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12.12.1939: Schlacht von Tolvajärvi


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Am 12. Dezember 1939 begann die Schlacht von Tolvajärvi, die im Winterkrieg mit dem ersten großen Sieg der Finnen über die Rote Armee der Sowjetunion endete.

Schlacht von Tolvajärvi, Winterkrieg
Schlacht von Tolvajärvi, Winterkrieg, Bild: Gegenfrage.com

An diesem Tag im Jahr 1939 trugen finnische und sowjetische Soldaten die Schlacht von Tolvajärvi aus, die als der erste große Sieg der Finnen im Winterkrieg in die Geschichte eingehen sollte. Die Schlacht fand auf dem Gebiet der sogenannten Ladoga-Karelien (finnisch : Laatokan Karjala) statt, die heute zur Republik Karelien gehören.

Der finnische Plan war , die sowjetische Division durch zwei Zangenangriffe über die gefrorenen Seen Hirvasjärvi und Tolvajärvi einzukreisen. Der Angriff auf Hirvasjärvi im Norden sollte um 08:00 Uhr beginnen. Der zweite Angriff sollte nach ersten Erfolgen ebenfalls beginnen. Diese Strategie änderte sich jedoch, sodass beide Angriffe um 08:00 Uhr begannen.

Die sowjetischen Bemühungen konzentrierten sich auf einen Frontangriff mit zwei Regimentern über den Tolvajärvi-See auf die finnischen Stellungen des 16. Regiments in der Nähe des Dorfes Tolvajärvi. Ein weiteres sowjetisches Regiment führte ein Manöver vom Norden bis zum finnischen Hinterland durch dichten Waldgebiete durch, so jedenfalls der Plan.

Auf einer einzigen schmalen, unverbauten Landstraße in Richtung Tolvajärvi herrschte dichter Nebel zwischen einigen Dutzenden kleiner Seen. Unmittelbar vor der Schlacht brachte ein großer Schneesturm etwa 40 bis 50 cm Neuschnee. Aufgrund des dichten Nebels nahm die Luftwaffe nicht an der Schlacht teil. Aufgrund von Schlamm steckten viele Panzer fest und beteiligten sich ebenfalls nicht aktiv an der Schlacht.

Die Schlacht

Auf finnischer Seite kämpften 4.000 Mann, auf sowjetischer Seite 20.000 Mann. Als die Finnen auf die Rote Armee trafen, mussten sie sich zunächst zurückziehen. Als sie Artillerieunterstützung erhielten, konnten sie ein Hotel erobern, welches von Sowjets bewacht wurde und in dem sich ein Regimentskommandeur aufhielt.

Die Finnen zogen sich für die Nacht über die Seen zurück. Am Morgen verlangte der finnische Oberst Talvela einen neuen Angriff. Die sowjetische Division wurde zurückgedrängt und später (20. bis 22. Dezember) in der Region um Ägläjärvi (heutiges Yaglyayarvi in ​​Russland, etwa 20 km östlich von Tolvajärvi) besiegt.

Die finnischen Verluste beliefen sich auf etwa 100 Tote und 250 Verletzte. Es wird angenommen, dass die sowjetischen Verluste über 5.000 Tote betrugen eine große Menge an Ausrüstung zerstört wurde.

Die Schlacht war ein wichtiger Sieg für die Finnen und sehr wichtig für die Moral der gesamten finnischen Armee. Nach dem erfolgreichen finnischen Gegenangriff fanden in dieser Region keine größeren Schlachten mehr statt. Nur wenige Schüsse wurden gelegentlich abgefeuert. Die Finnen hielten die Linie bis zum Ende des Winterkriegs aufrecht.

Quellenangaben anzeigen
wikipedia (en)

1 Kommentar

  1. Um zu verstehen, warum die winzige finnische Armee sich gegen die gigantische Übermacht so effektiv wehren konnte, empfiehlt es sich, den Volkscharakter zu studieren: Störrisch, unbeugsam, gnadenlos.
    Einer der Prototypen war Simo Häyhä.
    Einen kurzen Abriß über diesen phänomenalen Mann liefert hier sogar relativ objektiv SPON
    http://www.spiegel.de/einestages/finne-einer-der-toedlichsten-scharfschuetzen-der-welt-simo-haeyhae-a-966112.html
    Wer es vertiefter wissen will, dem ist hier geholfen:
    https://www.youtube.com/watch?v=hfZuTLKDeXA

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