Beziehungen Russland und Großbritannien „schlecht wie noch nie“


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Die Beziehungen zwischen Russland und Großbritannien sind so „schlecht wie noch nie“. Dieser Auffassung ist der russische Botschafter in Großbritannien, Alexander Jakowenko.

Beziehungen Russland Großbritannien
Beziehungen Russland Großbritannien, Bild: Flaggen, gemeinfrei

Die russisch-britischen Beziehungen haben ein neues Allzeittief erreicht, sagte Alexander Jakowenko, russischer Botschafter in Großbritannien. Ein Grund dafür seien Behauptungen der britischen Regierung, Russland stehe auf der „falschen Seite“ im Syrienkrieg. „Das Gegenteil ist wahr“, so der Diplomat im Interview mit Daily Mail.

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Es existiere keine vertretbare Alternative zur gegenwärtigen Regierung in Damaskus. Aus diesem Grund sei ein „dauerhafter Waffenstillstand“ anzustreben, damit die Bürger Syriens selbst entscheiden können, was sie möchten.

„Es scheint, als ob unsere westlichen Kollegen diesen Ansatz nicht mögen“, fügte er hinzu. Auf die Frage nach dem Vorwurf des britischen Verteidigungsministers Michael Fallon, Russland sei für die chemischen Angriffe in Syrien indirekt verantwortlich, erwiderte Jakowenko, Moskau bedauere diese „feindliche Rhetorik, die nicht durch Beweise gestützt ist“.

Ein weiterer Grund für die Verschlechterung der Beziehungen zwischen Moskau und London, so Jakowenko weiter, sei die Stationierung britischer Truppen in Estland. Dies erhöhe die Spannungen zwischen der NATO und Russland. Moskau stelle „keinerlei Bedrohung für Estland oder andere NATO- Mitgliedsstaaten dar“, sagte er weiter.

Als er gefragt wurde, ob die Beziehungen zwischen den beiden Ländern so schlecht seien wie noch nie, antwortete er: „Ja, das ist der Fall“.

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rt

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