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24.12.1914: Der Weihnachtsfrieden im Ersten Weltkrieg


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An Heilig Abend im Jahr 1914 feierten deutsche Soldaten in den Schützengräben Weihnachten. Sie luden die Alliierten an der Westfront ein, sich den Feierlichkeiten anzuschließen. So kam es zum Weihnachtsfrieden von 1914, ein inoffizieller Waffenstillstand – entgegen den Befehlen aus Berlin und London.

Weihnachtsfrieden 1914
Weihnachtsfrieden 1914, Bild: Gegenfrage.com

Während des Ersten Weltkriegs, am Heiligen Abend 1914, verstummten die Gewehre und der Lärm explodierender Granaten entlang der Westfront. In den Schützengräben wurden Tannenbäume aufgestellt und die Kampfhandlungen unterbrochen.

Zuvor, am 07. Dezember 1914, hatte Papst Benedikt XV eine vorläufige Unterbrechung des Kriegs für die Weihnachtsfeier vorgeschlagen. Die Regierungen der kriegführenden Länder weigerten sich jedoch, einen offiziellen Waffenstillstand auszurufen.

Die Soldaten widersetzten sich dieser Anordnung und erklärten ihren eigenen, inoffiziellen Waffenstillstand. An Heilig Abend sangen deutsche Truppen Weihnachtslieder, es ertönten Blaskapellen und Gesang.

Weihnachtsfrieden / Christmas Truce

Die britischen Soldaten hörten die Musik bis zu ihren Stellungen. Am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages kamen einige deutsche Soldaten aus ihren Schützengräben und näherten sich den Linien der Alliierten. Sie riefen „frohe Weihnachten“ in der Muttersprache ihrer Feinde.

Zunächst befürchteten die alliierten Soldaten, dass es sich um einen Trick handelte. Die Deutschen aber waren unbewaffnet. So kletterten sie aus ihren Schützengräben und reichten den feindlichen Soldaten die Hand. So kam es zum Weihnachtsfrieden von 1914 (engl: Christmas Truce of 1914).

Die Männer tauschten Geschenke aus, darunter Zigaretten oder Pflaumenpudding. Gemeinsam sangen sie Weihnachtslieder. Sie feierten gemeinsam Weihnachten und veranstalteten sogar ein freundschaftliches Fußballspiel.

Einige Soldaten nutzten diesen kurzen Waffenstillstand, um Leichen zu bergen, die in den vorherigen Gefechten gefallen waren. Der Weihnachtsfrieden von 1914 folgte nur fünf Monate nach dem Ausbruch des Kriegs in Europa.

Etwas derartiges fand seither nie wieder statt. Spätere Versuche in dieser Art wurden von den Regierungen rigoros niedergeschlagen, Soldaten von ihren Offizieren mit schweren Strafen bedroht.

Was wir daraus lernen

Was folgte ist traurige Geschichte. Der Erste Weltkrieg dauerte über vier Jahre und forderte 17 Millionen Todesopfer. Soldaten, die lieber zusammen feiern oder Fußball spielen wollten, wurden von ihren Regierungen mit Gewalt dazu gezwungen, aufeinander zu schießen und die Hölle auf Erden zu schaffen.

Dies beweist einmal mehr, dass es allein die verbrecherischen Eliten sind, die den Krieg wollen. Sie sitzen hinter ihren Schreibtischen in ihren prunkvollen Palästen, rechnen den Kosten-/Nutzen-Faktor bewaffneter Konflikte durch, treten die Propaganda-Gehirnwäsche los und lassen den Angriffsbefehl geben, sobald die Investments platziert sind.

Die normalen Bürger dieser Welt, zu denen auch Soldaten mit ihren Familien zählen, wollen keine Kriege gegeneinander führen. In diesem Sinne – Frohe Weihnachten!

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4 Kommentare

  1. Genau. Das hat für meine Begriffe keiner besser berichtet wie Jan Pikalkiwich, einer der ganz wenigen polnischen Historiker ohne antideutsche Scheuklappen.
    Von diesem habe ich zwei Bildbände; über den Ersten Weltkrieg und dem Zweiten Weltkrieg. Dieser Autor, den ich jetzt leider wegen der korrekten Schreibweise umsonst gegoogelt habe,
    ging wirklich sehr in die Details.
    Wer weiß schon, dass die haushoch überlegene britische Marine über 140 deutsche Handelsschiffe weltweit sofort vom ersten Tag des Krieges festsetzen und internieren lies?
    140 Handelsschiffe! Nicht auszudenken, wenn diese in die heimatlichen Häfen hätte zurück kehren und zumindest teilweise zum Hilfskreuzer hätte umgerüstet werden können.
    Aber auch dieser Fall beweist eindeutig, dass Deutschland 1914 diesen Krieg nicht wollte, sonst hätten diese Schiffe zwei Wochen zufuhr per Richtfunk nach Hause beordert werden müssen, denn die unbewaffneten Handelsschiffe mussten der weltweit präsenten britischen Kriegsmarine sofort in die Hände fallen. Auch der Umstand, dass Deutschland erst nach der Mobilmachung in Russland und in Frankreich selbst mobil machte, beweist das ganz augenscheinlich. Aber wie so vieles wird heute alles unter den Tisch gekehrt, auch das die Engländer 1918 den zurückgetretenen deutschen Kaiser vor Gericht stellen und hängen wollten. Es war ausschließlich der Freundschaft der niederländischen Königin zu Wilhelm zu verdanken, dass dieses nicht geschah.
    Allen Lesern und dem Bürgenden ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start ins Neue Jahr.

  2. „… dass es allein die verbrecherischen Eliten sind, die den Krieg wollen…“

    jeder einzelne deutsche generalstabschef seit 1871 forderte den präventivkrieg gegen frankreich. warum? weil sie verbrecherische eliten waren, die den krieg wollten? vielleicht. vielleicht wußten sie aber auch, daß frankreich systematisch auf den krieg hinarbeitete. politisch hatte die französische diplomatie deutschland eingekreist. und militärisch war es bis an die zähne bewaffnet. 1913 hatte frankreich 2% seiner bevölkerung unter waffen, deutschland hingegen 1,13%. frankreich hatte also im verhältnis zu seiner einwohnerzahl im frieden (!) fast doppelt so viele soldaten ausgehoben als das militaristische deutschland.

    wenn ein krieg unvermeidbar ist, muß man ihn zu einem zeitpunkt führen, der die besten erfolgsaussichten bietet. dies wäre die aufgabe des zweiten wilhelm gewesen. doch er war zu harmlos. genau das, was man ihm vorwarf, war er eben nicht.

  3. Das stimmt, havald, Frankreich war bis an die Zähne 1914 bewaffnet- und nicht nur das. Die Franzosen waren so gewissenlos normale Beobachtungsflugzeuge mit einem Maschinengewehr auszurüsten und damit Jagd auf die grundsätzlich unbewaffneten deutschen Flugzeuge zu machen und zwar von der ersten Stunde dieses Krieges an.
    Nun gab es einen befähigten jungen holländischen Mann, der 1912 in seiner Traumstadt Berlin Flugzeuge bauen wollte.
    An eine militärische Verwendung hatte da noch keiner gedacht.
    Henrich Fokke erhielt einen kleinen Kredit, kaufte sich in Schwerin ein billiges Grundstück und begann mit seinem ersten Entwurf, kurz darauf trat ein Herr Wulf als Partner hinzu. Flugzeuge galten bis 1914 in Deutschland nicht nur aus technischen Gründen, sondern auch aus moralischen Gründen als nicht bewaffnungsfähig.
    Technisch: der Flugzeugführer hatte mit dem Fliegen beide Hände im Einsatz, da konnte er nicht noch mit einer Pistole herumfuchteln oder einen Karabiner bedienen und moralisch: Meldegänger waren früher zwar in Uniform, aber gesondert bezeichnet und unbewaffnet. Das sollte deren Leben verlängern: auf Meldegänger schoss man einfach nicht! Soviel Anstand musste sein. Flugzeuge galten daher bis 1914 als Meldegänger in der Luft.
    Die Franzosen hatten bereits vor 1914 im Geheimen ihre Flugzeuge mit einem MG ausgerüstet und da man nicht durch die sich drehenden Propeller schießen konnte, einen Synchronisierunsvorrichtung entwickelt. Und damit, das war die französische Geheimwaffe, trat Frankreich 1914 in diesen Krieg ein und machte sofort Jagd auf deutsche Flugzeuge.
    Allerdings war die technische Ausführung mangelhaft, die Synchronisierung versagte öfter und deshalb stürzten nicht nur deutsche Flugzeuge infolge des Beschusses ab, sondern die „Jäger“ selbst. Herr Fokke war über diese Ruchlosigkeit der Franzosen, die „Meldegänger der Luft“ abzuschießen so empört, dass er sofort an die Front fuhr und eines der durch „Selbstbeschuss“ abgestürzten Flugzeuge verladen und nach Schwerin bringen lies. Dort gelang ihm in nur vier Monaten die Konstruktion einer Synchronisierung, welche auch noch zuverlässig funktionierte. Im Frühjahr 1915 konnte Deutschland daher nachziehen und der Begriff des „Jagdflugzeuges“ war geboren. Aber diese Ruchlosigkeit der Franzosen, dieser extreme Stilbruch, veranlasste das Oberkommando in Berlin Überlegungen anzustellen, Giftgas gegen Soldaten in den Schützengräben einzusetzen. Gleiche Überlegungen wurden in Frankreich angestellt.
    Unsere deutschhassenden Politiker (nicht alle!) behaupten bis heute unverdrossen, die Deutschen hätten zuerst Gas an der Front eingesetzt. Dabei wird verschwiegen, das knapp drei Wochen danach der erste französische Gasangriff erfolgte. Diese kurze Zeit wurde schon einmal für den Transport an die Front benötigt und dann musste auch noch auf günstigen Wind gewartet werden. D.h. die Gaswaffe als solche war zum Zeitpunkt des deutschen Einsatzes auch schon fertig. Entscheidend war aber der „Stilbruch“ mit der Bewaffnung von Flugzeugen. Erst dieses Erlebnis lies die Idee mit dem Gas reifen, im April 1915 war es dann soweit.

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