Frankreich: Polizei feuert Tränengas auf Demo gegen Polizeigewalt


Frankreich/Krass!

Schon wieder Proteste gegen Polizeigewalt in Frankreich. Diesmal demonstrierten chinesischstämmige Bürger in Paris gegen die Tötung eines Chinesen durch die Polizei, was mit dem Einsatz von Tränengas endete.

Proteste Frankreich Polizeigewalt Chinese
Proteste Frankreich Polizeigewalt Chinese, Bild: Gegenfrage.com

Um einen Protest gegen Polizeigewalt aufzulösen, feuerte die französische Polizei in Paris Tränengas auf die Demonstranten. Diese hatten am späten Dienstagabend Kerzen außerhalb des Kommisariats des 19. Arrondissements (Bezirk) von Paris aufgestellt.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Allerdings blieb es nicht durchgehend friedlich. Einige der insgesamt 150 Demonstranten riefen „Mörder“ und sprachen sich mit Parolen und Plakaten gegen Polizeigewalt aus. Dabei wurden auch Flaschen und Feuerwerkskörper auf Polizeibeamte geworfen, heißt es.

Hintergrund

Am Sonntag wurde ein 57-jähriger Mann chinesischen Ursprungs in einem Streit mit der französischen Polizei getötet. Chinesische Medien zitierten Angehörige des Mannes, dass Polizeibeamte ohne die mindestens erforderlichen zwei Vorwarnungen in das Haus der Person eindrangen und das Feuer eröffneten.

Angeblich habe der Mann versucht, das Einsatzteam mithilfe „einer Waffe mit scharfer Klinge“ (Schere) zu überwältigen. Am Dienstag reichte Peking aufgrund des Vorfalls eine Beschwerde bei französischen Behörden ein.

Laut chinesischem Außenministerium war ein Zivilpolizist der Todesschütze. Bereits am Dienstag berichteten französische Medien, dass die Pariser Polizei 35 Personen während eines Protests der Asiatischen Gemeinde festnahm.

In den vergangenen Wochen wurde häufiger über Proteste gegen Polizeigewalt in Frankreich berichtet. Letzer Auslöser von Unruhen in Frankreich war die Verhaftung eines schwarzen Jugendlichen, der von der Polizei verprügelt und misshandelt worden sein soll.

Andere Proteste von Chinesen

Die meisten Chinesen außerhalb Chinas leben in Frankreich, ganze zwei Millionen sollen es sein. Immer wieder finden Proteste gegen Rassismus gegen chinesischstämmige Bürger statt. Allerdings richten sich die Proteste nicht an einheimische Franzosen, sondern meist an arabisch- oder afrikanischstämmige Gewalttäter.

Letztes Jahr gab es laut französischer Polizei mehr als 200 Angriffe auf Chinesen durch nordafrikanische Migranten. In Paris machen nordafrikanische Gangs angeblich gezielt Jagd auf Chinesen. So wurden sogar 10-jährige Kinder mit Messern angegriffen mit der Begründung „zu reich“ zu sein.

Die Arbeitslosigkeit unter Chinesen in Frankreich ist sehr gering, der Lebensstandard entsprechend hoch. Laut Umfragen fühlen sich Nordafrikaner gegenüber Chinesen aufgrund des höheren Lebensstandards benachteiligt.

Quellenangaben anzeigen
express, sputnik

1 Comment

  1. Alle Regierungen, nicht nur die Frankreichs, müssen die einfache Lektion lernen, dass Einwanderer in wirtschaftlich schwierigen Zeiten immer ein destabilisierendes Element sind. Solange Milch und Honig fließen, können die Widersprüche zwischen Einheimischen und Immigranten zugedeckt werden. Aber Frankreich geht es nicht gut, sondern von Jahr zu Jahr schlechter. Es war eben ein Fehler der französischen Politik, auf der Entmachtung der Bundesbank und der DM 1990 bestanden zu haben.
    Für Frankreich ist der Euro zu teuer, für Deutschland zu billig. Sobald Marine Le Pen gewählt wird, werden die Töne in Richtung Berlin dieselben sein, wie heute zwischen Washington und Berlin. Die einfachste Lösung wäre ein Austritt Deutschlands aus dem Euro und genau das geht aus politischen Gründen überhaupt nicht. So sitzen die Politiker in Brüssel und in Berlin da und überlegen, wie man aus dieser Situation wieder herauskommt.
    Je mehr die Probleme aber werden, desto größer werden auch die Probleme mit Immigranten.

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