An diesem Tag
08.09.1943: Bomben auf Le Portel, Frankreich


Evergreenz

Am 08. September 1943 bombardierten die Briten und Amerikaner die französische Kleinstadt Le Portel. 93 Prozent des Badeortes wurden zerstört, mindestens 376 Zivilisten kamen ums Leben.

Le Portel Frankreich
Le Portel Frankreich, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1943 bombardierten die britische Royal Air Force und die US Air Force die französische Kleinstadt Le Portel im Zuge der nur wenig bekannten Operation Cockade, bzw. der zugehörigen Operation Starkey.  Mit der Bombardierung des beliebten Badeortes wollte man die Deutschen glauben lassen, dass alliierte Truppen über den Ärmelkanal nach Frankreich einmarschierten.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Durch die Luftangriffe auf Le Portel wurden 93 Prozent der Kleinstadt zerstört, zwischen 376 und mehr als 500 Zivilisten (je nach Quelle) kamen ums Leben. Am 12. August 1944 reiste Charles de Gaulle nach Le Portel und verlieh der Stadt das Croix de Guerre (Kriegskreuz) mit silbernem Stern für ihr unfreiwilliges Opfer.


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Operation Cockade

Operation Cockade war eine Reihe von Täuschungsoperationen, um den Druck auf die Deutschen an mehreren Fronten zu erhöhen. Außerdem wollten die Royal Air Force und die US Air Force die deutsche Luftwaffe zu einer Luftschlacht zwingen, die zu einer Luftüberlegenheit der Alliierten in Westeuropa führen sollte.

Cockade bestand aus drei Täuschungsmanövern mit den Bezeichnungen Operation Starkey, Operation Wadham und Operation Tindall. In seinem im Jahr 1999 veröffentlichten Buch „The Allied Bombing of Le Portel, 1943“ (s. hier) schreibt Autor Michael Cumming:

„Im Sommer 1943 unterzeichnete der britische Premierminister Winston Churchill die Invasion Frankreichs mit dem Codenamen Operation Starkey. Das Ziel: Die Deutschen sollten glauben, dass die Briten über Pas de Calais angriffen. Der Luftwaffe sollte größtmöglicher Schaden zugefügt werden, indem sie sich zum Kampf stellten.


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Tausende britische und kanadische Truppen hatten sich an den Häfen der Südküste versammelt. 3.000 Bomber-Einsätze bei Tag und genauso viele weitere bei Nacht. Schlachtschiffe der Royal Navy sollten dabei helfen, die deutsche Küstenverteidigung zu zermürben.

Ein Dutzend Zerstörer waren auf dem Weg in Richtung Bologne. Geschützt wurden sie von einer Staffel aus Kampfflugzeugen. Starkey wurde so organisiert, dass nach Belieben eskaliert oder auch gestoppt werden konnte. Deutsche Langstreckenwaffen waren im Norden und Süden des Badeortes Le Portel stationiert, die bombardiert werden sollten, was Teil der Täuschungsaktion war.

In der Nacht vom 08. auf den 09. September 1943 griffen über 200 RAF-Bomberflugzeuge die Langstreckenwaffen bei Le Portel an. Bedauerlicherweise waren die Zielmarkierungen ungenau, weshalb ein Großteil der Bombenlast in Wohngebiete einschlug. Die deutschen Raketen wurden kaum beschädigt.


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Am Tag wurde Le Portel von der US Air Force bombardiert. Auch hier waren die Zielmarkierungen offenbar ungenau. Durch die Luftangriffe wurde die beschauliche französische Kleinstadt praktisch ausradiert.

Ergebnis

Operation Cockade scheiterte, da die Deutschen das Täuschungsmanöver erkannten und sich nicht auf eine Luftschlacht einließen. Allgemein gab es keine nennenswerten deutschen Reaktionen auf die Täuschungsoperationen.

Die Deutschen zogen sogar zehn Divisionen aus Nordfrankreich ab und verlegten diese an andere Kriegsschauplätze, was die Operationen Starkey und Wadham zu völligen Misserfolgen machte.


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RAF-Oberbefehlshaber Sir Arthur „Bomber“ Harris bezeichnete den Täuschungsplan als „bestenfalls harmloses Spielchen“. Ein „bestenfalls harmloses Spielchen“, für das Hunderte Zivilisten ihr Leben ließen.

Im Jahr 1936 lebten 8,131 Menschen in Le Portel. 1946 waren es nur noch 3.617.

Quellenangaben anzeigen
ipmsgreatplainswikipedia, amazon


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