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1. Spieltag der WM 2010 in Südafrika
Gruppe A
Südafrika – Mexiko 1:1 (0:0)
Frankreich – Uruguay 0:0
Das Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft 2010 zwischen den Gastgebern aus Südafrika und Mexiko endete unspektakulär mit 1:1.
Wie erwartet waren die Mexikaner von Beginn das klar bessere Team, das nur auf Grund dieser verunglückten Abseitsregeländerung der FIFA nicht schon zur Pause mit 1:0 in Front lag. Südafrika war in der ersten Hälfte wirklich sehr enttäuschend und hatte vielleicht zwei bis drei nette und nennenswerte Passkombinationen ohne allerdings eine wirkliche Torchance zu haben. Die Mexikaner waren immer wieder auffällig durch den jungen Dos Santos und Guillermo Franco und scheiterten oft am südafrikanischen Schlussmann Khune (Foto), der gestern eine absolute Topleistung abrief.
Auf der anderen Seite war auffällig wie häufig der mexikanische Schlussmann Perez an den Flanken und Ecken vorbeisegelte. In Halbzeit zwei machte er seinen Job allerdings um einiges besser.
Glücklich und aus dem Nichts gingen die Südafrikaner durch einen Konter von Tshabalala in Führung und waren danach näher am 2:0 als die Mexikaner am 1:1.
Mit der Einwechslung von Cauhetemoc Blanco konnten die Mittelamerikaner allerdings wieder mehr zu sich finden und Marquez vom FC Barcelona erzielte, ebenfalls aus dem Nichts aber, hochverdient das 1:1. Dieses 1:1 ist aus mexikanischer Sicht sicherlich etwas wenig, aber aus meiner Sicht waren die Mexikaner gestern von allen 4 Teams, die gespielt haben das Stärkste. Kein Grund zur Panik also.
Das Spiel der Franzosen gegen Uruguay war kein Anschauungsunterricht in Sachen Fußball, allerdings ein purer Anschauungsunterricht warum Raymond Domenech als Trainer so umstritten ist. Anelka, Ribery und auch Govou probierten viel nach vorne, jedoch kamen keine guten Schussmöglichkeiten zu Stande, da die Südamerikaner wie erwartet sehr kompakt in der Defensive standen und Anelka sich gegen 3-4 Uruguayaner einfach alleine nicht durchsetzen konnte. Raymond Domenech erkannte seinen eigenen Systemfehler allerdings nicht und brachte Thierry Henry erstens viel zu spät und zweitens für Anelka, eine absolute Fehlentscheidung.
Frankreichs Spiel nach vorne haperte an möglichen Anspielstationen im Sturm und hatte nichts mit der Leistung von Anelka zu tun, der wie gesagt viel probierte. Die „Equipe Tricolore“ hätte zu diesem Zeitpunkt einen zweiten oder dritten Stürmer gebraucht. Auch Wechsel zwei und drei ließen meine Augen vor Ungläubigkeit groß werden: Malouda, der auf Grund seiner Fähigkeiten schon hätte von Anfang an spielen sollen kam für Yoann Gourcuff der an diesem Tag noch der beste in den blauen Trikots der Equipe war. Später brachte Domenech Gignac für Gouvou und nahm seiner Mannschaft weiteres Offensivpotential. Franck Ribery bewies mal wieder wie gnadenlos überschätzt er ist. Ein Spieler der derart häufig den Ball verliert ist sicher kein Gewinn für eine Mannschaft, hin zu kam, dass er weder Anelka noch später Henry in Szene setzte.
Uruguay war während der gesamten 90.Min das bessere Team, mit den besseren Aktionen und Torchancen. Lediglich Suarez blieb blass auf Seiten der Südamerikaner. Anzukreiden ist ihnen allerdings, wie Jürgen Klinsmann auch während der TV-Übertragung sagte, dass sie sich nicht genug trauten und keinen richtigen Mut im Spiel nach vorne entwickelten.
Wie in meinem Vorbericht über Frankreich erwähnt, demonstrierten unsere Nachbarn sich nicht als Team und ein Ausscheiden nach der Vorrunde würden viele nach diesem Spiel, trotz des Weltklassekaders, nicht mehr überraschend finden.
Es ist vielleicht etwas unkonventionell, aber vielleicht sollte man in Frankreich den Trainer auswechseln vor dem nächsten Spiel. Raymond Domenech erreicht augenscheinlich seine Spieler nicht, hat keinen Bezug zu ihnen, was man gut an den Auswechselszenen sehen konnte und seine taktische Leistung im gestrigen Spiel war absolut inkompetent.
Alles in Allem war der die WM-Eröffnung eher ein enttäuschender Tag mit einem mittelmäßigen und einem schlechten Spiel, welche zusätzlich von diesem unerträglichen Vuvuzela Lärm überschattet wurden. Die FIFA sollte schnellstmöglich diese Nervtröten verbieten, sonst wird die WM ein Flopp. Man hört kein Gesänge, keine Anfeuerung, keinen Schiedsrichterpfiff und die Atmosphäre im Stadion ist egal bei welcher Spielsituation oder Spielstand immer gleich monoton.
Vuvuzelas eignen sich sehr gut als Folterinstrumente für die CIA um Gefangene psychologisch fertig zu machen, im Fußballstadion haben diese Dinger allerdings nix verloren. Bei aller Liebe zu Afrika, das ist Lärm, wir sind 2006 auch nicht mit Polizeisirenen ins Stadion gegangen „um die Stimmung zu steigern“.
Veröffentlicht unter: _Sport · Etiketten: Afrika, Frankreich, System, Welt

















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