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10.11.1975: UN definieren Zionismus als „Form des Rassismus“


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Am 10. November 1975 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Resolution 3379, welche den Zionismus als „eine Form des Rassismus und Rassendiskriminierung“ definierte.

Zionismus Rassismus
Zionismus Rassismus, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1975 verabschiedeten die Vereinten Nationen die Resolution 3379 bei der UN-Generalversammlung. Diese definierte den Zionismus als „eine Form des Rassismus und Rassendiskriminierung“. 72 Stimmen waren dafür, 35 dagegen und 32 enthielten sich.

Bei den Befürwortern der Resolution handelte es sich in erster Linie um arabische Staaten, Mexiko, die Sowjetunion, die DDR und andere Staaten des Ostblocks. Dagegen stimmten die USA, die Bundesrepublik Deutschland und andere westliche Staaten.

Israels UN-Botschafter Chaim Herzog bezeichnete die Resolution als „bitteren antisemitischen, antijüdischen Hass aus der arabischen Gesellschaft“. Er sagte weiter: „Für uns, das jüdische Volk, hat diese auf Hass, Falschheit und Arroganz beruhende Resolution keinen moralischen oder rechtlichen Wert. Für uns, das jüdische Volk, ist sie nicht mehr als ein Stück Papier, und wir werden sie als solches behandeln.“ Die Straßennamen „UN Avenue“ in den israelischen Städten Haifa, Jerusalem und Tel Aviv wurden als Reaktion auf die UN-Resolution „Zionism Avenue“ umbenannt.

Widerruf der Resolution

Nach der Auflösung der Sowjetunion wurde die Resolution im Dezember 1991 widerrufen. Dies geschah auf massiven Druck von US-Präsident George HW Bush. Er bezeichnete den Zionismus nicht als politische Ideologie, sondern als „Idee zur Schaffung eines Hauses für das jüdische Volk, den Staat Israel“

„Den Zionismus mit Rassismus gleichzusetzen, bedeutet, Israel selbst abzulehnen … Durch die bedingungslose Aufhebung dieser Resolution werden die Vereinten Nationen ihre Glaubwürdigkeit erhöhen und dem Frieden dienen.“

Die USA starteten eine Kampagne, in der sie die US-Bürger zu einem Tourismus-Boykott gegen Mexiko aufriefen. Der Boykott endete erst, nachdem Außenminister Emilio Óscar Rabasa nach Israel reiste. Umgehend danach wurde Rabasa zum Rücktritt genötigt.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia (en)

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