2,5 Millionen Elektroautos bis 2020?


China/Deutschland/Indien/Krass!/USA

Einem Bericht der ARD vom 01.10.09  zufolge versucht die Autoindustrie die Einführung von Elektroautos seit dem EV1 von GM im Jahre 1996 zu verhindern. Angeblich könne man viel weiter sein, wenn Erfindungen und Entwicklungen konsequent umgesetzt würden. Doch kommt mir diese Aussage etwas merkwürdig vor, zumal GM trotz allem Finanzelend einer der mächtigsten und größten Konzerne der weltweiten Autoindustrie ist. Warum sollte sich GM also selbst schaden? Bzw. wer hat Interesse an Kraftproben mit GM?

(Literatur zum Thema gibt's hier: klick)

Kurzer Überblick


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Das Elektroauto ist bekanntermaßen keine neue Erfindung. Der französische Rennfahrer Gaston de Chasseloup-Laubat beispielsweise stellte bereits im Jahre 1898 einen Automobil-Geschwindigkeitsrekord auf, als er mit einem Jeantaud-Elektroauto eine Geschwindigkeit von 62,78 km/h erreichte. Bereits im Jahre 1900 gab es in den USA 38 % Elektrowagen und nur 22 % Benzinwagen.

Schon in den 1830er Jahren entstanden aus den unterschiedlichsten Elektromotoren-Typen und Batterie-Varianten verschiedene Elektrofahrzeuge und Tischmodelle. Eines der ersten Elektroautos baute Charles Jeantaud bereits im Jahre 1881. Noch früher wurde bereits an den hochgelobten (und CO2-effizienten!) Erdgas-Motoren getüftelt: John Barber untersuchte als erster 1791 die Wirkungsweise eines Motors, der durch die Explosionskraft eines Gases betrieben wird.

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Die Experten von RWE gehen davon aus, dass schon 2020 bis zu 2,5 Millionen Elektro-Autos auf Deutschlands Straßen fahren werden. Fraglich ist dabei allerdings, woher die Energie für diese Menge von Elektroautos kommen soll. Stützen wir uns auf die propagandistische CO2-Panikmache, mutet das Ganze etwas unlogisch an. Denn fährt ein E-Smart mit Strom aus dem konventionellen RWE-Mix, stößt dieser sogar mehr CO2 aus als das gleiche Modell mit Dieselmotor. Der Webseitenbetreiber von klima-luegendetektor.de fragte explizit bei RWE nach, woher der Auto-Strom für Elektroautos stammen soll, doch ließ das Unternehmen die Frage leider unbeantwortet. Bis sich das ändert, zieht das Argument „Umwelt“ leider nicht im Falle des Elektroantriebs.

Wie lautet also das Konzept?

Eine umfassende Markteinführung von Elektroautos kann wegen der hohen Kosten der dafür benötigten Batterien nur mit umfassender staatlicher Hilfe sichergestellt werden, wie eine Untersuchung der Unternehmensberatung Boston Consulting Group belegt. Nach heutigen Schätzungen belaufen sich die Kosten allein für die Batterie auch in 10 Jahren noch auf etwa 7000 Euro, was den Anschaffungspreis des Elektroautos erheblich in die Höhe treiben dürfte.


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Moment mal, „umfassende staatliche Hilfe“?

Ich gehe nicht davon aus, dass die Autoindustrie den Elektroantrieb verhindert, sondern dass er auf dem freien Markt von benzin- und dieselbetriebenen Fahrzeugen verdrängt wurde. Gründe dafür waren sicherlich die begrenzte maximale Reichweite bzw. die hohe Masse der Energiespeicher (Akkumulatoren), was auch heute noch offensichtlich schier unlösbare Probleme sind, welche sich auch nicht mit „umfassenden staatlichen Hilfen“ lösen lassen. Zudem basieren die einzigen dafür in Frage kommenden Akkumulatoren auf Lithium. Eine stark wachsende Nachfrage nach Batterien für Elektroautos wird einer Studie des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts zufolge zu einem Engpass bei der weltweiten Versorgung mit dem ohnehin schon sehr knappen Lithium führen. Warum sich bis 2020 also 2,5 Millionen Elektroautos auf Deutschlands Straßen befinden sollen, ist mir in diesem Moment anhand der gegebenen Fakten mehr als schleierhaft.

Mögliches Szenario I (unwahrscheinlich)


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In China und Indien werden Autos in gigantischer Anzahl zugelassen, die Ölproduktion läuft auf Ihrer maximalen Kapazitätsgrenze. Sprit wird auf der gesamten Welt sehr viel teurer, sodass sich nur noch wohlhabende Menschen den Luxus eines Automobils leisten können. Somit werden Elektroautos konkurrenzfähig, zumindest kurzfristig.

Mögliches Szenario II (wahrscheinlich)

Der deutsche Steuerzahler subventioniert die Autoindustrie, der deutsche Steuerzahler subventioniert die Stromkonzerne, nur damit man in 10 Jahren sagen wird, dass Elektroautos  zu teuer und zu ineffizient sind und die Entwicklung eingestellt wird. Die strauchelnde Autoindustrie und die strauchelnden Stromkonzerne haben sich von den vermeintlichen Elektroauto-Subventionen erfolgreich saniert, was man unterm Strich als zwei weitere Konjunkturpakete auslegen könnte. Die Autohersteller werden weiterhin Verbrennungsmotoren verbauen, welche nach über 100 Jahren im Einsatz immer noch 8 Liter verbrauchen, und die Stromkonzerne werden ihren Strom weiterhin von Kernkraftwerken beziehen. Der Bürger hat mal wieder alles bezahlt.

Wie geht’s weiter?

Auf der „Hannover Messe“ im April 2010 wird es erstmals eine eigene Leitmesse zum Thema alternative Mobilitätstechnologien geben. Im Mittelpunkt der „MobiliTec“ stehen Messeangaben zufolge hybride und elektrische Antriebe, mobile Energiespeicher sowie alternative Kraft- und Brennstoffe. Lassen wir uns überraschen.

Elektroautos dürfen gerne kommen, wenn sie technisch spruchreif sind. Forschungsförderung ja, damit wir technologisch auf der Höhe der Zeit bleiben. Aber bitte keine Subventionen von nicht konkurrenzfähiger Technik auf Kosten der Allgemeinheit, wie etwa bei Photovoltaik-Anlagen.

Quellen: Wo bleibt das Elektroauto, ARD – Mediathek, Autostrom aus unbekannter Quelle, Gasmotor, Elektroauto, Studie prophezeit enorme Kosten für Elektroautos, Studie warnt von Lithium-Knappheit durch Elektroautos (leider nur noch im Google-Cache zu finden, warum nur?), General Motors bleibt größter Autokonzern der Welt, HANNOVER MESSE 2010, 19. bis 23. April


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