Wie viel kosteten 8 Jahre Krieg gegen den Irak?


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Wie viel kostete der Irak-Krieg? Experten kommen offenbar auf unterschiedliche Ergebnisse. Eines scheint jedoch klar! Sämtliche Ereignisse im Nahen Osten drehen sich hauptsächlich um die Vorherrschaft bzw. um die Abschaffung des einzigen nennenswerten Exportprodukts der Vereinigten Staaten: Den US-Dollar.

Der Krieg gegen den Irak hat die US-Steuerzahler seit Beginn der Invasion am 20. März  2003 mehr als 800 Milliarden US-Dollar gekostet. Seit Kriegsbeginn also etwa 250 Millionen Dollar pro Tag! Die jährlichen Kosten für diesen Krieg entsprechen somit etwa dem jährlichen BIP von Vietnam.

Der Großteil des Geldes wurde vom US Department of Defense verbraten, wie der arabische Nachrichtensender Al Jazeera berichtet. Während man im ersten Jahr des Überfalls 50 Milliarden Dollar für militärischen Operationen ausgegeben hatte, stiegen die jährlichen Kosten bis 2008 auf 140 Milliarden Dollar stetig an. Für das laufende Jahr haben die Kosten 45 Milliarden Dollar erreicht. Im Jahr 2004 hatte die US-Regierung noch 20 Milliarden Dollar an finanziellen Hilfen für den Wiederaufbau des Landes zugesagt, während in diesem Jahr bislang nur 4 Milliarden Dollar genehmigt wurden. Bereits am 1. Mai nach der Eroberung Bagdads und dem Sturz des irakischen Diktators Saddam Hussein wurde der Krieg von US-Präsident George W. Bush für beendet erklärt.

Laut dem Wissenschaftler und Autor Joseph E. Stiglitz betrugen die Kosten für den Überfall sogar 3 Billionen Dollar (Stand: 02/2008). Der Nutzen für die USA belaufe sich auf Null, lediglich Öl- und private Sicherheitsfirmen würden von dem Krieg profitieren, so Stiglitz. Während des Krieges verschwanden zudem immer wieder hohe Summen. So kamen laut einem BBC-Bericht im Jahr 2008 ca. 23 Milliarden Dollar abhanden. Untersuchungen zum Fall wurden seitens der US-Regierung allerdings unterbunden. Das „Teuerste“ an diesem Krieg waren aber sicherlich die laut internen Dokumenten des US-Verteidigungsministeriums 109’000 Opfer, wovon 66’081 Zivilisten waren (nur 2004 bis 2009).

Zahlreiche Journalisten, Analysten und Wissenschaftler sind übrigens der Auffassung, dass die wahren Gründe für den Irak-Krieg nicht Massenvernichtungswaffen oder andere weit zurückliegende Ursachen gewesen sind, sondern der Umstand, dass sich Saddam Hussein vom Dollar lossagte und sein Öl nur noch gegen andere Währungen wie den Euro handelte. Der Iran zog am 17. Februar 2008 mit der Eröffnung der Ölbörse IOB auf der Insel Kish im Persischen Golf nach, wo sämtliche Währungen außer dem Dollar willkommen sind.

4 Kommentare

  1. zu wenig, viel zuwenig, der Ami muß bluten, die Nato muß bluten, das muß soviel geld kosten, dass der ami und die nato pleite gehen.

  2. Diese Amis gehen mit ihrer Geldpolitik gar nie pleite!
    Ein Land kann nicht pleite gehen wenn man diesem Irrtum vom Finanzsytsem weiter Glauben schenkt u derren Geld benutzt!

  3. Der eigentlich Grund für den Irakkrieg war ein volkswirtschaftlicher. Der leuchtet ein und ist so griffig, dass alles andere dagegen wie eine Durchsage einer betrunkenen Jahrmarktswahrsagerin klingt. Für die steigende Menge an Geld muss es einen Gegenwert geben. Da es mehr Papier gibt auf dem „Dollar“ steht als Gold, so wie es früher einmal einen Gegenwert gab, musste ein anderer Gegenwert her, also: Öl. Der Deal Anfang des 20. Jahrhunderts mit Arabien war ein guter Anfang, aber da ist bald Schluss, weil das Öl alle ist. Also was tun? Der Handel mit Öl muss mit dem Dollar passieren. Solange das so ist, sind alle (Westler) glücklich. Wenn sich das ändert, weil Herr Hussein mit dem Osten Geschäfte machen wollte und das Öl nicht mehr in Dollar handelt, ist alles scheisse. Das kann man aber keinem Volldeppen erklären, denn dafür muss man schon etwas länger und intensiver um die Ecke denken können, kurz als politisches Ziel die Wahrheit zu nutzen, kann halt nicht gehen. Also: Einmarschieren, platt machen, weiter im Takt. Verschuldung ist egal, es wird weiter Geld gedruckt, solange Öl da ist, kein Thema.

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