BRICS-Gipfel:
Putin: ‚Nordkoreaner würden eher Gras essen, als Atomprogramm aufzugeben‘


Militär/Nordkorea/Russland/USA

Die Nordkoreaner „würden eher Gras essen, als ihr Atomprogramm aufzugeben“, sagte Putin gegenüber Reportern nach dem BRICS-Gipfel in Xiamen im Südosten Chinas.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
Nordkorea Putin Atomprogramm
Nordkorea Putin Atomprogramm – Flaggen Russland + Nordkorea, Bild: Gegenfrage.com

Der russische Präsident Wladimir Putin kritisierte die „militärische Hysterie“ gegen Nordkorea nach dem jüngsten Atomtest. Er warnte zudem davor, die Diplomatie zu vernachlässigen, da dies zu einer globalen Katastrohe führen könne.

Die „militärische Hysterie unter solchen Bedingungen ist sinnlos, es ist eine Sackgasse“, sagte Putin. „Dies könnte zu einer globalen, planetarischen Katastrophe und einem gewaltigen Verlust menschlichen Lebens führen. Um die nordkoreanische Atomfrage zu lösen gibt es keine andere Möglichkeit als den friedlichen Dialog“, so der russische Präsident.

Die scharfen internationalen Sanktionen gegen Nordkorea bezeichnete Putin als „nutzlos und ineffektiv“. Weiter verglich er sie militärischen Drohungen der USA gegen Nordkorea mit der Situation im Irak im Vorfeld der US-Invasion.

„Jeder erinnert sich gut, was mit dem Irak und Saddam Hussein passiert ist. Hussein hat die Produktion von Massenvernichtungswaffen aufgegeben, doch unter dem Vorwand, diese Waffen zu suchen, wurden Saddam Hussein selbst und seine Familie bei der bekannten militärischen Operation getötet.“

„Sogar Kinder sind damals gestorben – sein Enkel, glaube ich, wurde erschossen“, fuhr er fort. „Das Land wurde zerstört, und Saddam Hussein wurde gehängt. Hört zu, jeder ist sich dessen bewusst und jeder erinnert sich daran. Nordkoreaner sind sich dessen bewusst und erinnern sich daran.“

„Glaubt Ihr, dass nach der Verabschiedung einiger Sanktionen Nordkorea seinen Kurs über die Herstellung von Massenvernichtungswaffen aufgeben wird? Russland verurteilt diese Schritte Nordkoreas. Wir glauben, dass sie provozieren sollen.“

„Aber wir können nicht vergessen, was ich gerade über den Irak gesagt habe und was später auch in Libyen passiert ist. Sicherlich haben die Nordkoreaner das nicht vergessen.“

„Lieber eine Million tote Nordkoreaner“

Der frühere U.S. Army Lieutenant Colonel Ralph Peters schrieb in einem Artikel in der New York Post: „Besser eine Million tote Nordkoreaner als Tausend tote Amerikaner … Wenn wir mit einer nuklearen Zerstörung durch Nordkorea bedroht werden, ist eine militärische Antwort nicht unethisch.“

Quellenangaben anzeigen
telesur, newyorkpost


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14 Comments

  1. Wenn man die Geschichte Koreas kennt dann erscheint
    es geradezu zwingend das sich der Norden des Landes
    mit Atomwaffen schützen will gegen eine Macht die
    Ihr Land in der Vergangenheit total verwüstet hat und
    Die wie Wir jetzt sehen, wieder die Wüstesten Drohungen
    gegen dieses kleine Land loslassen.
    Eine Macht die weit weg von Ihrem Land vor fremden Küsten
    zusammen mit Ihren Lakaien, Provokannte Seemanöver
    abhält! Was würden Die wohl sagen, wenn fremde Mächte
    im Golf von Mexiko etwas Ähnliches machen würden!?

  2. Ganz so ist es sicher nicht. Im Koreakrieg, welcher von der Sowjetunion und Rotchina befeuert wurden, ging es darum ein weiteres kommunistisches Land zu schaffen um die marxistische Gesellschaftsordnung auf lange Sicht weltweit durchzusetzen.
    Den USA war das durchaus klar und deshalb wurden die Kommunisten militärisch gestoppt und die heutige Grenze festgelegt.
    Das Problem ist, dass die USA versuchen aus Nordkorea eine zweite DDR zu machen und ein einheitliches Korea zu schaffen. Aber China und Russland wissen, dass dann die US Militärs auf nordkoreanisches Territorium vorrücken.
    Die ständigen Manöver der USA mit Südkorea waren absolut überflüssig. Man hätte sich all das sparen können.

  3. @Markus

    In Bezug auf Korea und den Koreakrieg bitte etwas genauer informieren. Korea seit 1910 unter japanischer Herrschaft bis in die letzten Tage des 2. Weltkrieges. Mit Übereinkunft der Amerikaner befreiten die Russen Korea, und zwar das Gebiet nördlich des 38. Breitengrades, im Südteil zogen die Amis ein. Dann kam der so genannte Kalte Krieg und nordkoreanische Truppen marschierten erfolgreich in den Süden ein. Daraufhin zogen unter UN Mandat Streitkräfte aus 21 (!) Ländern heran und erreichten im Endeffekt nichts außer Verwüstung und hohen Verlusten auf beiden Seiten. Es hat 3 Jahre gedauert die Kommunisten zu stoppen. Aus dem Grund ist die damalige Grenze, nämlich der 38. Breitengrad, auch heute noch die Grenze auf der Basis eines Waffenstillstandes.
    Zu Trump und Krieg mit Nordkorea noch mal die waffentechnische Seite: Konventionell nicht zu gewinnen. Grundloser Angriff atomar geht wohl auch eher nicht, aber so oder so würde Südkorea anschließend nicht mehr vorhanden sein, der treueste Verbündete der USA in Asien würde geopfert werden. Ohne das man da was gegen machen könnte würde z.B. die Hauptstadt Seoul innerhalb von 2 Stunden platt gemacht werden durch Beschuss aus tief verbunkerter Artillerie entlang der Grenze. Das weiß auch das Pentagon, diese Erkenntnis landete sogar vor Jahren im deutschen Mainstream. Glaubt irgendwer, dass Nordkorea die USA angreift? Was dann passiert weiß auch der Diktator da drüben.

  4. @ kw
    Genauso ist es mein lieber kw.
    Ich schreibe dazu nicht, weil ich zuwenig darüber weiß.
    Das einzige was ich konkret weiß ist, dass wir als Kinder durch die Straßen zogen und das schöne Lied sangen : „Ei ei Korea, der Krieg kommt immer näher, wenn er erst in Deutschland ist, dann ziehen wir nach Korea“.
    1951-53.
    MfG. grillbert aus Hamburg.

  5. @ Kaiser Wilhelm

    Die Geschichte Koreas hatte ich verkürzt. Ich könnte aus Wikipedia ganze Seiten hierhin kopieren, was uns aber nicht weiterhilft.
    Die mögliche militärische Lösung dieses Konfliktes scheint jedoch derzeit auszufallen. Einmal wegen des von Dir erwähnten Schicksals Südkoreas, aber auch anderen Erwägungen.
    Wäre Nordkorea prowestlich, hätten die USA keine Probleme mit dessen Atomwaffen. Also sind die Atomwaffen nicht das eigentliche Ziel.
    USA will ganz Korea nach dem Muster von 1990 in Deutschland unter seine Kontrolle bringen. Denn das macht Sinn im Hinblick auf die Sicherung der Weltherrschaft.
    Allerdings waren Russland und China damals auch schon auf der Welt und deshalb erinnern diese sich auf den Bruch der mündlichen Zusage an Gorbatschow in Sachen Erweiterung der Nato. Deshalb arbeitet China mit Sicherheit insgeheim am Sturz des Dicken in Phönyang.
    Ich denke, Trump weiß das auch, hat aber keine Geduld.

  6. @Markus
    Danke für den Hinweis auf Wikipedia. Das könnte ich auch, aber allerdings lese ich alles nur in Englisch ein. Die deutsche Wikipedia Version zum Koreakrieg ist wie üblich viel weniger umfangreich, aber es gibt in englischer Sprache zig detaillierte Artikel zum Koreakrieg. Gib in deine Suchmaschine mal den Begriff KOREAN WAR ein, dann siehst du was ich meine. Koreakrieg habe ich als Kind jede Woche sonntags im Kino gehabt. Bevor der Hauptfilm anfing gab es nämlich immer FOX NEWS in deutscher Version mit ausführlicher Kriegsberichtserstattung, @grillbert wird sich erinnern.

    Ich habe meinen Kommentar nur deshalb eingestellt, um deine nicht stimmigen Aussagen zu berichtigen, und dazu musste ich nicht bei Wikipedia nachlesen.

    Anzumerken ist, dass es zwischen Nordkorea und Südkorea bisher immer noch keinen Friedensvertrag gibt sondern nur den Waffenstillstand. Bemühungen dazu sind seit vielen Jahren Forderungen im Gange und zwar von beiden Seiten. Suchbegriff: FRIEDENSVERTRAG NORDKOREA SÜDKOREA

    Bereits vor 7 Jahren zum Beispiel forderte Nordkorea einen Friedensvertrag mit den USA. Ich persönlich glaube, dass die USA nicht an Frieden interessiert sind. Jedoch einen atomaren Erstschlag, ohne dass die USA oder Südkorea angegriffen wurden, können sich die USA nicht erlauben. Dass der Trump bereits von seinen eigenen Militärs gewarnt wurde über die Risiken kannst du satt nachlesen und nicht nur auf militärischen Websites, sondern auch in den bekanntesten US Zeitungen.

    Trump macht sich mit seinen Aussagen wichtig, genau wie der Diktator in Nordkorea. Alles nur Säbelgerassel und die permanente Panikmache um dem Volk klar zu machen wieso immer weiter hochgerüstet werden muss. Wie China und Russland auf einen Angriffskrieg gegen Nordkorea reagieren ist völlig unklar. Ein totales Handelsembargo z.B. wäre für die US Wirtschaft verheerend. Und ich erwähne es noch einmal: Die USA können einen Krieg nicht gegen den Willen der Bevölkerung durchziehen. Aus dem Grund ja die -false flag- Aktionen. Wer die Amis angreift muss natürlich vernichtet werden.

  7. @ kw
    Der Verfasser dieses Originals „Ei ei Maria“ muss umfangreiche Lakal-Kenntnisse gehabt haben, ich meine Salvador do Bahia.
    1968 habe ich es genauso vorgefunden. Auch der Begriff charmant in dem Lied, ist typisch für eine freundliche Ansprache in Brasilien. Da heißt es dann allerdings „Charmandu“. Hier das Originallied mit Rene Carol.

    https://www.youtube.com/watch?v=PXCjOtY7aDo

    Gruß aus Hamburg, grillbert.

  8. Hinsichtlich Trump sollte man auch nicht vergessen, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht und Trump ist ein Teil dessen- nämlich des Finanzkapitals.
    Wäre es anders, hätte der Mann nie Präsident werden können.

    Aber ich selbst bin den Sprüchen des Donald zunächst auch auf den Leim gekrochen und habe geglaubt. Ich habe mit Begeisterung seine Originalreden bei Youtube gesehen und sein immer wiederkehrendes, fast beschwörendes „believe me“.
    Heute weiß ich, dass sein Versprechen mit Russland gut auszukommen, an eine Bedingung geknüpft war und diese lautete: ordnet Euch „America“ unter, kapituliert!

  9. @ kw
    Hallo mein Guter !
    Danke für die Info. Die Seite lese ich allerdings täglich.
    Der Betreiber, Einar Schlereth, ist ein Sprachengenie. Soweit ich weiß spricht und schreibt er englisch, spanisch, französisch und schwedisch, wer weiß was noch alles.

    Leider wird auf seiner Seite kaum noch kommentiert. Das kann ich mir nicht erklären

    MfG grillbert aus Hamburg.

    PS. Auf dieser Seite ist es immer noch so, dass ich nicht den ersten Kommentar schreiben kann. Es geht nur, wenn bereits jemand kommentiert hat. Komisch !

  10. @ grillbert

    Manche Seitenbetreiber sparen sich halt die Arbeit mit dem mitlesen und redigieren der Kommentare.
    Die Einnahmen durch die Werbung fließen möglicherweise dann genauso- aber eben mit weniger Arbeit.

  11. 16.09.2017
    @grillbert
    Seine komplette Biographie findest du ja in einer Rubrik seiner Website oben in der Kopfzeile abrufbar. Der Mann ist 80 Jahre alt und ich bezeichne ihn als einen der wenigen letzten echten Journalisten die es noch gibt. Die Arbeit Artikel zu übersetzen macht sich der Mainstream nicht, die kaufen die verkürzten verfälschten Versionen von den bekannten Nachrichtenagenturen. Es bleibt dabei, dass Bürger mit guten Sprachkenntnissen (Englisch) besser informiert sind, eben weil jede bekannte Tageszeitung weltweit eine englischsprachige Ausgabe im Internet hat. Aus dem Grund kann man eben diese Kurzartikel im Mainstream so gut enttarnen. Bei Kopp waren seinerzeit ja auch sehr viele 1:1 übersetzte Artikel drin, vornehmlich von den bekannten kritischen US Autoren. Jedoch ist es (wie früher schon mal erwähnt von mir) oft so, dass ich den Inhalt des Artikels bereits kenne, da ich gewisse bekannte englischsprachige Websites regelmäßig einlese, also Auslandsmeldungen an der Quelle, die auch von Einar gewählt werden und angegeben sind. Nachrichten in Deutsch lese ich kaum, die Website einartysken ist eine der wenigen Ausnahmen. Außerdem ist einartysken eine -private- und -nicht kommerzielle- Website, also nix mit Einnahmen aus Werbung, wie oberhalb im Kommentar vermutet wird.

    Dass du hier nicht als erster kommentieren kannst ist für mich technisch nicht nachvollziehbar.

    Mach dir ein schönes Wochenende und füttere mal wieder die Möwen am Hafen
    Gruß nach Hamburg
    kw.

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