Regulierung von Banken? Pustekuchen!

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble setzt sich vehement für eine strengere Regulierung von Banken ein. Ebenso Peer Steinbrück, der angeblich die Deutsche Bank zerschlagen will. Ganz nach amerikanischem Vorbild sollen Banken nun ein „Testament“ machen und Notfallpläne ausarbeiten. Doch sind Regulierungen tatsächlich die Lösung? Oder vielleicht doch eher das Problem? Ein Kommentar.

Wurde von Peer Steinbrücks Ur-Großonkel
gegründet: Die Deutsche Bank

Die Bundesregierung wartet ungeduldig auf Fortschritte bei der Bankenregulierung in Europa. Ganz nach Vorbild der Regierung Obama sollen sogenannte „Geldhäuser“ stärker in die Pflicht genommen werden. So zumindest lautet eine Meldung der Deutschen Presseagentur (dpa), die von den bekannten Zeitungen weiterverbreitet wird. Ein Blick auf die Wahlkampfspenden Obamas sollte jedoch eigentlich ausreichen, um dieses „Vorbild“ zu hinterfragen.

Es entsteht der Einduck, als sei es Europas Regierungen tatsächlich möglich Banken zu regulieren. Eine geschickte PR-Aktion? Denn wie heißt es so schön: Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing‘. Europas Regierungen würden sich niemals gegen die Banken stellen, da die Banken in der Hierarchie klar über den Regierungen stehen. Man muss ja bekanntermaßen nur dem Weg des Geldes folgen… „Die Bundesregierung will große Geldhäuser dazu verpflichten, genaue Pläne für den Krisenfall auszuarbeiten und notfalls auch ihre eigene Zerschlagung zu planen“, schreibt der Tagesspiegel. Deutschland solle bei der Regulierung des Bankensektors in Europa vorangehen, zitiert die Zeitung Finanzminister Wolfgang Schäuble. Die Banken sollten ein „Testament“ machen. Wahrlich eine gruselige Wortwahl.

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Die Schlussfolgerung, dass die Lösung gegen Banken, Kartelle oder Monopole in mehr staatlichen Regulierungen und Kontrollen zu finden ist, ist leider ein Irrglaube. Es ist undenkbar, neue Gesetze auszuarbeiten, die dem Staat mehr Macht über den Handel geben um Monopole zu verhindern, ohne genau das Gegenteil zu bewirken. Bestehende Kartellgesetze hindern höchstens die mögliche Konkurrenz daran, in den kontrollierten Markt einzutreten. Ein größerer und stärkerer Staat war niemals die Lösung für Probleme des freien Marktes, sondern war immer selbst das Problem, wie G. Edward Griffin („Die Kreatur von Jekyll Island“ u.a.) schon vor Jahrzehnten erkannte.

Staaten sind untrennbar mit den Großbanken, Kartellen und Monopolen („Geldmonopol“) verbunden und „arbeiten“ in deren Dienst. Extreme Beispiele waren in der Vergangenheit Standard Oil, IG Farben, DuPont und dieselben Großbanken wie heute. Darum sind staatsverehrende Intellektuelle an den Universitäten und mächtig auftretende Politiker, wie etwa der „Deutsche Bank“-Feind Peer Steinbrück, in den kaum noch zu unterscheidenden Parteien durchaus erwünscht. Wahrscheinlich wird Peer Steinbrück als Ur-Großneffe des Großbankiers und späteren Gründers der “Deutschen Bank” Adelberg Delbrück nicht wie angekündigt genau diese Bank zerschlagen wollen. Im Gegenteil: Solange staatliche Regulierungen von Wirtschaftsprofessoren und Politikern gefordert werden und der Kommunismus (Die Linke) oder irgendein anderer …ismus (NPD, SPD uswusf…) als „Fortschritt“ betrachtet wird, gibt es für die Großbanken und Kartelle keinerlei Bedrohung. Die staatliche Macht in den Händen einiger weniger ist genau das, was diese Konzerne wünschen.

In einem freien Markt befinden wir uns sowieso längst nicht mehr, da das grundsätzliche Bestehen von Zentralbanken planwirtschaftlicher nicht sein könnte. Nochmal an alle, die lautstark „Regulierungen“ fordern: Ein freier Markt ohne Zentralbanken, ohne Geldmonopol und ohne „Rettungspakete“ hätte sämtliche Banken längst in die Pleite befördert. Wir brauchen nicht noch mehr Regulierungen, sondern genau das Gegenteil, um uns von der Dauerkrise und dem Bankenzwang zu befreien. Solange alle nach „Regulierungen“ schreien, läuft für die Banken alles exakt wie bestellt.

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5 Antworten

  1. Werner sagt:

    der Staat soll sich raushalten aus der Wirtschaft, konsequent, dann wären schon viele von den Geldriesen vor lauter Kraft zusammengebrochen und der Markt hätte sich bereinigt, aber…
    der Staat ist ja ebenfalls ein Monopol und Monopole lassen sich prima kontrollieren. Es ist sogar für das Proletariat vorteilhaft, denn ein Streik bei BMW oder Daimler macht doch mehr her, als bei Pimpelhubers. Und erst die Einigung der Tarifparteien, auch Proll-Vertreter kommen so mal in den Genuß sich mit Nieten in Nadelstreifen ablichten zu lassen oder gar der Bundesmerkel oder dem Bundesstein die Hand schütteln zu dürfen. Der Staat, sprich dessen Erfüllungsgehilfen sind doch die Letzten, die ein Interesse daran haben, Monopole oder oligopole zu zerschlagen, im Gegenteil. Wie an der Bankenkrise zu sehen ist, springen sie denen auch noch bei, kreiieren willfährig neue Slogans „too big to fail“. Die Politik ist eine Hure und deren Beschäftigte sind Heuchler. Gegen Huren ist nix einzuwenden, so lange sie keine dominante Stellung einnehmen, gegen Heuchler schon, denen sollte man die Zunge rausschneiden.

  2. spaßbremse sagt:

    Ja Herr Schäuble, warum regulieren? Einfach nicht helfen würde doch völlig ausreichen!? Schräuble locker?

  3. Alesi sagt:

    alle staaten bis vielleicht auf iran und venezuela sind schon an der hundeleine von kriminellen banken. dieses machtverhältnis wird sich auch nie ändern solange banken staaten finanzieren.

  4. werner sagt:

    @ alesi

    falsch, so lange es für Menschen attraktiver ist Geld zu scheffeln und Macht auszuüben, statt der drohenden Strafe dafür.

    Bsp.
    Um Kosten einzusparen werden Arbeitsschutzeinrichtungen unterlassen. Es kommt zu einem Personenunfall mit dauerhafter Schädigung. Die Staatsanwaltschaft mu ermitteln. Ermittelt wird gegen den unmittelbaren Vorgesetzte, den Meister, Techniker, Konstrukteur, nie gegen die Firmenleitung, die die permanent die Kostenknute schwingt.

    In so einem Fall, beim ersten Mal, den Vorstandsvorsitzenden oder Geschäftsführer, enteignen, 2 Wochen bei Brot und Wasser auf den Alexanderplatz in Berlin an den Pranger stellen mit einem Schild um den Hals „Ich gehe für Geld über Leichen“. Nach den 2 Wochen darf er als Hiwi mit Kehrbesen irgendwo anfangen die Latrinen zu putzen. Das spricht sich rum!

    Bei einem zweiten Unfall kommt der Chef des Ladens in einen Käfig und wird auf dem Marktplatz ausgestellt. Ihm wird der Hartz4 Modus eines Widerspendstigen zuteil, also kein Essen, aber Wasser zum Trinken, keine Unterkunft, nur der Käfig, 2 Wochen lang. Er darf in seinen Käfig scheißen, pissen, etc. wird ständig beäugt, keine Rückzugsmöglichkeit……

    glaubts du, dass es noch einen dritten gibt, der aus Ksotengründen für menschliches Leid sorgen wird?

    Bis dato. und ich beschäftige mich beruflich mit diesem Thema, kamen in 30 JAhren Berufserfahrung erst einmal Bosse vor Gericht, in den USA, in D ist das kein Thema. Und nicht der Mann an der Maschine oder der Vorarbeiter sorgen für Kostendruck, abegschaltete SI-Einrichtungen, weil sonst der Akkrod nicht zu schaffen ist.

    Wie sagt der Norddeutsche: „der fisch fängt immer am Kopp dat stinken an“, wie wahr wie wahr.

    Übrigens, bitte keine Empörungen über die vorgeschlagenen Szenarien. Die Streichung von Hartz4 wegen gewisser Versämnisse = Beraubung der Existenzgrundlage, Verstoß gegen die Menschenrechte, u. U. billigend in Kauf genommener Tod des Hilfesuchende, nach Gesetz somit Totschlag oder sogar Mord.

    Da sind Pranger und Käfig doch harmlos.

  5. Syntagma sagt:

    Mann muss ja nur mal genau hinsehen: Wo der Staat seine Finger drin hat, dort hakts. Sei es im Ausbildungsystem, Krankheitswesen, Finanzsektor oder bei Infrastrukturprojekten.
    Politiker überschätzen sich haushoch und die Massenmedien tragen ihr Bestes dazu bei, dass Politik als etwas enorm Wichtiges angesehen wird. Bullshitbingo eben 🙂

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