landwirtschaft in Russland weiter ausgebaut wird.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. https://de.tradingeconomics.com/country-list/crude-oil-production

    Die Ölförderung schwankt und der Unterschied bei der monatlichen Förderung zwischen Russland, den USA und Saudi- Arabien ist nur gering.
    Das Problem scheint mir der Preis zu sein. Die Preise fallen seit Jahren, weil die USA mit dem Fracking mehr fördern wie zuvor.
    Das habe ich ohnehin nie verstanden. Die bisherige Verfahrensweise der USA, billiges Öl weltweit einzukaufen und die eigenen Reserven zu schonen, war doch intelligent!
    Nun fördern die USA selbst ausreichend Öl und Gas und drücken den Preis des Öls nach unten. Eigentlich hätte die Saudis zusammen mit Russland die Ölförderung drosseln sollen, dann sinken die verfügbaren Ölvorräte der USA und Russland geht dennoch nicht pleite. Russland kann sowieso nicht pleite gehen, denn es hat eine eigene Zentralbank und kann, genauso wie die USA oder die EZB schier endlos Rubel erzeugen. Dahinter lauert zwar immer die Inflation; aber wenn es darum geht die „Pleite“ zu vermeiden, dann ist das Hemd näher wie die Hose.

    https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/07/27/erdoel-preiskrieg-gefaehrlich-nicht-nur-fuer-russland-sondern-fuer-die-weltwirtschaft/

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

Nach oben scrollen