US-Koalition setzte Weißen Phosphor in Syrien ein


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Laut einem Bericht der New York Times hat die von den USA angeführte Militärkoalition in Syrien Weißen Phosphor in Raqqa eingesetzt.

https://www.youtube.com/watch?v=qjJy7BpF1Ac

Streitkräfte der US-Koalition in Syrien haben im Norden der Stadt Raqqa in einem Wohngebiet offenbar Weißen Phosphor eingesetzt. Dies berichtet die New York Times in Berufung auf eine Meldung der IS-Nachrichtenagentur Amaq. Zahlreiche Bilder, Videos und Berichte von Augenzeugen bestätigen den Bericht.

In der vom IS kontrollierten Stadt Raqqa leben rund 40.000 Kinder. Das Völkerrecht verbietet den Einsatz von Weißem Phosphor in bewohnten Gebieten. Die USA (und Israel) haben entsprechende UN-Protokolle jedoch nicht unterzeichnet. Der Kampfstoff entzündet sich selbst durch den Kontakt mit Sauerstoff und brennt mit einer Flamme von 1.300 Grad.

Die Dämpfe einer Phosphorbombe sind hochgiftig. In Brandbomben wird das Material mit zähen Kautschuk vermischt, sodass der Weiße Phosphor dort kleben bleibt, wo er auftrifft. Menschen in Gebieten, wo die Brandwaffe eingesetzt wurde, erlitten oftmals Verbrennungen bis auf die Knochen.

Erst vor ein paar Wochen beschuldigte die US-Regierung die syrische Regierung des Einsatzes von Chemiewaffen „gegen seine eigenen Leute“, was Damaskus vehement zurückwies. Nun haben die von den USA befehligten Truppen selbst eine Chemiewaffe eingesetzt.

Quellenangaben anzeigen
newyorktimes, twitter

1 Kommentar

  1. Das wundert mich nicht. Denn die USA glauben nach wie vor,
    das deren Verantwortliche und Politiker international nicht zur Verantwortung gezogen werden.
    Und weil das so ist, ist die Versuchung eigentlich verbotene Substanzen einzusetzen groß.
    Nun sind die USA nach wie vor die größte und schlagkräftigste Militärmacht weltweit und verfügen zudem über verbündete Nuklearmächte.
    Und dennoch würde Trump und seine Leute etwas vorsichtiger agieren, wenn China und Russland ein Militärbündnis schließen würden.
    Zwar gibt es Militärübungen Chinas mit Russland, aber eben auch solche mit den USA.
    China ist für mein Verständnis extrem egoistisch und denkt nicht über den Tag hinaus.
    Putin hat letztens im Gespräch mit einem US Journalisten erklärt, dass kein Land auf der Erde überleben könnte, würde es zu Nuklearkrieg zwischen Russland und den USA kommen. Ich denke, das war ein deutlicher Seitenhieb auf die Regierung in Peking.
    Allerdings bezweifle ich, dass man in Peking das richtig versteht. China wird wahrscheinlich auch künftig nicht bereit sein, weltpolitisch eindeutig Farbe zu bekennen.
    Die Invasion chinesischer Wanderarbeiter in die dünnbesiedelten sibirischen Gebiete Russlands geht auch weiterhin weiter. Die von der Pekinger Regierung in Nordchina aufgestellten Mittelstreckenraketen mit nuklearen Mehrfachsprengköpfen können jeden Punkt Russlands erreichen, aber nicht die USA. Dazu werden Interkontinentalraketen benötigt.

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