Jemen: Ärzte stellen „drastische“ Zunahme von Missbildungen fest


Jemen/Militär/Saudi-Arabien

Ärzte im Jemen warnen vor einer drastischen Zunahme von Missbildungen bei Neugeborenen. Dies sei eine Auswirkung des seit zwei Jahren dauernden Kriegs.

Missbildungen Jemen
Missbildungen, Bild: Flaggen Saudi-Arabien und Jemen, gemeinfrei

Ärzte im Jemen haben eine Zunahme von Missbildungen bei neugeborenen Kindern festgestellt. Dies soll eine direkte Auswirkung der seit zwei Jahren dauernden Bombardierung des Landes durch Saudi-Arabien sein. Das al-Sabeen-Mutter- und Kinderkrankenhaus in der Hauptstadt Sana’a stellte fest, dass viele Kinder zu früh auf die Welt kommen und dass sich die Zahl der Missbildungen erhöht hat.

(Fachliteratur zum Thema gibt's hier: klick)

„Fälle von Deformitäten haben sich in den vergangenen zwei Jahren durch den Angriff auf den Jemen mit Raketen und Streumunition drastisch erhöht“, sagte Dr. Abdulkarim al-Najjar am Mittwoch. Videomaterial aus dem Krankenhaus zeigt Babys aus dem Küstengebiet Al-Hudaydah, wo Saudi-Arabiens Luftwaffe bombardierte.

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Die Kinder haben ungewöhnlich große Schädel und schmerzhafte, geschwollene Köpfe, die mit Venen bedeckt sind. Jemenitische Eltern kämpfen um notwendige Behandlungen für ihre Kinder. Die Ärzte weisen auch auf einen Anstieg von Totgeburten durch allgemeine Missstände hin, die eindeutig eine Folge des Kriegs sind.

„Fetale Fehlbildungen können aus verschiedenen Gründen auftreten. Beispielsweise Erkrankungen von Müttern durch Virusinfektionen und/oder schlechte Ernährung“, sagte der Geburtshelfer Wafa al-Mamari vom al-Rahma-Krankenhaus im Norden von Sana’a. Ein großer Teil der Frauen mit deformierten Föten stammt aus bombardierten Gebieten in den Provinzen von Sa’adah, Sana’a, Ta’izz und Hudaydah.

Humanitäre Krise im Jemen

Im Jemen tobt derzeit aufgrund eines Angriffskriegs Saudi-Arabiens eine schwere humanitäre Krise. Fast sieben Millionen Menschen hungern, mindestens 10.000 Menschen sind ums Leben gekommen, Millionen sind auf der Flucht.

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Am Donnerstag kritisierte Amnesty International erneut sowohl die USA als auch das Vereinigte Königreich aufgrund von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien, die verwendet wurden, um Zivilisten zu töten.

Beide Länder bieten Saudi-Arabien geheimdienstliche und logistische Unterstützung und haben laut Amnesty in den vergangenen zwei Jahren Waffen für mindestens fünf Milliarden US-Dollar an das Königreich verkauft.

Quellenangaben anzeigen
presstv, oxfam, ap, amnesty

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1 Comment

  1. Auf jeden Fall haben die Amis kein Entsorgungsproblem mit dem Atommüll, wenn sie diesen per Geschosse (Uran- Munition) auf die Welt verteilen.

    Viele Grüße
    H. J. Weber

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