USS Chafee im Südchinesischen Meer:
China schickt Kampfjets zu US-Zerstörer, nahe Paracel-Inseln


China/Militär/USA

Nachdem sich ein US-Zerstörer den von China beanspruchten Paracel-Inseln näherte, entsandte China Kampfjets. Das Verteidigungsministerium in Peking verkündete, dass man die „Vorbereitungen auf einen Kampf auf See und in der Luft weiter verstärken“ werde.

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)
China USA Paracel-Inseln
China USA Paracel-Inseln, Bild: Gegenfrage.com

China hat zwei Kampfjets, einen Hubschrauber und eine Fregatte zu den umstrittenen Paracel-Inseln entsandt, als der US-Zerstörer USS Chafee am Dienstag in von China beanspruchtes Gebiet eindrang. „Das Verhalten des US-Zerstörers verletzte das chinesische Recht und das einschlägige internationale Recht.

Dies schadete Chinas Souveränitäts- und Sicherheitsinteressen und bedrohte das Leben des Frontpersonals“, sagte Hua Chunying, Sprecherin des chinesischen Außenministeriums. Das US-Schiff befand sich demnach nur 16 Seemeilen entfernt von den umstrittenen Paracel-Inseln.

Hua fügte hinzu, dass Peking eine genaue Stellungnahme von Washington verlange und die US-Regierung auffordere, Chinas Souveränität zu respektieren. Unterdessen meldete das chinesische Verteidigungsministerium, dass die Aktionen der USA das Vertrauen zwischen den Militärs beider Länder beeinträchtigen und „unerwünschte Vorfälle“ auslösen könnten.

„Angesichts wiederholter Provokationen durch die US-Streitkräfte wird das chinesische Militär die Vorbereitungen für den Kampf auf See und in der Luft weiter verstärken und die Verteidigungsrechte verbessern, um die nationalen Souveränitäts- und Sicherheitsinteressen entschlossen zu verteidigen“, so eine Erklärung des Ministeriums.

Die Huangshan-Fregatte, zwei J-11B-Kampfflugzeuge und ein Z-8-Hubschrauber seien entsandt worden, um das US-Schiff aus der Region zu vertreiben. Die USA erkennen die Region nicht als chinesisches Hoheitsgebiet an und berufen sich auf die „Freiheit der Schifffahrt“.

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fmprc, presstv

8 Comments

  1. Es wäre aufschlussreicher wenn man hinsichtlich dieser Inselgruppe nicht so pauschal schreiben würde, denn viele Inseln in diesem Archipel sind beispielsweise seit je her von Vietnam wirtschaftlich und auch militärisch genutzt.

    Es müssen sich also die Chinesen mit den Vietnamesen einigen – aber die Amis haben da die entsprechenden Hoheitsansprüche gefälligst zu respektieren. – leider weiß man, dass denen das schwer fällt. Die Chinesen müssen jetzt nur konsequent sein und den Amis zeigen, wo der Hammer hängt.

  2. Man muss sich nur mal vorstellen, im Golf von Mexico wäre eine Insel, die von Mexico historisch bewirtschaftet wurde, auf die aber die Amis Anspruch erheben und China würde Kriegsschiffe entsenden.
    Es ist schon geradezu grotesk was die Amis sich einbilden.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  3. Ein sehr schönes Land dieses Amerika. Ich wahr sehr oft
    dort und würde den Amerikanern nicht so einen Krieg
    wünschen,wie Sie Ihn seit Jahrzehnten in anderen Ländern
    führen. Aber scheinbar brauchen Die mal einen Richtigen
    Krieg mit all seinen verheerenden Folgen im eigenen Land
    um Radikal um zu denken. Denn Das hatten Die noch nicht.
    Das kennen Die nicht. Zwei Große Ozeane trennen Sie vom
    Rest der Welt,was kann Uns schon passieren!?
    Dazu kommt noch die Unglaubliche Arroganz der Macht und die Meinung über Alles zu stehen, dazu noch die
    Absolute Ahnungslosigkeit über die Kulturellen Eigenschaften der Völker die Sie mit Ihren Kriegen beglücken!
    Wenn der Rest der Welt endlich begriffen hat was Sie
    von Dehnen noch zu erwarten haben, werden Sie Sich
    zusammen schließen müssen, oder sich unterordnen.

  4. @w.fubel
    Das kann ich voll abnicken! Ich gönne das auch keinem US Bürger, aber die Zeiten, dass das US Mutterland unangreifbar ist sind vorbei. Das kennen sie eben noch nicht wie es ist, wenn eine größere Stadt dem Erdboden gleich gemacht wird.
    Und auf die atomare Tour geht das viel schneller, als früher.

    Die Liste der Peace Organisations in den USA ist lang. Eine große Anzahl der US Bürger veruteilt die weltweiten Aktionen ihrer Regierung ohnehin.

  5. Aktuell:

    Die US Luftwaffe bereitet sich darauf vor ihre uralt B 52 Nuklear Bomberflotte in Dauerbereitschaft zu versetzen

    http://www.defenseone.com/threats/2017/10/exclusive-us-preparing-put-nuclear-bombers-back-24-hour-alert/141957/

    https://www.google.co.th/maps/@32.5013158,-93.6766238,5626m/data=!3m1!1e3


    Na dann sind sie ggf. wie gehabt auch irgendwann mal wieder rund um die Uhr in der Luft. Und das ohne Katalysator und ohne Feinstaubplakette!

  6. @kw
    Jetzt ist es auch in allen deutschen Medien. Die Bomber wurden nach ihrer 60-jährigen Betriebszeit inzwischen doch bestimmt auf Elektromotoren mit Windkraftaufladung umgerüstet?

  7. @Bürgender
    Ja, das erklärt die fehlende Plakette an der Frontscheibe (lol)
    Aber nun mal seriös:
    Wie alle alten Flugzeuge wurden auch die Bomber im Laufe der Jahre technisch in Bezug auf elektronische und radartechnische Dinge aufgerüstet. Dass sie trotzdem als total veraltet gelten, ist kein Geheimnis. Der JÜNGSTE dieser Bomber ist Baujahr 1962, genau wie der Willys Jeep den ich fahre.

    Vor 2 Jahren wurde der Auftrag für eine neue Bomberflotte erteilt. Lange Gesichter bei Boeing, die den Auftrag nicht bekamen. Und solange Putin den dafür benötigten Rohstoff weiter liefert auf der Basis alter Verträge basteln die Amis aktuell an einem neuen Tarnkappen-Wundergroßbomber, der aber ggf. auch so ein Pleitegeier werden könnte wie die F-35 Serie. Das wird man aber erst in einigen Jahren erfahren.

    Echt interessant ist, auf welchen Routen damals im Kalten Krieg die mit Nuklearbomben bestückten B 52 permanent unterwegs waren. Da war z.B. der, welcher nach Kollision vor der spanischen Küste seine 4 Bomben verlor, und ein anderer stürzte auf der Thule Airforce Base Grönland ab. Die Bomben explodierten zum Glück nicht

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