USA lieferten Weißen Phosphor an Saudi-Arabien, melden Medien


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Die USA haben trotz der zahlreichen Kriegsverbrechen im Jemen Weißen Phosphor an Saudi-Arabien geliefert, aber angeblich nur, damit sich saudische Truppen mit „Rauchzeichen“ verständigen können.

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USA, Saudi-Arabien, alle Bilder in der Kollage: Gegenfrage.com

Die USA haben Medienberichten zufolge inmitten des Jemenkriegs Weißen Phosphor an Saudi-Arabien geliefert. Dabei handelt es sich laut verschiedenen Quellen um eine Brandwaffe mit einer Napalm-ähnlichen Wirkung, welche einen Menschen bis auf die Knochen verbrennen lassen kann. Umstritten ist, ob Weißer Phosphor aufgrund seiner extremen Giftigkeit auch als Chemiewaffe eingestuft werden könnte, wodurch ein Einsatz gegen die Chemiewaffenkonvention verstoßen würde.

Es ist nicht bekannt, wie Saudi-Arabien diesen Kampfstoff im laufenden Konflikt eingesetzt hat, doch machen Fotos und Videos in Sozialen Netzwerken und Medien die Runde, die Behälter mit Weißem Phosphor in Mörsergranaten zeigen. US-Militärsprecher haben bereits bestätigt, dass das saudische Königreich damit beliefert wurde, doch wurde bislang nicht berichtet, wie viel und wann die Chemikalie an die Saudis verkauft wurde.

Es gibt kein internationales Verbot von Weißen Phosphor, doch haben die USA den Stoff an Saudi-Arabien unter der Voraussetzung verkauft, dass die Truppen sich damit untereinander „Rauchzeichen“ zur Verständigung geben können. Menschenrechtsorganisationen sind dennoch besorgt, dass der Weiße Phosphor gegen jemenitische Zivilisten eingesetzt wird. Viele der Gruppen haben vorgeschlagen, Saudi-Arabien aufgrund der Kriegsverbrechen im Jemen vom UN-Menschenrechtsrat auszuschließen.



Die Vereinten Nationen schätzen, dass mehr als 10.000 Menschen, darunter fast 4.000 Zivilisten, im Konflikt getötet wurden, die meisten durch Luftangriffe Saudi-Arabiens. Drei Millionen Jemeniten wurden aus ihren Häusern vertrieben.

Quellen: youtube, telesur

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