USA: Wallstreet-Boni fast doppelt so hoch wie alle Niedriglöhne zusammen


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Nehmen Sie jeden einzelnen Dollar, den sämtliche Vollzeitbeschäftigte mit Mindestlohn in den USA zusammengerechnet verdienen und verdoppeln Sie diesen Betrag. Dann kommen Sie in etwa auf die Summe, die an der Wallstreet allein an Bonuszahlungen ausgeschüttet wird.

Wallstreet
Bild: Gegenfrage.com

Der Mindestlohn in den USA beläuft sich auf 7,25 pro Stunde, insgesamt 1’085’000 Menschen arbeiten zu diesen Konditionen und verdienen dadurch insgesamt 15,1 Milliarden Dollar pro Jahr.

An der Wallstreet hingegen durften sich die Mitarbeiter im vergangenen Jahr über Boni in Höhe von insgesamt 26,7 Milliarden Dollar freuen – fast doppelt so viel. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 15 Prozent und damit 164’530 Dollar für jeden Einzelnen der 165’200 Mitarbeiter aus der Branche in New York, wie das Institute for Policy Studies errechnet hat. Dazu kommen natürlich noch die ebenfalls überdurchschnittlichen Grundgehälter der Manager, Banker und Industriellen.

Das Institut schreibt weiter, dass die amerikanische Wirtschaft wesentlich stärker gewachsen wäre, wenn man die Bonuszahlungen nicht Bankern und Millionären gegeben, sondern das Geld unter Geringverdienern verteilt hätte. Zudem warnt der Bericht generell vor horrenden Bonuszahlungen, da diese einen Anreiz für „Hochrisikoverhalten“ schaffen und somit die gesamte Wirtschaft gefährden. Niedriglohnjobber hingegen seien für niemanden eine Gefahr und hätten außerdem ohnehin bessere Bedingungen verdient.

Dennoch: Die Einkommensschere öffnet sich seit Jahrzehnten immer weiter: 1970 verdiente ein Geschäftsführer in den USA 39-mal so viel wie der durchschnittliche Mitarbeiter. Schon 1999 war es das 1’045-Fache und heute sind es bereits 1’100 mal so viele Dollars, durchschnittlich 48,6 Millionen pro Jahr.

Quellen:

9 Kommentare

  1. Schon interessant, diese Zahle. Doch aufregen kann ich mich mittlerweile darüber schon lange nicht mehr. Zu hoch ist meine Verachtung für diese imperialen Finanzsysteme.
    Und nach dem HOCH kommt der FALL, siehe auch Ulli und Alice, was politisch nicht hätte passieren sollen………
    Speziel zu Hoeness, warum die rasche Anerkennung des Urteils? Was soll noch so alles verschwiegen werden oder wer soll geschützt werden? Wird die „Staatsanwaltschaft“ in Revision gehen DÜRFEN???
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/uli-hoeness-akzeptiert-er-sein-urteil-aus-angst-vor-schlimmerem-12847212.html
    http://www.freiewelt.net/alice-schwarzer-geht-stiften-10023700/
    Ein unantastbares Netzwerk(?):
    http://globalfire.tv/nj/14de/juden/02nja_juedische_steuerhinterzieher.htm

  2. @Kaiser
    mach das nicht nochenmal so unangekündigt wie Deine „Hoeness News“, wenn ich gerade ein Käffchen trinke!
    Hatte durch Lachanfall ca 5 min Luftnot und bin rot angelaufen, obwohl mein Kopf das rote Denken schon lange verbannt hat!!!!

  3. Keiner hat gefragt woher Hoenes das viele Geld hat. Wer 28 millionen hinterzieht der muß ja dreistellige Beträge verdienen. Andererseits ist Hoenes ein Macher der etwas Beispielloses geschaffen hat. So einer wird angeklagt, aber die Nichtskönner vom Flughafen BER oder die Planer der Elbphilharmie in Hamburg schmeißen Milliarden aus dem Fenster und bekommen noch einen Orden.
    Dieses System ist krank, wer schafft wird abgezockt und wer als parasitäre Drohne existiert macht die Politik.

  4. Das Thema paßt ja zum Abzocken. Die Frage bleibt, wie man das mit Hoeneß vergleichen kann. Ich bin überzeugt davon, daß dabei nicht einmal die Hälfte der Tatsächlichkeiten veröffentlicht wurden, die bei der ganzen Sache mitspielten.
    Allein die Verhältnismäßigkeit macht mich nachdenklich: Bei einer Summe von 27 Mio € braucht man für einen Urteilsspruch nicht mal eine Woche, bei 800 € unterstellter Vorteilsannahme bei Wulf prozessiert man Jahre.

    Stellt sich wirklich die Frage:
    – Warum hat Hoeneß die weiteren Unterlagen, die er bereits seit einem Jahr hatte, erst kurz vor dem Prozeß rausgerückt und warum überhaupt, – wenn die Staatsanwaltschaft davon nichts gewußt hat?
    – Genau die Unterlagen, die den Sprung von 3,5 Mio auf die hohe Summe errechneten? Hätte er das verschwiegen, wäre er vielleicht mit einem halben Jahr auf Bewährung davongekommen
    -Warum hat er das Urteil so schnell akzeptiert?

    Bin davon überzeugt, daß da – trotz vorgespielter Transparenz – noch vieles abgelaufen ist, von dem die Öffentlichkeit keine Ahnung hat…

  5. recht einfach.
    Hoenes wurde gesteckt das die Staatsanwaltschaft „im richtigen Moment“ die 28 millionen aus der Tasche ziehen würde. Mit so einer Entwicklung wären auch Politiker die Hoenes immer geschätzt haben blamiert worden.
    Grüße aus Görlitz

  6. wie berechnet man Gier in der Mathematik,mit der Exponentialfunktion,irgendetwas müssen sich die Entwickler schon gedacht haben,als sie diesen Selbstzerstörungsfaktor zu liessen

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