US-Raketenangriff in Syrien verstößt gegen Völkerrecht – Putin


Militär/Russland/Syrien/USA

Russlands Präsident Putin bezeichnete den US-Raketenangriff auf einen Militärflugplatz in Syrien als „Aggression gegen einen souveränen Staat“ und „Verstoß gegen das Völkerrecht“.

(Fachliteratur zum Thema gibt's hier: klick)
Raketenangriff Syrien Putin Trump
Raketenangriff Syrien Putin Trump, Bild: Gegenfrage.com

Der russische Präsident Wladimir Putin sagte, dass der Raketenangriff der Vereinigten Staaten auf einen Militärflugplatz in Syrien in der Nähe von Homs gegen das Völkerrecht verstießen. Zudem stellen diese einen Akt der Aggression gegen einen souveränen Staat unter einem „weit hergeholten Vorwand“ dar. Dies meldet die syrische Nachrichtenagentur SANA.

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„Präsident Putin betrachtet die US-Angriffe auf Syrien als eine Aggression gegen einen souveränen Staat unter Verletzung der Normen des Völkerrechts und unter einem fadenscheinigen Vorwand“, sagte Kreml-Sprecher Dmitry Peskov gegenüber Reportern am Freitag.

„Putin sieht auch die Angriffe auf Syrien durch die USA als einen Versuch, die Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft von den zahlreichen Opfern unter Zivilisten im Irak abzulenken“, fügte er hinzu. Er zitierte Putin weiter mit den Worten, dass dieser Schritt den russisch-amerikanischen Beziehungen „großen Schaden“ zufügen könne.

Russlands Außenministerium forderte derweil den UN-Sicherheitsrat dazu auf, ein Notfalltreffen zu organisieren, um den US-Raketenangriff auf dem syrischen Flugplatz zu erörtern. „Wir fordern eine UN-Sicherheitsratssitzung, um die aktuelle Situation zu besprechen“, so das Ministerium, und bezeichnete den Angriff als „nichts anderes, als eine Machtdemonstration“.

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Außenminister Lawrow sagte, der Raketenangriff auf den syrischen Flugplatz erinnere ihn an den Beginn des Irakkriegs im Jahr 2003. Auch dieser habe gegen das Völkerrecht verstoßen. Russland hat als Reaktion auf den Angriff eine Vereinbarung mit den USA über den Luftraum Syriens ausgesetzt.

US-Präsident Trump hingegen bezeichnete den Raketenangriff als „grundlegend für die nationale Sicherheit der USA“. Er selbst habe den Angriff angeordnet und fordere „alle zivilisierten Nationen“ dazu auf, sich ihm anzuschließen. „Das Blutvergießen muss beendet werden“, so der Multimilliardär. Sechs syrische Soldaten kamen bei dem Raketenangriff ums Leben.

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sana

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1 Comment

  1. Im hier bei „Gegenfrage“ verlinkten Artikel von Einar Schlereth wird die Behauptung aufgestellt, dass Russland für Syrien eine schlechter Verbündeter sei, weil der Angriff durch das S 300 System nicht abgewehrt wurde.
    Dabei kann jeder nachlesen, dass der Angriff mit Marschflugkörpern geführt wurde- das Angriffsmittel ohne Gegenwehr. Marschflugkörper fliegen unterhalb des Radarschirms und können deshalb nicht erkannt werden!
    Der Vorwurf trifft ins Leere.

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