Außenminister Arreaza:
Venezuela: Vereinte Nationen „stinken noch immer nach Schwefel“


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Der venezolanische Außenminister Arreaza sagte bei der UN-Vollversammlung in New York, dass es „noch immer nach Schwefel stinkt“. Er spielte damit auf eine Rede des früheren Präsidenten Hugo Chávez an, der US-Präsident Bush im Jahr 2006 auf dem selben Podium als „Teufel“ bezeichnete.

Vereinte Nationen "Schwefel" Venezuela
Vereinte Nationen „Schwefel“ Venezuela, Bild: Gegenfrage.com

Venezuelas Außenminister Jorge Arreaza erinnerte an die Worte des ehemaligen Präsidenten Hugo Chavez und sagte, dass die Vereinten Nationen noch immer „nach Schwefel stinken“. Diese Aussage traf er während seiner Rede vor den Mitgliedsstaaten bei der 72. UN-Vollversammlung in New York.

Er bezog sich damit auf die wiederholten Gewaltandrohungen des US-Präsidenten Donald Trump gegen seine souveräne, freie Nation. Trumps Verhalten an einen „Weltkaiser“, der „diktatorische Mächte“ ausübe und „einseitige Bedrohungen“ gegen die Leitprinzipien der UN-Charta ausspreche.

Er ging auch auf den Vorwurf Trumps ein, der Venezuela als „sozialistische Diktatur“ bezeichnete, die ein einst wohlhabendes Land zerstört habe. Arreaza merkte an, dass Venezuela in den vergangenen 18 Jahren 22 Wahlen abgehalten habe, was den guten Willen der venezolanischen Demokratie aufzeige.

In Bezug auf die von den USA verhängten Sanktionen gegen seine Nation stellte Arreaza fest, dass die Maßnahmen darauf abzielten, einen undemokratischen Wandel in der bolivarischen Regierung zu provozieren.

Die Vereinigten Staaten hätten absolut kein moralisches Recht, die Arbeit der venezolanischen Polizei zu kritisieren und verwies auf Polizeigewalt in den USA gegen Einwanderer und Afroamerikaner.

US-Präsident Donald Trump hatte am Sonntag angekündigt, Venezuela in die Liste der Länder aufzunehmen, deren Staatsangehörige nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen. Das neue Dekret richte sich an „gewisse venezolanische Regierungsbeamte und ihre nächsten Familienmitglieder“, hieß es in einer Pressekonferenz des Weißen Hauses.

Hintergrund: „Teufel-Rede“ von Hugo Chávez, 2006

Am 20. September 2006 hielt der venezolanische Präsident Hugo Chávez eine Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Darin kritisierte er den damaligen US-Präsidenten George W. Bush und dessen Außenpolitik scharf.

Chávez spielte auf die Anreise Bushs zur Generalversammlung an: „Der Teufel ist gestern hierher gekommen und es riecht noch heute nach Schwefel. Dieser Tisch, den ich jetzt vor mir habe.“ Gleichzeitig machte Chávez das Zeichen des Kreuzes, legte seine Hände zusammen, als ob er beten würde, und blickte zu Gott auf.

Er fuhr fort: „Gestern, meine Damen und Herren, an diesem Podest, sprach der Präsident der Vereinigten Staaten, der Gentleman, den ich als Teufel bezeichne, als ob er die Welt besitzen würde … Das amerikanische Imperium tut alles in seiner Macht stehende, um sein Herrschaftssystem zu festigen. Und wir können ihnen das nicht erlauben. Wir können nicht zulassen, dass die Weltdiktatur konsolidiert wird.“

Quellenangaben anzeigen
telesur, wikipedia

2 Kommentare

  1. Wer nicht mehr Öl gegen Dollars verkaufen will, sollte wenigstens die A-Versicherung haben.
    Wenn nun alle Sanktionen nicht mehr helfen, dann muss man eben die demokratischen Werte per neu geschaffener Terrororganisation in Venezuela verteidigen lassen, bzw. mit der dann anschließenden Beseitigung.

    Viele Grüße aus Andalusien
    H. J. Weber

  2. Das stimmt auch, mein lieber Helmut, aber sofort meldet sich bei mir meine fest installierte Kritikfähigkeit.
    Nehmen wir den Fall Nordkorea und dessen A- Versicherung.
    Diese war doch absolut unnötig, denn Nordkorea hätte nur um einen gegenseitigen Beistandspakt mit Peking nachsuchen müssen. Korea hat, bevor die Japaner dort einfielen, ein paar Jahrhunderte zu China gehört.
    Da wären die Chinesen die letzten gewesen die das abgelehnt hätten.
    Ähnliches könnte mit Venezuela passieren, obwohl die Dinge dort völlig anders liegen. So könnte Maduro den Chinesen ein paar Flottenstützpunkte anbieten, gleiches mit Russland. Das ist zwar dann keine Lebensversicherung, aber jeder Konflikt dort würde dann sofort weite Kreise ziehen.
    Wäre das nicht billiger, wie eine Atombombe zu entwickeln?

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