Japan entwickelt neue Raketen gegen China, Senkaku-Inseln


China/Japan/Militär

Japan wird aufgrund der wachsenden Spannungen mit China neue Raketen entwickeln, um die umstrittene Region um die Senkaku-/Diaoyu-Inseln zu schützen. China muss sich laut japanischer Presse allerdings noch ein paar Jahre lang gedulden, bis die neuen Raketen einsatzbereit sind.

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Japan entwickelt neue Seezielflugkörper, um sie aufgrund der wachsenden Spannungen mit China auf abgelegenen Inseln zu stationieren. Dies meldete die japanische Zeitung Yomiuri Shimbun am Sonntag. Tokio plant eine Stationierung etwa auf Inseln wie Miyako in der Präfektur Okinawa. „Angesichts der wiederholten Provokationen Chinas um die Senkaku-Inseln zielt Japan auf Abschreckung durch verbesserte Langstrecken-Schlagkraft ab“, so die Zeitung. Die Raketen sollen über eine Reichweite von 190 Meilen (300km) verfügen und damit die gesamte Inselgruppe abdecken.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Folgendes dürfte China sicherlich stark beeindrucken: Die Raketen sollen ab 2023 einsatzbereit sein. In der vergangenen Woche war Chinas Botschafter in Tokio, Cheng Yonghua, mehrfach ins japanische Außenministerium geladen worden, um zum Territorialstreit Stellung zu beziehen. Zuvor hatte Chinas Außenministerium die „unbestreitbare Souveränität“ Chinas über die Inseln betont und rief Japan mit asiatischer Zurückhaltung zu „konstruktiven Anstrengungen für Stabilität“ auf, um „Maßnahmen, die die Situation erschweren könnten“ zu vermeiden.

Im jährlichen Bericht des japanischen Verteidigungsministeriums, welcher letzte Woche veröffentlicht wurde, wurde behauptet, dass man im vergangenen Jahr aufgrund von Chinas Aktivitäten im Ostchinesischen Meer mehr als 570 mal Kampfflugzeuge in die umstrittene Region entsendet hat.

Japan und China befinden sich seit Jahren in einem heftigen Streit um die Souveränität über die Inselgruppe, welche auf japanisch Senkaku und auf chinesisch Diaoyu heißt. Aktuell stehen die Inseln unter japanischer Verwaltung, China erkennt dies jedoch nicht an.

Quellen: yomiuri, guardian

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